Verstauchung des Sprunggelenks mit Schmerzen und Schwellung an der Außenseite des Gelenks
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Verstauchung des Sprunggelenks: Symptome, Erholung und was hilft

Eine Verstauchung des Sprunggelenks gehört zu den häufigsten Verletzungen des Sprunggelenks. Erfahren Sie, wie Sie sie erkennen, wie sich leichtere und schwerere Bandverletzungen unterscheiden, wie lange die Erholung üblicherweise dauert und wann eine ärztliche Untersuchung erforderlich ist.

Verstauchung des Sprunggelenks kurz erklärt

  • Am häufigsten ist eine Verstauchung der Außenbänder, die in der Regel entsteht, wenn der Fuß nach innen umknickt.
  • Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellung, Druckempfindlichkeit, Blutergüsse und eine erschwerte Belastung des verletzten Beins.
  • Der Schweregrad kann sehr unterschiedlich sein: Bei einer leichteren Verstauchung sind die Bänder vor allem überdehnt, bei einer schwereren können sie teilweise oder vollständig gerissen sein.
  • Die Erholung kann einige Wochen bis mehrere Monate dauern, abhängig vom Ausmaß der Verletzung und von der funktionellen Erholung des Gelenks.
  • Eine ärztliche Untersuchung ist besonders wichtig bei sichtbarer Deformierung, wenn das Bein nicht belastet werden kann, bei sehr starken Schmerzen, ausgeprägter Schwellung oder Anzeichen einer gestörten Sensibilität beziehungsweise Durchblutung.
  • Nach dem anfänglichen Schutz der Verletzung ist eine schrittweise Rückkehr zu Bewegung und Belastung wichtig, soweit das Sprunggelenk dies zulässt.

Was wird bei einer Verstauchung des Sprunggelenks verletzt?

Bei einer Verstauchung des Sprunggelenks werden vor allem die Bänder verletzt, die die Knochen miteinander verbinden und das Sprunggelenk stabilisieren. Die Verletzung entsteht, wenn das Gelenk bei einer plötzlichen Verdrehung über seinen normalen Bewegungsumfang hinaus bewegt wird und ein oder mehrere Bänder überdehnt oder angerissen werden.

Laterale Verstauchung – Verletzung der Außenbänder

Mit Abstand am häufigsten ist die laterale Verstauchung des Sprunggelenks. Sie entsteht meist, wenn der Fuß plötzlich nach innen umknickt und dadurch die Bänder an der Außenseite des Sprunggelenks stark belastet werden.

Dieser Mechanismus tritt häufig bei einer ungeschickten Landung, beim Auftreten auf unebenem Untergrund oder bei einem schnellen Richtungswechsel im Sport auf. Schmerzen und Schwellung sind deshalb häufig rund um den Außenknöchel am stärksten ausgeprägt.

Mediale Verstauchung – Verletzung der Innenbänder

Eine mediale Verstauchung ist deutlich seltener. Sie entsteht bei einer Verdrehung des Fußes in die entgegengesetzte Richtung, wodurch die Bänder an der Innenseite des Sprunggelenks stärker belastet werden.

Da die Bänder an der Innenseite des Gelenks in der Regel sehr kräftig sind, sollte man bei einem ausgeprägteren Verletzungsmechanismus dieser Art auch an andere Verletzungen des Sprunggelenks denken und bei der Einschätzung des Schweregrads etwas genauer hinsehen.

Neben einer klassischen lateralen oder medialen Verstauchung können auch andere Bandverletzungen rund um das Sprunggelenk auftreten. Die Stelle der Schmerzen und der Verletzungsmechanismus können daher bei der Orientierung helfen, reichen allein aber nicht aus, um das Ausmaß der Verletzung zuverlässig zu bestimmen.

Laterale und mediale Verstauchung des Sprunggelenks je nach Richtung des Umknickens

Schweregrade der Sprunggelenksverstauchung

Verstauchungen des Sprunggelenks werden häufig in drei Schweregrade entsprechend dem Ausmaß der Bandverletzung eingeteilt. Diese Einteilung ist zur Orientierung hilfreich, der Schweregrad der Verletzung lässt sich jedoch nicht immer zuverlässig allein anhand der Stärke von Schmerzen oder Schwellung bestimmen.

Verstauchung 1. Grades – leichtere Bandverletzung

Bei einer Verstauchung 1. Grades sind die Bänder vor allem überdehnt beziehungsweise mikroskopisch geschädigt, ohne größeren Riss. Meist treten leichtere Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Schwellung auf, während das Gelenk relativ stabil bleibt. Gehen ist häufig noch möglich, kann jedoch unangenehm sein.

Verstauchung 2. Grades – partieller Bandriss

Bei einer Verstauchung 2. Grades sind ein oder mehrere Bänder teilweise gerissen. Schmerzen und Schwellung sind in der Regel stärker ausgeprägt, häufig treten Blutergüsse auf, die Beweglichkeit ist eingeschränkt und die Belastung des Beins kann deutlich schmerzhaft sein. Auch eine gewisse Instabilität des Gelenks kann vorhanden sein.

Verstauchung 3. Grades – vollständiger Bandriss

Beim schwersten Grad ist das Band vollständig gerissen. Das Sprunggelenk kann stark geschwollen und von Blutergüssen betroffen sein, zudem kann das Gelenk instabil sein. Eine Belastung ist häufig stark erschwert oder anfangs unmöglich. Eine solche Verletzung erfordert eine genauere Beurteilung und eine längere funktionelle Erholung.

Eine Luxation des Sprunggelenks ist nicht dasselbe wie eine Verstauchung 3. Grades. Bei einer Luxation verlieren die Gelenkflächen ihre normale Stellung zueinander. Es handelt sich daher um eine andere und schwerwiegendere Verletzung, die eine dringende medizinische Behandlung erfordert. Eine Luxation kann zudem von Bandverletzungen und Knochenbrüchen begleitet sein.

Der Schweregrad der Verstauchung sagt außerdem nicht genau voraus, wie lange die Erholung bei einer einzelnen Person dauern wird. Für die Rückkehr zu normalen Aktivitäten sind vor allem Schmerzen, Stabilität, Beweglichkeit, Kraft und die Fähigkeit zur normalen Belastung des Sprunggelenks entscheidend.

Schweregrade der Sprunggelenksverstauchung: leichtere Bandverletzung, partieller Bandriss und vollständiger Bandriss.

Symptome einer Verstauchung des Sprunggelenks

Die Symptome einer Verstauchung des Sprunggelenks hängen davon ab, welche Bänder verletzt sind und wie groß das Ausmaß der Verletzung ist. Am häufigsten treten Schmerzen, Schwellung und Druckempfindlichkeit rund um das Sprunggelenk auf. Die Beschwerden können sofort auftreten oder in den Stunden nach der Verletzung deutlicher werden.

Häufigste Anzeichen einer Verstauchung

  • Schmerzen im Bereich der verletzten Bänder, häufig an der Außenseite des Sprunggelenks,
  • Schwellung rund um das Sprunggelenk und manchmal auch am Fuß,
  • Druckempfindlichkeit im Bereich der Verletzung,
  • Blutergüsse beziehungsweise Hämatome, die sich allmählich entwickeln können,
  • eingeschränkte Beweglichkeit aufgrund von Schmerzen und Schwellung,
  • Schmerzen bei Belastung oder beim Gehen,
  • bei schwereren Verletzungen auch ein Gefühl von Instabilität beziehungsweise Wegknicken des Sprunggelenks.

Eine Schwellung ist ein normaler Bestandteil der Reaktion des Gewebes auf eine Verletzung und sagt allein nichts darüber aus, wie schwer die Verstauchung ist. Auch ein stark geschwollenes Sprunggelenk ist nicht zwangsläufig gebrochen, während eine geringe Schwellung eine bedeutendere Bandverletzung nicht ausschließt.

Kann man nach einer Verstauchung noch gehen?

Die Gehfähigkeit ist eine hilfreiche Information, reicht jedoch nicht aus, um den Schweregrad der Verletzung zu bestimmen. Bei einer leichteren Verstauchung ist eine Belastung häufig sofort möglich, bei einer schwereren kann sie sehr schmerzhaft oder zunächst unmöglich sein.

Wenn Sie das verletzte Bein nach der Verletzung nicht belasten können, die Schmerzen stark sind oder Schmerzen direkt über einem Knochen bestehen, ist eine weitere Abklärung sinnvoll, da ein Bruch oder eine andere schwerwiegendere Verletzung möglich ist.

Wann ist nach einer Verstauchung des Sprunggelenks eine ärztliche Untersuchung oder eine Röntgenaufnahme erforderlich?

Bei den meisten leichteren Verstauchungen ist eine Röntgenaufnahme nicht erforderlich. Nach einer Verletzung ist es jedoch wichtig zu beurteilen, ob möglicherweise ein Knochenbruch, eine Luxation oder eine andere schwerwiegendere Verletzung vorliegt.

Wann ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll?

Eine ärztliche Untersuchung ist besonders sinnvoll, wenn:

  • Sie das Bein nach der Verletzung nicht normal belasten beziehungsweise keine wenigen Schritte gehen können,
  • die Schmerzen sehr stark sind oder statt einer Besserung zunehmen,
  • deutliche Schmerzen direkt über einem Knochen bestehen,
  • das Sprunggelenk oder der Fuß sichtbar deformiert ist,
  • Sensibilitätsstörungen, ausgeprägte Blässe, ein kalter Fuß oder andere Veränderungen der Durchblutung auftreten,
  • eine offene Verletzung oder eine größere Wunde vorliegt,
  • sich die Gehfähigkeit und der Zustand des Sprunggelenks in den folgenden Tagen nicht verbessern.

Wann ziehen Ärzte eine Röntgenaufnahme in Betracht?

Bei der Entscheidung über eine Röntgenaufnahme werden häufig die Ottawa-Ankle-Rules verwendet. Sie helfen dabei, die Wahrscheinlichkeit eines Knochenbruchs nach einer akuten Verletzung einzuschätzen.

Eine Röntgenaufnahme des Sprunggelenks ist in der Regel vor allem dann sinnvoll, wenn Schmerzen im Bereich des Sprunggelenks bestehen und gleichzeitig eine ausgeprägte knöcherne Druckempfindlichkeit am hinteren Rand oder an der Spitze des Außen- beziehungsweise Innenknöchels vorliegt oder wenn die verletzte Person unmittelbar nach der Verletzung und bei der Untersuchung keine vier Schritte gehen kann.

Wenn die Schmerzen eher im Mittelfuß liegen, werden bei der Beurteilung auch die Druckempfindlichkeit über der Basis des fünften Mittelfußknochens und über dem Kahnbein berücksichtigt. Ein positives Kriterium bedeutet noch nicht, dass ein Knochen gebrochen ist, sondern dass eine Röntgenaufnahme zum Ausschluss eines Bruchs sinnvoll ist.

Die Ottawa-Ankle-Rules sind ein klinisches Entscheidungsinstrument für die Bildgebung und nicht zur Selbstdiagnose gedacht. Wenn die Verletzung schwerwiegend erscheint oder der Verlauf nicht den Erwartungen entspricht, ist die gesamte ärztliche Beurteilung wichtiger als ein einzelnes Kriterium.

Wann nach einer Verstauchung des Sprunggelenks eine ärztliche Untersuchung oder Röntgenaufnahme erforderlich ist: Ottawa-Ankle-Rules und Warnzeichen

Was hilft in den ersten Tagen nach einer Verstauchung des Sprunggelenks?

In den ersten Stunden und Tagen nach einer Verstauchung besteht das Hauptziel darin, das Sprunggelenk vor weiteren Verletzungen zu schützen, Schmerzen zu kontrollieren und normale Bewegung und Belastung schrittweise wiederherzustellen. Eine längerfristige vollständige Ruhigstellung ist bei einer gewöhnlichen Verstauchung in der Regel nicht erforderlich.

Schützen Sie das Sprunggelenk, aber immobilisieren Sie es nicht unnötig

Reduzieren Sie unmittelbar nach der Verletzung Aktivitäten, die die Schmerzen deutlich verstärken, und vermeiden Sie weitere Verdrehungen des Sprunggelenks. Bei einer schwereren Verstauchung kann vorübergehend eine Orthese oder eine andere Unterstützung sinnvoll sein, insbesondere wenn das Gehen ohne sie instabil oder sehr schmerzhaft ist.

Steigern Sie die Belastung schrittweise

Sobald die Schmerzen es zulassen, ist es sinnvoll, mit sanften Bewegungen des Sprunggelenks und einer schrittweisen Belastung des Beins zu beginnen. Starten Sie mit kürzeren Strecken und versuchen Sie, möglichst normal zu gehen. Wenn Sie aufgrund der Schmerzen deutlich hinken oder sich der Zustand nach Belastung stark verschlechtert, war die Belastung wahrscheinlich zu hoch.

In Ruhe können Sie das Bein hochlagern, insbesondere wenn die Schwellung ausgeprägt ist. Eine elastische Unterstützung oder Kompression kann manchen ein Gefühl größerer Stabilität und mehr Komfort geben, darf jedoch die Durchblutung nicht beeinträchtigen.

Was ist mit dem Kühlen mit Eis?

Bei Smrekovit empfehlen wir bei einer Verstauchung des Sprunggelenks kein routinemäßiges Kühlen mit Eis. Die Entzündung nach einer Verletzung ist nicht nur eine unangenehme Begleiterscheinung, sondern Teil der frühen Reaktion des Körpers, die an der Reparatur des verletzten Gewebes beteiligt ist. Daher erscheint uns ein systematisches, wiederholtes Kühlen mit dem Ziel, die Entzündungsreaktion zu verringern, nicht sinnvoll.

Eis kann Schmerzen kurzfristig lindern, wir verstehen es daher vor allem als symptomatische Maßnahme und nicht als Methode, um die Heilung verletzter Bänder zu beschleunigen. Wenn die Schmerzen gut auszuhalten sind, verzichten wir in unserem Ansatz in der Regel auf das Kühlen. Warum, haben wir ausführlicher im Artikel Kühlen mit Eis nach einer Verletzung – hilft es oder kann es die Erholung verlangsamen? erklärt.

Ein frisch verletztes Sprunggelenk nicht massieren

Bei einer frischen Verstauchung empfehlen wir keine intensive Massage der verletzten Bänder und des umliegenden Gewebes. In den ersten Tagen ist es wichtiger, die Verletzung zu schützen und anschließend Bewegung und Belastung schrittweise wieder aufzunehmen.

Bei einer leichteren Verletzung ist es anschließend sinnvoll, vor allem den Verlauf in den folgenden Tagen zu beobachten: ob das Gehen leichter wird, die Schmerzen abnehmen, sich die Beweglichkeit verbessert und das Sprunggelenk unter Belastung zunehmend zuverlässiger wird.

Wie lange dauert die Erholung nach einer Verstauchung des Sprunggelenks?

Die Erholungsdauer nach einer Verstauchung des Sprunggelenks hängt vor allem vom Ausmaß der Bandverletzung ab. Bei einer leichteren Verstauchung können sich Gehen und Alltagsaktivitäten bereits in den ersten Wochen deutlich verbessern, während die vollständige funktionelle Erholung bei einer schwereren Verletzung mehrere Wochen oder sogar mehrere Monate dauern kann.

In den ersten zwei Wochen ist vor allem der Verlauf wichtig

In den ersten Tagen sind Schmerzen, Schwellung, eingeschränkte Beweglichkeit und eine erschwerte Belastung des Sprunggelenks zu erwarten. Bei einer unkomplizierten Verstauchung sollte sich in den folgenden Tagen jedoch allmählich ein klarer Trend zur Besserung zeigen: Das Gehen wird leichter, die Beweglichkeit nimmt zu, die Schmerzen lassen nach und das Sprunggelenk verträgt Belastung besser.

Bei leichteren Verstauchungen kann die Alltagsfunktion nach ein bis zwei Wochen bereits deutlich besser sein. Das bedeutet jedoch noch nicht, dass die verletzten Bänder zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig verheilt sind.

Die Erholung dauert häufig mehrere Wochen

Bei vielen unkomplizierten Verstauchungen nähert sich die Funktion des Sprunggelenks innerhalb von etwa vier bis acht Wochen bereits deutlich dem Normalzustand an. Bei schwereren Bandverletzungen, ausgeprägter Instabilität oder Begleitverletzungen kann die Erholung wesentlich länger dauern und sich über mehrere Monate erstrecken.

Auch wenn das Gehen bereits fast normal ist, können noch einige Zeit Schwellung, Druckempfindlichkeit, eingeschränkte Beweglichkeit oder ein Unsicherheitsgefühl im Gelenk bestehen bleiben. Das bloße Verschwinden der Schmerzen reicht daher nicht aus, um zu beurteilen, ob das Sprunggelenk wieder für Laufen, Sprünge und schnelle Richtungswechsel bereit ist.

Was beobachten wir bei der Anwendung von Smrekovit?

Die Verstauchung des Sprunggelenks gehört zu den Verletzungen, bei denen wir bei Smrekovit über langjährige praktische Erfahrung verfügen. Anwender berichten dabei häufig über eine relativ schnelle Besserung von Schmerzen, Beweglichkeit und Belastbarkeit.

Nach unseren praktischen Erfahrungen kann ein Anwender bei manchen Verstauchungen nach etwa drei Tagen bereits deutlich besser oder nahezu normal gehen, und nach ungefähr einer Woche kann die Besserung sehr ausgeprägt sein.

Dabei handelt es sich um Beobachtungen aus der praktischen Anwendung und nicht um eine garantierte Erholungsdauer. Sie bedeuten auch nicht, dass das verletzte Band innerhalb weniger Tage anatomisch verheilt ist. Wie schnell die Fortschritte sind, hängt vom Schweregrad und Ausmaß der Verletzung, der Zeit seit dem Verletzungsereignis, der Stabilität des Gelenks und der Art der Belastung ab.

In unserem Ansatz verwenden wir daher auch einen praktischen Sieben-Tage-Kontrollpunkt: Innerhalb von etwa einer Woche möchten wir eine klare Veränderung sehen, zum Beispiel weniger Schmerzen oder Druckempfindlichkeit, bessere Beweglichkeit oder eine leichtere Belastbarkeit. Bleibt eine solche Besserung aus oder verschlechtert sich der Zustand, ist es sinnvoll, die Verletzung erneut zu beurteilen und bei Bedarf ärztlich abklären zu lassen.

Bei der Rückkehr zur Aktivität ist die Funktion wichtiger als der Kalender

Unabhängig davon, wie schnell die Schmerzen nachlassen, orientieren wir uns bei der Rückkehr zu höheren Belastungen nicht nur an der Zahl der Tage seit der Verletzung. Entscheidend sind vor allem normales Gehen, gute Beweglichkeit, wiederhergestellte Kraft, Gelenkstabilität und die Fähigkeit, Belastung ohne deutliche Verschlechterung der Symptome zu tolerieren.

Wie gehen wir bei Smrekovit mit Verstauchungen des Sprunggelenks um?

Bei einer Verstauchung des Sprunggelenks empfehlen wir, mit der lokalen Anwendung von Smrekovit so bald wie möglich nach der Verletzung zu beginnen, nachdem beurteilt wurde, dass keine Verletzung vorliegt, die eine dringende medizinische Behandlung erfordert. Gleichzeitig sollte das Sprunggelenk vor weiteren Verdrehungen geschützt und die Belastung an Schmerzen und Gelenkstabilität angepasst werden.

Erste Wahl: Smrekovit 365 Prima und die Kontakt Kompresse

Unser grundlegender praktischer Ansatz bei einer Verstauchung ist Smrekovit 365 Prima zusammen mit der Smrekovit Kontakt Kompresse. Die Creme wird lokal auf den verletzten Bereich aufgetragen, während die Kontakt Kompresse einen längeren Kontakt des Produkts mit der Anwendungsstelle ermöglicht und das Abreiben von der Haut reduziert.

Gerade bei Verstauchungen ist die Anwendung der Kompresse nach unseren praktischen Erfahrungen besonders wichtig. Wenn möglich, verwenden wir sie so lange wie möglich. Wenn eine ganztägige Anwendung nicht praktisch ist, legen Anwender sie üblicherweise zumindest über Nacht an und tragen 365 Prima tagsüber mehrmals lokal auf.

Smrekovit 365 Prima und die Kontakt Kompresse bei der Anwendung am Sprunggelenk

Wenn die Kontakt Kompresse nicht verwendet wird

Wenn sich der Anwender nur für das Auftragen entscheidet, sind Smrekovit 365 Prima oder Smrekovit 365 Ekstra praktische Möglichkeiten. Smrekovit 365 Ekstra vermittelt durch Menthol und Kampfer ein ausgeprägteres Kühlgefühl auf der Haut und wird bei Verletzungen ohne die Kontakt Kompresse angewendet.

Auch Smrekovit Klasik kann verwendet werden, ist jedoch aufgrund seiner fettreicheren Grundlage für häufiges Auftragen tagsüber in der Regel weniger praktisch als die Cremes der 365-Linie.

Eine frische Verstauchung nicht massieren

Bei einer frischen Verstauchung sollte das Produkt nicht intensiv einmassiert werden. Das verletzte Gewebe soll nicht zusätzlich mechanisch belastet werden, daher wird das Produkt einfach lokal aufgetragen beziehungsweise zusammen mit der Kontakt Kompresse angewendet.

Auch routinemäßiges Kühlen mit Eis empfehlen wir in unserem Ansatz nicht. Die Gründe dafür haben wir ausführlicher im Abschnitt über die ersten Tage nach der Verletzung sowie im Artikel Kühlen mit Eis nach einer Verletzung – hilft es oder kann es die Erholung verlangsamen? beschrieben.

Wann sollte der Ansatz neu beurteilt werden?

Wenn sich trotz konsequenter Anwendung innerhalb von etwa einer Woche keine klare Besserung zeigt oder sich der Zustand sogar verschlechtert, ist es nicht sinnvoll, einfach mit demselben Ansatz fortzufahren. Dann sollte die Schwere beziehungsweise Art der Verletzung erneut beurteilt und bei Bedarf eine ärztliche Untersuchung durchgeführt werden.

Die genaue Art der Anwendung und Hinweise zur Kontakt Kompresse finden Sie in den Anwendungshinweisen für Smrekovit bei einer Verstauchung des Sprunggelenks.

Rückkehr zum Gehen, Laufen und Sport

Nach einer Verstauchung des Sprunggelenks sollte die Rückkehr zu den üblichen Aktivitäten schrittweise und entsprechend der Funktion des Gelenks erfolgen, nicht nur anhand der Zahl der Tage seit der Verletzung. Ziel ist es, die Belastung zu steigern, ohne dass Schmerzen, Schwellung oder ein Instabilitätsgefühl deutlich zunehmen.

Zuerst normales Gehen

Das erste Ziel ist, wieder ein möglichst normales Gangbild zu erreichen. Wenn Sie den Fuß ohne deutliche Schmerzen belasten können, steigern Sie die Gehstrecke schrittweise und versuchen Sie, ohne ausgeprägtes Hinken zu gehen.

Wenn Schmerzen oder Schwellung nach längerem Gehen deutlich zunehmen, war die Belastung wahrscheinlich zu hoch. Reduzieren Sie in diesem Fall vorübergehend die Intensität und steigern Sie sie anschließend wieder schrittweise.

Vom zügigen Gehen zum Laufen

Mit dem Laufen sollte erst begonnen werden, wenn normales und zügigeres Gehen ohne wesentliche Schmerzen oder ein Gefühl des Wegknickens des Sprunggelenks möglich ist und die Beweglichkeit nahezu wiederhergestellt ist.

Beginnen Sie kurz und ruhig auf einem ebenen und gut vorhersehbaren Untergrund. Wenn das Sprunggelenk diese Belastung gut verträgt, können Dauer und Intensität schrittweise gesteigert werden.

Wenn Sie zum regelmäßigen Laufen zurückkehren, ist es sinnvoll, auch die Art der Belastung der Beine beim Laufen zu berücksichtigen. Mehr über Kadenz, Fußaufsatz und die schrittweise Veränderung des Laufmusters erfahren Sie im Artikel Lauftechnik und Gelenkbelastung.

Laufen ist noch nicht dasselbe wie die Rückkehr zum Sport

Sportarten mit Landungen, schnellen Richtungswechseln und plötzlichen Drehbewegungen stellen deutlich höhere Anforderungen an das Sprunggelenk als gleichmäßiges Laufen. Vor der Rückkehr zu solchen Aktivitäten sollten Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und Stabilitätsgefühl möglichst gut wiederhergestellt sein.

Ein gutes Zeichen ist, wenn Sie ohne wesentliche Schmerzen oder Unsicherheit auf dem verletzten Bein stehen, Wadenheben, leichte Sprünge und schrittweise auch Richtungswechsel durchführen können. Bei Sportlern ist zudem wichtig, dass sie ihr übliches Training beziehungsweise dessen wichtigste Bewegungsanforderungen problemlos absolvieren können.

Beurteilen Sie nicht nur danach, ob das Sprunggelenk noch schmerzt

Schmerzen können verschwinden, bevor Kraft, Gleichgewicht und Gelenkkontrolle vollständig wiederhergestellt sind. Deshalb kann eine zu frühe Rückkehr zu anspruchsvollen sportlichen Belastungen auch dann problematisch sein, wenn sich das Sprunggelenk subjektiv bereits fast normal anfühlt.

Schrittweise Rückkehr zur Aktivität nach einer Verstauchung des Sprunggelenks: Gehen, zügiges Gehen, Laufen und Richtungswechsel

Wie lässt sich eine erneute Verstauchung des Sprunggelenks verhindern?

Nach einer Verstauchung des Sprunggelenks ist das Risiko einer erneuten Verletzung für einige Zeit erhöht, insbesondere wenn Kraft, Gleichgewicht und Kontrolle des Sprunggelenks nicht vollständig wiederhergestellt sind. Die Vorbeugung einer erneuten Verstauchung ist daher nicht nur eine Frage der Ruhe, sondern vor allem der schrittweisen Wiederherstellung der Gelenkfunktion.

Trainieren Sie Gleichgewicht und Kontrolle des Sprunggelenks

Eine der wichtigsten Maßnahmen nach einer Verstauchung ist die Wiederherstellung der Propriozeption beziehungsweise des Gefühls für die Stellung des Gelenks. Eine einfache Übung ist bereits das Stehen auf einem Bein, das schrittweise erschwert werden kann, zum Beispiel durch längere Dauer, einen weniger stabilen Untergrund oder zusätzliche Bewegungen.

Bei Sportlern ist es sinnvoll, schrittweise auch Sprünge, Landungen und Richtungswechsel hinzuzunehmen, damit das Sprunggelenk wieder in den Situationen trainiert wird, in denen Verstauchungen häufig auftreten.

Stärken Sie die Muskulatur rund um das Sprunggelenk

Wichtig ist auch die Kraft der Wadenmuskulatur und der Muskeln, die Fuß und Sprunggelenk stabilisieren. Sinnvolle Übungen können zum Beispiel Wadenheben, Widerstandsübungen für Fußbewegungen und einbeinige Übungen sein.

Ziel ist nicht nur Schmerzfreiheit, sondern auch, dass das verletzte Bein hinsichtlich Kraft und Kontrolle möglichst wenig hinter dem gesunden zurückbleibt.

Steigern Sie die Belastung schrittweise

Eine starke Zunahme des Laufumfangs, Gehen auf unebenem Gelände oder sportliche Belastungen können das Sprunggelenk schneller fordern, als es sich anpassen kann. Daher ist es sinnvoll, die Anforderungen schrittweise zu erhöhen und zu beobachten, wie das Sprunggelenk auch einige Stunden nach der Aktivität reagiert.

Eine Orthese oder Taping kann bei erhöhtem Risiko hilfreich sein

Bei Menschen, die bereits mehrere Verstauchungen hatten oder zu Sportarten mit vielen Sprüngen und Richtungswechseln zurückkehren, kann die vorübergehende Verwendung einer Orthese oder von Taping das Risiko einer erneuten Verletzung verringern.

Eine Orthese ersetzt jedoch nicht die Wiederherstellung von Kraft, Gleichgewicht und Kontrolle des Sprunggelenks. Langfristig ist wichtiger, dass das Gelenk auch ohne äußere Unterstützung wieder gut funktioniert.

Dokumentierter Fall einer schweren Sprunggelenksverletzung

Neben allgemeinen Empfehlungen verfügen wir auch über einen dokumentierten konkreten Fall einer schweren Sprunggelenksverletzung mit Luxation, bei dem der Verlauf anhand von Fotos, medizinischer Dokumentation und der Kommunikation mit dem Anwender begleitet wurde.

Schwellung des rechten Sprunggelenks nach Luxation und Verlauf der Erholung im November 2018

Dokumentierter Fall

Luxation des Sprunggelenks ohne Fraktur

Bei einem 44-jährigen Patienten kam es nach einer Verletzung zu einer Luxation des Sprunggelenks, die eine dringende Reposition des Gelenks erforderte. Nach der anfänglichen medizinischen Behandlung wurde der weitere Verlauf anhand von Serienfotos und der Kommunikation über Schmerzen, Schwellung, Belastung und die Wiederherstellung der Sprunggelenksfunktion begleitet.

Während des Beobachtungszeitraums verwendete der Patient außerdem Smrekovit Klasik zusammen mit einer Kompresse. Der Fall zeigt den Verlauf einer einzelnen Verletzung und lässt sich nicht unmittelbar auf andere Verstauchungen oder Luxationen des Sprunggelenks übertragen.

Vollständigen dokumentierten Fall ansehen →

Häufige Fragen zu Verstauchungen des Sprunggelenks

Wie lange dauert die Erholung nach einer Verstauchung des Sprunggelenks?

Bei einer leichteren Verstauchung können sich Gehen und Alltagsaktivitäten bereits innerhalb von ein bis zwei Wochen deutlich verbessern, während eine vollständigere funktionelle Erholung häufig etwa vier bis acht Wochen dauert. Bei schwereren Bandverletzungen kann die Erholung mehrere Monate dauern.

Kann ich nach einer Verstauchung des Sprunggelenks gehen?

Wenn das Gehen keine deutlichen Schmerzen verursacht und das Sprunggelenk ausreichend stabil ist, ist eine schrittweise Belastung in der Regel sinnvoll. Versuchen Sie, möglichst normal zu gehen, und steigern Sie die Belastung schrittweise. Wenn Sie das Bein nicht belasten beziehungsweise keine wenigen Schritte gehen können, ist eine weitere Beurteilung der Verletzung sinnvoll.

Wie erkenne ich, ob das Sprunggelenk nur verstaucht oder gebrochen ist?

Allein anhand von Schwellung oder Blutergüssen lässt sich dies nicht zuverlässig bestimmen. Auf einen möglichen Bruch weisen eher ausgeprägte Schmerzen direkt über einem Knochen, die Unfähigkeit, das Bein zu belasten, eine Deformierung oder ein schwererer Verletzungsmechanismus hin. Bei solchen Zeichen können eine ärztliche Untersuchung und eine Röntgenaufnahme erforderlich sein.

Ist Eis bei einer Verstauchung des Sprunggelenks empfehlenswert?

Eis kann Schmerzen kurzfristig lindern. Bei Smrekovit empfehlen wir jedoch kein routinemäßiges Kühlen mit Eis, da wir die Entzündungsreaktion als Teil des frühen Reparaturprozesses des verletzten Gewebes verstehen. Wenn die Schmerzen gut auszuhalten sind, verzichten wir in unserem Ansatz in der Regel auf das Kühlen.

Wie lange kann die Schwellung nach einer Verstauchung bestehen bleiben?

Die Schwellung kann länger anhalten als die Schmerzen und bei schwereren Verstauchungen noch mehrere Wochen oder sogar Monate sichtbar bleiben. Wichtiger als das bloße Vorhandensein der Schwellung ist der Verlauf: ob sie sich zusammen mit Schmerzen, Beweglichkeit und Belastbarkeit schrittweise bessert.

Wann kann ich nach einer Verstauchung wieder mit dem Laufen beginnen?

Mit dem Laufen sollte begonnen werden, wenn normales und zügiges Gehen ohne wesentliche Schmerzen oder Instabilitätsgefühl möglich sind und die Beweglichkeit nahezu wiederhergestellt ist. Beginnen Sie mit einem kurzen, ruhigen Lauf auf ebenem Untergrund und steigern Sie die Belastung anschließend schrittweise.

Was empfehlen wir bei Smrekovit für eine Verstauchung des Sprunggelenks?

Als grundlegenden praktischen Ansatz verwenden wir Smrekovit 365 Prima zusammen mit der Smrekovit Kontakt Kompresse. Wenn Sie keine Kompresse verwenden, sind auch Smrekovit 365 Prima oder Smrekovit 365 Ekstra allein mögliche Optionen. Bei einer frischen Verstauchung massieren wir den verletzten Bereich nicht intensiv.

Wann sollte sich bei der Anwendung von Smrekovit eine Besserung zeigen?

Nach unseren praktischen Erfahrungen möchten wir bei einer Verstauchung innerhalb von etwa einer Woche eine klare Besserung sehen, zum Beispiel weniger Schmerzen, bessere Beweglichkeit oder eine leichtere Belastbarkeit. Bleibt eine Besserung aus oder verschlechtert sich der Zustand, ist es nicht sinnvoll, einfach mit demselben Ansatz fortzufahren; die Verletzung sollte erneut beurteilt werden.