Geschwollenes und gerötetes Knie
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Schwellung – warum sie entsteht, was hilft und wann sie zurückgeht

Eine Schwellung entsteht durch die Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe und ist nach einem Schlag, einer Verstauchung oder einer anderen Verletzung häufig Teil der normalen Reaktion des Körpers. Wichtiger als die Schwellung selbst ist es, ihre Ursache zu verstehen, da sie auch durch Entzündungen, einen gestörten venösen oder lymphatischen Abfluss und andere gesundheitliche Probleme entstehen kann. Bei leichteren Verletzungen beginnt sie in der Regel allmählich zurückzugehen, während eine plötzlich auftretende, rasch zunehmende…

Schwellung kurz erklärt

  • Eine Schwellung nach einer Verletzung ist häufig zu erwarten. Entscheidend ist vor allem, ob sie mit der Zeit zurückgeht und sich gleichzeitig Schmerzen und Beweglichkeit verbessern.
  • Eine Schwellung muss nicht immer möglichst schnell reduziert werden. Das richtige Vorgehen hängt von der Ursache ab – nach einem Stoß oder einer Verstauchung wird anders vorgegangen als bei geschwollenen Beinen durch Flüssigkeitseinlagerungen.
  • Nach Verletzungen helfen meist vor allem Entlastung, ein angemessenes Maß an Bewegung und das Hochlagern der betroffenen Körperregion. Vollständige Ruhigstellung ist in der Regel nicht notwendig, sofern die Verletzung sie nicht erfordert.
  • Eine plötzlich auftretende oder rasch zunehmende Schwellung ohne klare Ursache erfordert besondere Aufmerksamkeit. Besonders wichtig sind eine einseitige Beinschwellung, starke Rötung oder Überwärmung, Fieber, Atemnot oder Brustschmerzen.

Was ist eine Schwellung und warum entsteht sie?

Eine Schwellung bezeichnet eine Zunahme des Gewebevolumens, meist durch eine Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe. Sie tritt häufig nach einer Verletzung oder bei einer Entzündung auf, kann jedoch auch durch einen gestörten venösen oder lymphatischen Abfluss, bestimmte Erkrankungen, Medikamente und andere Ursachen entstehen.

Warum schwillt eine verletzte Stelle an?

Nach einem Stoß, einer Verstauchung oder einer anderen Verletzung setzt eine Entzündungsreaktion ein. Die Blutgefäße im betroffenen Bereich werden durchlässiger, sodass mehr Flüssigkeit in das umliegende Gewebe gelangen kann. Dadurch entstehen Schwellung, Spannungsgefühl und häufig auch Schmerzen, Wärme oder Rötung.

Eine solche Schwellung kann ein normaler Teil der frühen Reaktion des Körpers auf eine Verletzung sein. Entscheidend ist vor allem ihr Verlauf: Bei einer unkomplizierten Verletzung sollte sie zusammen mit den übrigen Beschwerden allmählich zurückgehen.

Eine Schwellung entsteht nicht immer durch eine Verletzung

Flüssigkeit kann sich auch im Gewebe ansammeln, wenn das Blut über die Venen nicht ausreichend zum Herzen zurückfließt, der Lymphabfluss gestört ist oder der Körper vermehrt Flüssigkeit zurückhält. Schwellungen können beispielsweise bei venöser Insuffizienz, Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen, langem Sitzen oder Stehen, durch bestimmte Medikamente, Infektionen oder ein Blutgerinnsel auftreten.

Deshalb ist bei einer Schwellung häufig die Frage „Warum ist sie entstanden?“ wichtiger als nur „Wie kann ich sie möglichst schnell reduzieren?“. Eine Maßnahme, die nach einem Stoß sinnvoll ist, muss bei geschwollenen Beinen aufgrund einer venösen oder anderen Erkrankung nicht die richtige sein.

Wann geht eine Schwellung zurück?

Für das Verschwinden einer Schwellung gibt es keinen einheitlichen Zeitraum. Nach einer leichten Verletzung kann sie relativ schnell zurückgehen, während nach einer Verstauchung oder einer stärkeren Weichteilverletzung ein Teil der Schwellung noch mehrere Wochen bestehen bleiben kann. Nach einer Sprunggelenksverstauchung kann eine leichte Schwellung sogar 3 bis 6 Monate anhalten, obwohl sich Schmerzen und Funktion deutlich früher bessern.

Wichtiger als die Dauer ist der Verlauf

Eine Schwellung muss nicht innerhalb kurzer Zeit vollständig verschwinden. Nach einer Verletzung ist wichtiger, ob sich der Gesamtzustand allmählich verbessert:

  • die Schwellung nimmt ab oder zumindest nicht weiter zu,
  • die Schmerzen werden geringer,
  • Beweglichkeit und Belastbarkeit verbessern sich schrittweise,
  • es treten keine neuen Warnzeichen auf.

Wenn sich die Verletzung nach einigen Tagen bereits besser anfühlt, aber noch eine Schwellung sichtbar ist, bedeutet das allein nicht, dass die Heilung gestört ist. Besonders am Sprunggelenk und an anderen Bereichen der unteren Extremitäten ist die Schwellung gegen Ende des Tages häufig stärker ausgeprägt.

Wann ist eine länger anhaltende Schwellung nicht mehr nur Teil der Heilung?

Anders ist es, wenn die Schwellung keinen erkennbaren Besserungstrend zeigt, zunimmt oder ohne erkennbare Verletzung auftritt. Dann sollte man nicht einfach darauf warten, dass sie verschwindet. Andere Ursachen sollten abgeklärt werden, insbesondere bei einseitiger Schwellung oder wenn starke Schmerzen, Rötung, Überwärmung oder weitere Beschwerden hinzukommen.

Was hilft bei einer Schwellung?

Was bei einer Schwellung hilft, hängt vor allem von ihrer Ursache ab. Eine Schwellung nach einer Verletzung wird in der Regel anders behandelt als geschwollene Beine durch Flüssigkeitseinlagerungen, venöse Insuffizienz oder eine andere Erkrankung.

Bei einer Schwellung nach einer Verletzung

  • Entlasten Sie den verletzten Bereich, ohne ihn unnötig ruhigzustellen. Sobald Schmerzen und Art der Verletzung es zulassen, ist eine schrittweise Bewegung in der Regel sinnvoller als längere vollständige Ruhe.
  • Lagern Sie die betroffene Extremität hoch. Eine Hochlagerung über Herzhöhe kann helfen, Flüssigkeitsansammlungen zu reduzieren, insbesondere an den unteren Extremitäten.
  • Kompression kann bei bestimmten Verletzungen hilfreich sein, ist jedoch nicht für jede Schwellung geeignet und muss korrekt angewendet werden.
  • Beobachten Sie den Verlauf. Wichtiger als eine noch sichtbare Restschwellung ist, ob Schwellung, Schmerzen und Bewegungseinschränkung allmählich zurückgehen.

Was ist mit Kühlen durch Eis?

Eis wird in allgemeinen Empfehlungen weiterhin vor allem zur kurzfristigen Verringerung von Schmerzen und Schwellung nach einer akuten Verletzung eingesetzt. Bei der Anwendung von Smrekovit verfolgen wir einen anderen praktischen Ansatz: Wir empfehlen in der Regel nicht, gleichzeitig mit Smrekovit mit Eis zu kühlen.

Diese Empfehlung beruht auf langjähriger praktischer Erfahrung mit Smrekovit bei Verletzungen und auf unserem Ansatz, eine verletzungsbedingte Schwellung nicht um jeden Preis möglichst schnell zu unterdrücken. Mehr dazu finden Sie im Artikel Kühlen mit Eis – warum wir es bei Verletzungen nicht empfehlen.

Bei Schwellungen durch Flüssigkeitseinlagerungen

Wenn eine Schwellung nicht durch eine Verletzung entstanden ist, ist es häufig wichtiger, die zugrunde liegende Ursache zu behandeln oder zu kontrollieren, als nur die Schwellung selbst zu reduzieren. Je nach Ursache können Bewegung, Hochlagern, Kompression und die Behandlung der Grunderkrankung eine Rolle spielen. Ausgeprägte oder wiederkehrende Ödeme sollten daher ärztlich abgeklärt werden.

Dies gilt besonders bei venöser oder kardialer Insuffizienz und anderen Erkrankungen, bei denen ein lokal angewendetes Präparat die eigentliche Ursache der Flüssigkeitseinlagerung nicht beheben kann.

Schwellung nach einem Schlag, einer Verstauchung oder einer anderen Verletzung

Eine Schwellung nach einem Stoß, einer Verstauchung oder einer anderen Weichteilverletzung ist häufig. Sie entsteht als Teil der frühen Reaktion des verletzten Bereichs und kann mit Schmerzen, Druckempfindlichkeit, eingeschränkter Beweglichkeit und nach einem Stoß auch mit einem Bluterguss beziehungsweise Hämatom einhergehen.

Die Größe der Schwellung allein zeigt nicht zuverlässig, wie schwer eine Verletzung ist. Auch eine leichtere Verstauchung kann deutlich anschwellen, während manche schwereren Verletzungen anfangs nur wenig Schwellung zeigen. Deshalb sollte neben dem Aussehen vor allem die Funktion beurteilt werden.

Geschwollenes und geprelltes Sprunggelenk nach einer Verletzung

Was ist nach einer Verletzung wichtiger als die Schwellung selbst?

  • ob der verletzte Bereich ganz oder teilweise belastet werden kann,
  • ob sich die Beweglichkeit von Tag zu Tag verbessert,
  • ob Schmerzen und Schwellung allmählich zurückgehen,
  • ob das Gelenk stabil ist,
  • ob Taubheit, Kribbeln oder Farbveränderungen auftreten.

Schwellung nach einem Stoß und Hämatom

Bei einem direkten Stoß können neben der Schwellung auch kleine Blutgefäße verletzt werden, sodass ein Hämatom beziehungsweise Bluterguss entsteht. Seine Farbe kann sich in den folgenden Tagen von rötlich oder blau-violett zu grünlich und gelblich verändern, während der Körper das in das Gewebe ausgetretene Blut abbaut.

Ein größerer Bluterguss bedeutet daher nicht automatisch, dass sich die Verletzung verschlechtert. Wichtiger ist, ob Schmerzen, Spannungsgefühl und Funktion mit der Zeit besser werden. Eine sehr große Schwellung oder ein Hämatom, das rasch zunimmt, erfordert jedoch besondere Aufmerksamkeit.

Bei einer Verstauchung zählt auch die Stabilität des Gelenks

Bei einer Verstauchung werden Bänder verletzt, deshalb ist nicht nur die Schwellung wichtig. Eine leichte Verstauchung kann sich bei geeigneter Schonung und Belastungsanpassung schrittweise bessern, während eine stärkere Bandverletzung zu deutlicher Instabilität, fehlender Belastbarkeit oder dem Gefühl führen kann, dass das Gelenk nachgibt.

Wenn das Sprunggelenk betroffen ist, sind Symptome, Schweregrade und der typische Heilungsverlauf ausführlicher beschrieben auf Sprunggelenksverstauchung – Symptome und Heilungsverlauf.

Wann reicht Beobachten allein nicht aus?

Eine ärztliche Beurteilung ist insbesondere bei sichtbarer Fehlstellung, sehr starken Schmerzen, fehlender Belastbarkeit, deutlicher Instabilität, rasch zunehmender Schwellung oder bei Taubheit, Kribbeln beziehungsweise ungewöhnlichen Farbveränderungen sinnvoll.

Praktische Hinweise zu Stößen, Verstauchungen, Muskelverletzungen und anderen Weichteilverletzungen finden Sie in den Anwendungshinweisen bei Verletzungen und Überlastungen.

Geschwollene Beine und Ödeme

Wenn Füße, Knöchel oder Unterschenkel ohne erkennbare Verletzung anschwellen, spricht man häufig von einem Ödem – einer Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe. Die Schwellung kann vorübergehend sein, etwa nach langem Stehen oder Sitzen, sie kann jedoch auch bei venöser Insuffizienz, gestörtem Lymphabfluss oder bestimmten Erkrankungen auftreten.

Hilfreich ist vor allem zu beobachten, wann die Schwellung auftritt, ob ein oder beide Beine betroffen sind und wie sie sich im Tagesverlauf verändert. Eine beidseitige Knöchelschwellung, die abends stärker und nach der Nachtruhe geringer ist, kann eine ganz andere Ursache haben als eine plötzlich auftretende Schwellung nur eines Beines.

Geschwollene Knöchel und Unterschenkel aufgrund von Ödemen

Warum schwellen die Beine gegen Abend häufig stärker an?

Bei langem Sitzen oder Stehen erschwert die Schwerkraft den Rückfluss von Blut und Flüssigkeit aus den unteren Extremitäten. Gegen Ende des Tages können deshalb gespannte Knöchel, schwere Beine, Abdrücke der Socken auf der Haut oder enger sitzende Schuhe auffallen.

Bei einer venösen Insuffizienz kann dies stärker ausgeprägt sein, weil die Venenklappen das Blut nicht mehr ausreichend in Richtung Herz leiten. Häufig treten gleichzeitig Krampfadern, ein Schweregefühl in den Beinen, Beschwerden im Knöchelbereich und mit der Zeit auch Veränderungen der Hautfarbe auf.

Was hilft bei Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen?

Die Maßnahmen hängen von der Ursache ab. Häufig sind regelmäßige Bewegung, das Vermeiden langer Phasen ohne Bewegung und das Hochlagern der Beine hilfreich. Bei bestimmten Formen von Ödemen kann auch Kompression wichtig sein, sie sollte jedoch nur eingesetzt werden, wenn sie in Bezug auf die Gefäßsituation geeignet ist.

Bei ausgeprägten, wiederkehrenden oder mit Herz-, Nieren-, Leber- oder Gefäßerkrankungen verbundenen Schwellungen muss vor allem die zugrunde liegende Ursache behandelt werden. Eine rein lokale Verringerung der Schwellung behebt das Grundproblem nicht.

Warum ist ein ausgeprägtes Ödem auch bei Wunden wichtig?

Bei Wunden an geschwollenen Beinen kann die Flüssigkeitseinlagerung eine zusätzliche Belastung darstellen. Stark gespanntes und geschwollenes Gewebe bietet ungünstigere Bedingungen für einen normalen Heilungsverlauf, weshalb es nicht genügt, nur die Wundoberfläche zu behandeln.

Auch in unserer praktischen Beratung zählt ein ausgeprägtes Ödem zu den ersten Faktoren, auf die wir bei langsam heilenden Wunden achten. Sinnvoll ist die Frage, warum das Bein anschwillt und wie die Flüssigkeitseinlagerung verringert werden kann, statt nur danach zu fragen, was auf die Wunde aufgetragen werden soll.

Eine plötzlich auftretende Schwellung nur eines Beines erfordert besondere Aufmerksamkeit

Wenn ein Bein ohne erkennbare Verletzung plötzlich anschwillt, insbesondere zusammen mit Schmerzen, Rötung oder Überwärmung, ist eine rasche ärztliche Abklärung erforderlich. Eine mögliche Ursache ist eine tiefe Venenthrombose, die sich allein anhand des Aussehens nicht zuverlässig von anderen Ursachen unterscheiden lässt.

Ausführlichere praktische Hinweise zu Ödemen, geschwollenen und schweren Beinen, venöser Insuffizienz, Krampfadern und weiteren Durchblutungsproblemen finden Sie in den Hinweisen zu Ödemen, Durchblutung und Anwendungsbeschränkungen.

Geschwollenes Gelenk – was kann das bedeuten?

Eine Gelenkschwellung kann nach einer Verletzung, durch Reizung oder Entzündung im Gelenk, bei Arthrose, Arthritis, Gicht und anderen Gelenkerkrankungen auftreten. Teilweise sammelt sich auch vermehrt Gelenkflüssigkeit an, sodass das Gelenk gespannt oder vergrößert wirkt.

Ein geschwollenes Gelenk ist daher keine Diagnose für sich. Wichtig ist, ob die Schwellung plötzlich oder allmählich entstanden ist, ob das Gelenk schmerzt, warm oder gerötet ist und ob die Beweglichkeit eingeschränkt ist.

Schwellung des Kniegelenks aufgrund einer vermehrten Menge an Gelenkflüssigkeit

Bei Arthrose können Beschwerden erst später auftreten

Gelenkverschleiß verursacht nicht immer sofort deutliche Beschwerden. Manche Menschen haben bereits längere Zeit Veränderungen am Gelenk, bevor Schmerzen, Steifigkeit, eingeschränkte Beweglichkeit oder Schwellungen auftreten.

Wenn eine Schwellung mit länger bestehendem Gelenkverschleiß zusammenhängt, sollte daher das gesamte Gelenkproblem betrachtet werden und nicht nur die Schwellung. Typische Zeichen, Ursachen und der Verlauf sind ausführlicher auf der Seite Arthrose – Symptome, Ursachen und was hilft beschrieben.

Das Knie gehört zu den Gelenken, die häufig anschwellen

Eine Knieschwellung kann viele Ursachen haben: Verletzungen von Bändern oder Meniskus, Überlastung, Arthrose, Entzündungen im Gelenk oder Probleme im umliegenden Gewebe. Die Schwellung allein zeigt daher nicht, welche Struktur betroffen ist.

Wenn vor allem Knieschmerzen im Vordergrund stehen, ist es sinnvoll, zunächst die häufigsten Ursachen zu unterscheiden. Diese sind auf der Seite Knieschmerzen – Ursachen und was hilft ausführlicher beschrieben.

Was ist eine Baker-Zyste?

Eine Baker-Zyste ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Ausstülpung in der Kniekehle. Sie steht häufig mit Veränderungen im Kniegelenk in Zusammenhang, bei denen vermehrt Gelenkflüssigkeit entsteht, beispielsweise bei Arthrose, Arthritis oder bestimmten Knieverletzungen.

Deshalb sollte eine Baker-Zyste nicht nur als isolierte Schwellung hinter dem Knie betrachtet werden. Wichtig ist auch, was im Kniegelenk selbst geschieht. Ausführlichere praktische Hinweise finden Sie im Abschnitt Gelenkschwellung und Baker-Zyste.

Wann sollte ein geschwollenes Gelenk ärztlich untersucht werden?

Eine ärztliche Beurteilung ist besonders wichtig, wenn das Gelenk rasch und stark anschwillt, deutlich überwärmt oder gerötet ist, starke Schmerzen bestehen, die Beweglichkeit erheblich eingeschränkt ist oder das Gelenk nicht belastet werden kann. Das gilt auch bei Fieber oder anderen allgemeinen Krankheitszeichen.

Bleibt die Schwellung bestehen oder tritt sie ohne klare Ursache wiederholt auf, sollte zunächst ihre Ursache geklärt werden, statt nur die Schwellung selbst zu behandeln.

Wann ist eine Schwellung besorgniserregend?

Die meisten Schwellungen nach einer leichteren Verletzung sind nicht gefährlich und gehen mit der Zeit zurück. Mehr Aufmerksamkeit ist erforderlich, wenn eine Schwellung plötzlich, ohne erkennbare Ursache, rasch zunehmend oder zusammen mit weiteren ausgeprägten Beschwerden auftritt.

Plötzliche Schwellung nur eines Beines

Eine plötzlich auftretende Schwellung eines Beines kann insbesondere zusammen mit Schmerzen, Überwärmung oder einer Veränderung der Hautfarbe unter anderem auf eine tiefe Venenthrombose hinweisen. Eine solche Schwellung sollte nicht ausschließlich mit lokalen Maßnahmen zu Hause behandelt werden, sondern erfordert eine rasche ärztliche Abklärung.

Rote, heiße und schmerzhafte Schwellung

Eine Schwellung mit deutlich geröteter, heißer und schmerzhafter Haut kann bei einer Infektion oder einer ausgeprägteren Entzündung auftreten. Besonders wichtig sind zusätzlich Fieber, Schüttelfrost oder ein deutliches allgemeines Krankheitsgefühl.

Mehr zur Unterscheidung zwischen lokaler Entzündungsreaktion, Infektion und anderen Zuständen finden Sie in unseren Hinweisen zu lokalen Entzündungen und Schwellungen.

Schwellung von Gesicht, Lippen oder Zunge

Eine plötzlich auftretende Schwellung von Lippen, Zunge, Mund oder Rachen kann durch eine allergische Reaktion verursacht werden. Treten zusätzlich Atemnot, ein Gefühl der Halsenge, Erstickungsgefühl oder eine rasche Verschlechterung auf, ist sofortige medizinische Notfallhilfe erforderlich.

Schwellung zusammen mit Atemnot oder Brustschmerzen

Wenn eine Beinschwellung mit plötzlich auftretender Atemnot, Brustschmerzen oder Engegefühl, Bluthusten, Ohnmacht oder ausgeprägter Schwäche verbunden ist, ist sofortige medizinische Notfallhilfe erforderlich. Solche Beschwerden können bei einer Lungenembolie auftreten.

Nach einer Verletzung ist auch die Funktion entscheidend

Eine ärztliche Untersuchung ist besonders sinnvoll, wenn der verletzte Bereich sichtbar deformiert ist, nicht belastet werden kann, sehr starke Schmerzen bestehen, die Schwellung rasch zunimmt oder Taubheit, Kribbeln, ungewöhnliche Blässe beziehungsweise eine Farbveränderung der Extremität auftreten.

Bei weniger dramatischen Beschwerden ist auch der Verlauf ein guter Orientierungspunkt. Geht die Schwellung nicht allmählich zurück, tritt sie wiederholt auf oder verschlechtert sich der Zustand, sollte die Ursache erneut abgeklärt werden.

Smrekovit und Schwellungen – Anwendung in der Praxis

Smrekovit wird nicht bei jeder Art von Schwellung auf die gleiche Weise angewendet. Zunächst ist wichtig zu wissen, warum die Schwellung entstanden ist. Eine Schwellung nach einer Verstauchung oder einem Stoß, ein geschwollenes Gelenk und ein Ödem aufgrund venöser Insuffizienz sind unterschiedliche Probleme und sollten nicht nach einem einzigen Schema behandelt werden.

In unserer praktischen Erfahrung wird Smrekovit vor allem bei Weichteilverletzungen und Gelenkbeschwerden als lokaler Bestandteil eines umfassenderen praktischen Vorgehens eingesetzt. Bei geschwollenen Beinen durch Flüssigkeitseinlagerungen ist es dagegen wichtiger, die zugrunde liegende Ursache zu erkennen und zu behandeln.

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Nach einer Verletzung oder bei einem geschwollenen Gelenk

In unserem praktischen Ansatz ist die übliche erste Wahl Smrekovit 365 Prima zusammen mit der Smrekovit Kontakt Auflage. Die Auflage ermöglicht einen längeren Kontakt des Produkts mit dem ausgewählten Bereich und vermindert das Abreiben vom Auftragungsort.

Wenn die Auflage nicht verwendet werden kann oder nicht gewünscht ist, kann Smrekovit 365 Prima oder Smrekovit 365 Ekstra mehrmals lokal aufgetragen werden. Smrekovit 365 Ekstra wird wegen Menthol und Kampfer ohne Kontakt Auflage verwendet.

Bei frischen Verletzungen finden Sie den ausführlicheren Ablauf in den Hinweisen für Verletzungen und Überlastungen, bei Gelenkschwellungen in den Hinweisen für Gelenke, Arthrose und Arthritis.

Bei Ödemen und geschwollenen Beinen

Bei Schwellungen aufgrund venöser Insuffizienz oder anderer Formen von Flüssigkeitseinlagerungen kann Smrekovit die zugrunde liegende Ursache nicht beseitigen. Durch lokale Anwendung lassen sich beispielsweise geschädigte Venenklappen oder Herz-, Nieren- beziehungsweise Lebererkrankungen nicht beheben.

Deshalb sollte man sich bei einer solchen Schwellung nicht nur auf das Eincremen konzentrieren. Entscheidend sind die Ursache des Ödems, geeignete Bewegung, Hochlagern der Beine, gegebenenfalls passende Kompression und die medizinische Behandlung der Grunderkrankung. Ausführlichere Hinweise finden Sie in den Hinweisen zu Ödemen, Durchblutung und Anwendungsbeschränkungen.

Wie lange beurteilen wir, ob der praktische Ansatz sinnvoll ist?

Bei Verletzungen und Gelenkbeschwerden nehmen wir in unserer Beratung eine erste Beurteilung gewöhnlich nach etwa einer Woche ausreichend regelmäßiger Anwendung vor. Wir erwarten nicht unbedingt, dass Schwellung oder andere Beschwerden in dieser Zeit vollständig verschwinden, sondern achten auf einen erkennbaren positiven Verlauf, beispielsweise leichtere Belastbarkeit, geringere Empfindlichkeit oder bessere Beweglichkeit.

Verändert sich der Zustand nicht, verschlechtert er sich oder entspricht der Verlauf nicht dem einer leichteren Verletzung beziehungsweise einer bekannten Gelenkbeschwerde, ist ein unbegrenztes Fortsetzen nicht sinnvoll. Dann sollte die Ursache beziehungsweise Diagnose erneut überprüft werden.

Häufige Fragen zu Schwellungen

Wie lange dauert eine Schwellung und wann geht sie zurück?

Das hängt von der Ursache ab. Nach einer leichteren Verletzung kann die Schwellung bereits innerhalb weniger Tage zurückgehen, nach einer Verstauchung oder stärkeren Verletzung jedoch mehrere Wochen bestehen bleiben. Wichtiger als eine genaue Anzahl von Tagen ist der Verlauf: Die Schwellung sollte allmählich abnehmen, während Beweglichkeit und Belastbarkeit zunehmen.

Was hilft gegen eine Schwellung?

Die geeigneten Maßnahmen hängen von der Ursache ab. Nach einer leichteren Verletzung helfen häufig eine Anpassung der Belastung, schrittweise Bewegung und das Hochlagern des betroffenen Bereichs. Bei bestimmten Schwellungen kann auch Kompression sinnvoll sein. Bei Ödemen durch venöse oder andere Flüssigkeitseinlagerungen ist vor allem die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache wichtig.

Wie lässt sich eine Schwellung nach Stoß oder Verstauchung verringern?

In den ersten Tagen sollten Aktivitäten reduziert werden, die Schmerzen und Schwellung verstärken. Eine vollständige Ruhigstellung ist jedoch meist nicht notwendig. Bewegung und Belastung können anschließend schrittweise gesteigert werden. Bei einer Sprunggelenksverstauchung sind auch Stabilität und Belastbarkeit wichtig. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Verstauchung des Sprunggelenks.

Ist eine Schwellung nach einer Verletzung normal?

Ja. Eine gewisse Schwellung nach einem Stoß, einer Verstauchung oder einer anderen Verletzung gehört häufig zur frühen Reaktion des Gewebes. Die Größe der Schwellung allein sagt jedoch nicht zuverlässig aus, wie schwer die Verletzung ist. Schmerzen, Beweglichkeit, Stabilität, Belastbarkeit und der weitere Verlauf sind ebenfalls wichtig.

Sollte eine Schwellung mit Eis gekühlt werden?

Eis kann Schmerzen kurzfristig verringern. Es ist jedoch nicht gut belegt, dass routinemäßiges Kühlen die Regeneration verletzten Gewebes beschleunigt. Bei Smrekovit empfehlen wir routinemäßiges Kühlen von Verletzungen mit Eis grundsätzlich nicht. Die Gründe und Forschungsergebnisse erläutern wir ausführlicher auf unserer Seite über das Kühlen mit Eis nach Verletzungen.

Gibt es ein Hausmittel gegen Schwellungen?

Ein universelles Hausmittel gibt es nicht, da Schwellungen unterschiedliche Ursachen haben. Bei leichteren Verletzungen sind eine angepasste Belastung, geeignete Bewegung und Hochlagern häufig sinnvoll. Wird die Schwellung durch ein Ödem, eine Erkrankung oder einen gestörten venösen beziehungsweise lymphatischen Abfluss verursacht, können lokale Hausmittel die Ursache nicht beseitigen.

Ist eine Creme oder Salbe bei Schwellungen sinnvoll?

Das hängt von der Art der Schwellung ab. Bei Verletzungen und Gelenkbeschwerden wird Smrekovit in unserem praktischen Ansatz lokal angewendet, meist Smrekovit 365 Prima zusammen mit der Smrekovit Kontakt Auflage. Bei Beinschwellungen aufgrund venöser Insuffizienz oder eines anderen Ödems kann ein lokales Produkt die Ursache der Flüssigkeitseinlagerung nicht beseitigen.

Wann sollte eine Schwellung ärztlich abgeklärt werden?

Eine ärztliche Abklärung ist besonders wichtig bei plötzlich auftretenden Schwellungen ohne erkennbare Ursache, rascher Zunahme, plötzlicher Schwellung nur eines Beines, stark geröteter und heißer Haut, Fieber oder wenn eine verletzte Extremität nicht normal belastet werden kann. Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen mit Atemnot sowie eine Beinschwellung zusammen mit Brustschmerzen oder plötzlich auftretender Atemnot erfordern sofortige medizinische Hilfe.