Arthrose und Gelenkveränderungen im Röntgenbild
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Arthrose: Symptome, Behandlung und was hilft

Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich Knorpel, Knochen und andere Gelenkstrukturen allmählich verändern. Am häufigsten sind Knie, Hüften und Hände betroffen; mögliche Folgen sind Schmerzen, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit. Erfahren Sie, was helfen kann, wie Arthrose behandelt wird und was ein Befund wie eine Gelenkspaltverschmälerung bedeutet.

Was hilft bei Arthrose?

Bei Arthrose gibt es keine einzelne Maßnahme, die für alle geeignet ist. Den größten Nutzen bringt in der Regel eine Kombination aus regelmäßiger Bewegung und Muskelkräftigung, einer Anpassung der Belastung, einer Gewichtsreduktion bei erhöhtem Körpergewicht sowie bei Bedarf Medikamenten und anderen Möglichkeiten zur Linderung der Beschwerden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bewegung ist Teil der Behandlung und nichts, was vermieden werden sollte. Angepasste Übungen helfen, Beweglichkeit, Muskelkraft und Gelenkfunktion zu erhalten.
  • Das Gelenk vollständig zu entlasten ist in der Regel nicht sinnvoll. Hilfreicher ist es, Aktivitäten anzupassen und Belastungen zu reduzieren, die die Beschwerden deutlich verschlimmern, gleichzeitig aber regelmäßige Bewegung beizubehalten.
  • Bei erhöhtem Körpergewicht kann eine Gewichtsreduktion helfen. Dies ist besonders bei Arthrose des Knie- und Hüftgelenks wichtig, da diese Gelenke das Körpergewicht tragen.
  • Zur Schmerzlinderung können auch Medikamente eingesetzt werden. Bei Kniearthrose spielen insbesondere lokal angewendete nichtsteroidale Antirheumatika eine wichtige Rolle; bei anderen Medikamenten sollten Nutzen, Risiken und der Gesundheitszustand der jeweiligen Person berücksichtigt werden.
  • Bei deutlich fortgeschrittenen Beschwerden gibt es weitere Möglichkeiten. Wenn Schmerzen und Funktionsverlust die Lebensqualität trotz nichtoperativer Behandlung stark beeinträchtigen, kann eine fachärztliche Beurteilung sinnvoll sein und bei manchen Betroffenen auch ein Gelenkersatz infrage kommen.

Wichtig ist außerdem, dass das Ausmaß der Veränderungen im Röntgenbild nicht immer dem Ausmaß der Schmerzen entspricht. Manche Menschen haben ausgeprägte Veränderungen und vergleichsweise wenige Beschwerden, während andere trotz weniger auffälliger bildgebender Veränderungen deutliche Symptome haben. Für die Behandlungsentscheidung wird daher nicht nur das Bild des Gelenks berücksichtigt, sondern vor allem Schmerzen, Beweglichkeit und der Einfluss der Beschwerden auf den Alltag.

Was ist Arthrose und was passiert im Gelenk?

Arthrose beziehungsweise Osteoarthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich im Laufe der Zeit mehrere Gewebe des Gelenks verändern. Am bekanntesten sind die Veränderungen des Gelenkknorpels, doch Arthrose betrifft nicht nur den Knorpel – auch der darunterliegende Knochen, die Gelenkkapsel, Bänder und andere Gewebe im Gelenk können betroffen sein.

Arthrose ist nicht nur „abgenutzter Knorpel“

Der Knorpel überzieht die Gelenkflächen und ermöglicht eine reibungsarme Bewegung. Bei Arthrose verändert sich seine Struktur allmählich und er kann dünner werden; gleichzeitig verändert sich auch der Knochen unter dem Knorpel. An den Gelenkrändern können knöcherne Ausziehungen beziehungsweise Osteophyten entstehen, und die Gelenkkapsel kann zeitweise entzündlich gereizt sein.

Veränderungen im Kniegelenk bei Arthrose – geschädigter Knorpel, knöcherne Ausziehungen und Schwellung

Arthrose lässt sich daher besser als Erkrankung des gesamten Gelenks verstehen und nicht nur als einfache „Abnutzung durch Gebrauch“. Allein die Tatsache, dass ein Gelenk benutzt wird, ist kein Grund, es möglichst stark vor Bewegung zu schonen.

Warum kann Arthrose schmerzen?

Der Gelenkknorpel selbst besitzt keine Nerven, daher entstehen Schmerzen nicht einfach dadurch, dass sich der „Knorpel reibt“. Zu den Schmerzen können Veränderungen im Knochen, in der Gelenkkapsel und in anderen Geweben rund um das Gelenk, eine Überlastung einzelner Strukturen sowie eine verminderte Muskelkraft und Gelenkfunktion beitragen.

Das erklärt auch, warum Röntgenbefund und Schmerzintensität nicht immer übereinstimmen. Manche Menschen haben ausgeprägte strukturelle Veränderungen und vergleichsweise wenige Beschwerden, während andere trotz weniger auffälliger Veränderungen in der Bildgebung deutliche Symptome haben.

Schreitet Arthrose immer fort?

Arthrose ist eine langfristige Erkrankung, ihr Verlauf ist jedoch nicht bei allen gleich. Bei manchen verändern sich Befunde und Beschwerden über Jahre nur wenig, bei anderen schreiten sie schneller fort. Phasen stärkerer Beschwerden können sich außerdem mit Zeiten abwechseln, in denen das Gelenk deutlich ruhiger ist.

Bei der Beurteilung einer Arthrose ist daher nicht nur der Röntgenbefund wichtig, sondern vor allem, wie stark das Gelenk schmerzt, wie beweglich es ist und wie sehr die Beschwerden den Alltag beeinträchtigen.

Wie erkennt man Arthrose?

Arthrose entwickelt sich häufig allmählich. Besonders typisch sind Gelenkschmerzen bei Belastung und Steifheit nach Ruhephasen, wobei die Beschwerden von Person zu Person stark variieren können. Manche Menschen haben ausgeprägte Veränderungen im Gelenk und nur wenige Beschwerden, andere dagegen deutliche Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit.

Typische Symptome der Arthrose

  • Schmerzen bei Belastung des Gelenks, zum Beispiel beim Gehen, Treppensteigen, Aufstehen oder Greifen,
  • Steifheit nach Ruhephasen, insbesondere morgens oder nach längerem Sitzen,
  • eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Gelenks,
  • Druckempfindlichkeit oder Schwellung rund um das Gelenk,
  • Knacken, Knirschen oder ein Reibungsgefühl bei Bewegung,
  • bei manchen Gelenken auch Formveränderungen oder knöcherne Verdickungen.

Für eine typische Arthrose ist charakteristisch, dass die Schmerzen mit der Nutzung des Gelenks zusammenhängen. Die Morgensteifigkeit ist in der Regel kürzer; bei der klinischen Diagnose einer Arthrose gilt eine Morgensteifigkeit von höchstens etwa 30 Minuten als typisches Muster.

Verursacht Arthrose immer Schmerzen?

Nein. Strukturelle Veränderungen einer Arthrose können auch ohne ausgeprägte Beschwerden vorhanden sein. Außerdem können sich die Symptome im Laufe der Zeit verändern – Phasen mit Schmerzen und Steifheit können sich mit Zeiten abwechseln, in denen das Gelenk deutlich ruhiger ist.

Kommt der Schmerz wirklich aus dem Gelenk?

Schmerzen in der Umgebung eines Gelenks bedeuten nicht automatisch Arthrose. Am Knie können Schmerzen zum Beispiel auch von Muskeln, Sehnen, Bändern, Schleimbeuteln oder anderen Strukturen oberhalb oder unterhalb des Gelenks ausgehen.

Deshalb ist es hilfreich, zunächst festzustellen, ob der Schmerz tatsächlich im Gelenk selbst oder eher etwas daneben am stärksten ist. Dies ist besonders wichtig, wenn die Arthrosediagnose noch nicht bestätigt wurde oder sich die Art der Schmerzen plötzlich verändert.

Arthrose oder Arthritis – was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, sind aber nicht ganz dasselbe. Arthrose beziehungsweise Osteoarthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung mit degenerativen und strukturellen Veränderungen. Arthritis bedeutet hingegen eine Entzündung des Gelenks und kann durch verschiedene Erkrankungen entstehen, zum Beispiel rheumatoide Arthritis, Gicht oder eine Infektion.

Auch bei Arthrose können entzündliche Prozesse auftreten, sodass das Gelenk zeitweise stärker schmerzt, anschwillt oder wärmer wird. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine andere Form der Arthritis vorliegt.

Wenn ein Gelenk plötzlich deutlich anschwillt, heiß und sehr schmerzhaft wird, insbesondere wenn zusätzlich Fieber oder allgemeines Unwohlsein auftreten, sollte dies nicht einfach der Arthrose zugeschrieben werden und eine ärztliche Abklärung ist erforderlich.

Was bedeutet eine Gelenkspaltverschmälerung im Knie oder in der Hüfte?

Der Begriff Gelenkspaltverschmälerung findet sich häufig in Röntgenbefunden des Knies oder der Hüfte. Er bedeutet nicht, dass sich das Gelenk im wörtlichen Sinn „geschlossen“ hat, sondern beschreibt einen geringeren Abstand zwischen den Knochenflächen im Röntgenbild.

Was ist der Gelenkspalt?

Der Gelenkknorpel ist auf einer normalen Röntgenaufnahme nicht direkt sichtbar. Zwischen den Knochen erscheint daher ein heller beziehungsweise leerer Raum, der als Gelenkspalt bezeichnet wird. Seine Breite spiegelt indirekt den Zustand des Gelenkknorpels und anderer Strukturen im Gelenk wider.

Wenn sich bei Arthrose der Knorpel und andere Gelenkgewebe verändern, kann dieser Raum im Röntgenbild schmaler erscheinen. Eine Gelenkspaltverschmälerung ist daher eines der typischen radiologischen Zeichen einer Arthrose, zusammen mit knöchernen Ausziehungen und anderen Veränderungen des Knochens.

Gelenkspaltverschmälerung bei Kniearthrose im Röntgenbild
Röntgenaufnahme einer Kniearthrose mit Gelenkspaltverschmälerung. James Heilman, MD · CC BY-SA 3.0 · angepasst

Was bedeutet eine Gelenkspaltverschmälerung im Knie?

Im Knie ist die Verschmälerung häufig nicht gleichmäßig über das gesamte Gelenk verteilt. Im Befund kann zum Beispiel eine ausgeprägtere Verschmälerung an der Innen- oder Außenseite des Knies oder im Gelenkabschnitt zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen beschrieben werden.

Ein solcher Befund hilft dabei zu beschreiben, wo die strukturellen Veränderungen am stärksten ausgeprägt sind. Für sich allein sagt er jedoch noch nicht aus, wie stark das Knie schmerzen wird oder wie sehr das Gehen eingeschränkt ist.

Was bedeutet eine Gelenkspaltverschmälerung in der Hüfte?

Ähnliches gilt für die Hüfte. Eine Gelenkspaltverschmälerung kann auf Veränderungen hinweisen, die für eine Hüftarthrose typisch sind. Der Röntgenbefund sollte jedoch immer zusammen mit Symptomen wie Schmerzen in der Leiste oder Hüfte, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit beurteilt werden.

Bedeutet eine Gelenkspaltverschmälerung eine schwere Arthrose?

Nicht unbedingt. Das Ausmaß der Verschmälerung ist eines der Merkmale, anhand derer strukturelle Veränderungen im Gelenk beurteilt werden. Röntgenbefund und Beschwerdeintensität sind jedoch nicht immer proportional. Eine Person kann deutlich ausgeprägte Veränderungen und vergleichsweise wenig Schmerzen haben oder umgekehrt erhebliche Beschwerden trotz weniger ausgeprägter Veränderungen.

Über die Behandlung wird daher nicht allein aufgrund des Begriffs „Gelenkspaltverschmälerung“ entschieden, sondern anhand des gesamten klinischen Bildes – Schmerzen, Beweglichkeit, Gelenkfunktion und Einfluss der Beschwerden auf den Alltag.

Bedeutet eine Gelenkspaltverschmälerung, dass zu wenig Gelenkflüssigkeit vorhanden ist?

Nein. Eine Gelenkspaltverschmälerung ist kein Ausdruck für einen Mangel an Gelenkflüssigkeit beziehungsweise „Gelenkschmiere“. Sie ist vor allem ein radiologisches Zeichen struktureller Veränderungen im Gelenk, insbesondere von Veränderungen des Knorpels.

Der Gelenkspalt lässt sich daher auch nicht einfach dadurch „öffnen“, dass dem Gelenk mehr Gelenkflüssigkeit zugeführt wird. Bei Arthrose ist es wichtiger, die Beschwerden und die Gelenkfunktion zu behandeln, als zu versuchen, einen einzelnen Begriff aus dem Röntgenbefund zu verändern.

Welche Gelenke sind am häufigsten betroffen?

Arthrose kann grundsätzlich in fast jedem Gelenk auftreten, verursacht jedoch am häufigsten Beschwerden in den Knien, Hüften und kleinen Gelenken der Hände. Degenerative Veränderungen sind auch an der Hals- und Lendenwirbelsäule häufig.

Kniearthrose

Das Knie gehört zu den am häufigsten betroffenen Gelenken. Die Schmerzen sind meist beim Gehen, Aufstehen, Hocken und Treppensteigen stärker ausgeprägt. Zusätzlich können Steifheit, Schwellung, Knacken und das Gefühl auftreten, dass das Knie nicht mehr so stabil ist wie früher.

Im Röntgenbild können eine Gelenkspaltverschmälerung, knöcherne Ausziehungen und andere für Arthrose typische Veränderungen beschrieben werden. Wenn die Schmerzen hauptsächlich im Knie auftreten, die Ursache aber unklar ist, lesen Sie auch den Überblick über andere häufige Ursachen von Knieschmerzen.

Hüftarthrose

Hüftarthrose verursacht häufig Schmerzen in der Leiste, die jedoch auch seitlich an der Hüfte, im Gesäß oder sogar im Oberschenkel beziehungsweise Knie wahrgenommen werden können. Typisch ist ein allmählicher Verlust der Beweglichkeit, wodurch das Anziehen von Socken und Schuhen, das Einsteigen ins Auto oder das Aufstehen von einem niedrigen Sitz schwieriger werden kann.

Arthrose der Finger und Hände

An den Händen betrifft Arthrose häufig die Gelenke an den Enden und in der Mitte der Finger sowie das Gelenk an der Daumenbasis. Die Finger können steifer, schmerzhaft oder verdickt werden, und im Laufe der Zeit können sich sichtbare knöcherne Verdickungen entwickeln.

Bei Handarthrose muss die Schmerzintensität im Laufe der Zeit nicht unbedingt stetig zunehmen. Strukturelle Veränderungen können sichtbar bleiben, während die Schmerzen bei manchen Menschen mit der Zeit abnehmen.

Arthrose der Wirbelsäule

Degenerative Veränderungen können auch die Gelenke der Wirbelsäule betreffen, insbesondere im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule. Sie können lokale Schmerzen und Steifheit verursachen, allerdings sind nicht alle Veränderungen in bildgebenden Untersuchungen zwangsläufig die Ursache der Beschwerden.

Wenn Schmerzen aus dem unteren Rücken ins Bein ausstrahlen und von Kribbeln oder Taubheitsgefühl begleitet werden, sollte neben Arthrose auch an eine Reizung einer Nervenwurzel beziehungsweise an Ischias gedacht werden.

Was ist mit Schulter, Sprunggelenk und anderen Gelenken?

Arthrose kann auch in Schultern, Sprunggelenken, Füßen und anderen Gelenken auftreten, diese Bereiche sind jedoch weniger typisch als Knie, Hüften und Hände. Bei Schmerzen in diesen Gelenken ist es daher besonders wichtig zu prüfen, ob tatsächlich eine Arthrose vorliegt oder ob die Beschwerden von Sehnen, Bändern, Muskeln oder anderen Strukturen rund um das Gelenk ausgehen.

Warum entsteht Arthrose?

Arthrose hat in der Regel nicht nur eine einzige Ursache. Sie entsteht durch das Zusammenspiel von Alter, erblichen Merkmalen, früheren Verletzungen, Gelenkstruktur, Körpergewicht und langfristigen mechanischen Belastungen. Bei einzelnen Personen können manche Faktoren deutlich wichtiger sein als andere.

Das Alter erhöht das Risiko, ist aber nicht die einzige Ursache

Arthrose tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf, ist jedoch keine unvermeidbare Folge des Alterns. Im Laufe der Zeit verändern sich die Anpassungsfähigkeit der Gelenkgewebe an Belastungen sowie die Eigenschaften von Knorpel, Knochen und anderen Strukturen im Gelenk, wodurch das Gelenk anfälliger für die Entwicklung einer Arthrose wird.

Manche Menschen haben auch im hohen Alter nur wenige Beschwerden, während sich bei anderen eine Arthrose deutlich früher entwickelt. Das Alter allein kann daher nicht als Erklärung für jeden Gelenkschmerz gelten.

Frühere Gelenkverletzungen

Verletzungen können das Risiko für eine spätere Arthrose deutlich erhöhen. Am Knie gehören dazu zum Beispiel Verletzungen des Meniskus oder der Kreuzbänder, insbesondere wenn sich dadurch die Stabilität und die Verteilung der Belastung im Gelenk verändern.

Eine posttraumatische Arthrose kann sich erst viele Jahre nach der ursprünglichen Verletzung entwickeln, sodass der Zusammenhang nicht immer sofort offensichtlich ist.

Körpergewicht und Gelenkbelastung

Ein erhöhtes Körpergewicht ist insbesondere bei Kniearthrose ein wichtiger Risikofaktor. Die stärkere Belastung des Gelenks bei jedem Schritt ist ein Teil der Erklärung, wahrscheinlich spielen jedoch nicht nur mechanische Faktoren eine Rolle – auch mit Adipositas verbundene Stoffwechsel- und Entzündungsprozesse können die Gelenkgewebe beeinflussen.

Gelenkstruktur und -stellung

Auch angeborene oder erworbene anatomische Besonderheiten, durch die sich die Belastung im Gelenk ungleichmäßig verteilt, können die Entstehung einer Arthrose beeinflussen. Beispiele sind bestimmte Entwicklungsveränderungen der Hüfte oder ausgeprägtere Achsabweichungen des Knies.

Vererbung

Auch genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Eine Neigung zu Arthrose kann familiär gehäuft auftreten, insbesondere bei manchen Formen der Handarthrose. Eine erbliche Veranlagung bedeutet jedoch nicht, dass die Erkrankung zwangsläufig entsteht.

Langfristige wiederholte Belastungen

Das Risiko kann bei Tätigkeiten erhöht sein, bei denen dasselbe Gelenk über viele Jahre sehr hohen und wiederholten Belastungen ausgesetzt ist. Dies gilt insbesondere für einige körperlich anstrengende Berufe und für Sportler nach wiederholten Verletzungen.

Verschleißt Bewegung die Gelenke?

Normale Bewegung und angemessen dosierte körperliche Aktivität bedeuten nicht, dass ein Gelenk dadurch „aufgebraucht“ wird. Im Gegenteil: Bewegung und Muskelkräftigung sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Arthrose.

Anders ist es bei Verletzungen, ausgeprägten wiederholten Überbelastungen oder bei einem Gelenk, dessen Biomechanik bereits verändert ist. Das Ziel bei Arthrose besteht daher nicht darin, das Gelenk möglichst wenig zu benutzen, sondern ein geeignetes Verhältnis zwischen Bewegung, Kraft und Belastung zu finden.

Wie wird Arthrose behandelt?

Die Behandlung der Arthrose zielt vor allem darauf ab, Schmerzen zu verringern, Beweglichkeit und Muskelkraft zu erhalten und das Gelenk möglichst normal nutzen zu können. Arthrose wird in der Regel nicht mit einer einzelnen Maßnahme behandelt, sondern mit einer Kombination aus Bewegung, Anpassung der Belastung und bei Bedarf Medikamenten oder anderen Verfahren.

Bewegung und therapeutische Übungen

Regelmäßige, individuell angepasste Übungen gehören zu den wichtigsten Bestandteilen der Arthrosebehandlung. Besonders hilfreich sind Übungen zur Kräftigung der Muskulatur rund um das betroffene Gelenk sowie allgemeine aerobe Aktivität wie Gehen, Radfahren oder andere Bewegungsformen, die das Gelenk gut verträgt.

Zu Beginn kann Bewegung vorübergehend etwas Unbehagen verursachen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Gelenk dadurch weiter geschädigt wird. Wichtig sind eine schrittweise Steigerung der Belastung und langfristige Regelmäßigkeit.

Körpergewicht

Bei Menschen mit erhöhtem Körpergewicht kann eine Gewichtsreduktion Schmerzen verringern und die Funktion verbessern, insbesondere bei Knie- und Hüftarthrose. Bereits eine moderate Gewichtsabnahme kann hilfreich sein; ein stärkerer Abbau von Übergewicht bringt in der Regel einen größeren Effekt.

Wenn Sie ein praktisches Beispiel für eine schrittweise Gewichtsreduktion lesen möchten, finden Sie hier auch meine persönliche Erfahrung mit Gewichtsabnahme durch ein Kaloriendefizit.

Welche Medikamente werden bei Arthrose eingesetzt?

Medikamente werden vor allem zur Schmerzbehandlung eingesetzt und sollten Bewegung und andere nichtmedikamentöse Maßnahmen ergänzen, nicht ersetzen.

Bei Kniearthrose spielen lokal angewendete nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) in Form von Gelen oder Cremes eine wichtige Rolle. Sie können auch an anderen Gelenken eingesetzt werden. Wenn lokale Medikamente nicht ausreichen oder nicht geeignet sind, kann der Arzt abhängig vom Gesundheitszustand der jeweiligen Person NSAR in Tablettenform in Betracht ziehen.

Bei der Einnahme entzündungshemmender Medikamente müssen Risiken für Magen, Nieren, Herz und Gefäße sowie mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten berücksichtigt werden. Sie sind daher nicht für jeden geeignet.

Paracetamol wird bei Arthrose heute nicht routinemäßig als langfristige Lösung empfohlen. Auch eine langfristige Anwendung von Opioiden wird in der Regel nicht empfohlen. Die Schmerztherapie sollte daher individuell angepasst werden.

Helfen Injektionen ins Gelenk?

Wenn andere Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder ungeeignet sind, kann der Arzt bei manchen Patienten eine Kortikosteroid-Injektion in das Gelenk erwägen. Eine solche Injektion kann die Schmerzen vorübergehend verringern, ihre Wirkung ist jedoch in der Regel nicht langfristig.

Hyaluronsäure-Injektionen werden in manchen Bereichen eingesetzt, die aktuellen NICE-Leitlinien empfehlen sie für die routinemäßige Behandlung der Arthrose jedoch nicht, da die Evidenz für einen Nutzen nicht zuverlässig ist.

Physiotherapie und Hilfsmittel

Ein Physiotherapeut kann dabei helfen, geeignete Übungen auszuwählen sowie Kraft, Beweglichkeit und die Belastung des Gelenks zu verbessern. Bei Hüft- oder Kniearthrose kann manuelle Therapie ergänzend zur therapeutischen Bewegung eingesetzt werden, jedoch nicht als deren Ersatz.

Bei Gehproblemen können manchen Menschen auch Hilfsmittel wie ein Gehstock helfen. Bandagen, Einlagen und andere Hilfsmittel sind nicht bei jedem Patienten erforderlich und sollten entsprechend der konkreten funktionellen Einschränkung ausgewählt werden.

Wann kommt eine Operation infrage?

Ein Gelenkersatz oder eine andere operative Behandlung wird vor allem dann erwogen, wenn Schmerzen, Steifheit und Funktionsverlust die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen und eine nichtoperative Behandlung nicht ausreichend hilft oder nicht geeignet ist.

Am häufigsten werden Hüft- und Kniegelenke durch künstliche Gelenke ersetzt. Die Entscheidung für eine Operation richtet sich vor allem nach den Beschwerden und dem Einfluss der Arthrose auf den Alltag, nicht nur nach dem Aussehen des Röntgenbildes.

Kann Arthrose aufgehalten werden und kann sich Knorpel regenerieren?

Arthrose ist eine langfristige Gelenkerkrankung. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich der Zustand bei jedem Menschen ständig verschlechtern muss. Die Beschwerden können im Laufe der Zeit schwanken, und bei manchen Menschen lassen sich Schmerzen und Gelenkfunktion mit einem geeigneten Vorgehen deutlich verbessern.

Schreitet Arthrose immer fort?

Nicht unbedingt. Strukturelle Veränderungen im Gelenk können sich über Jahre sehr langsam entwickeln, während die Beschwerden häufig nicht direkt dem Röntgenbild entsprechen. Manche Menschen haben über viele Jahre ähnliche Veränderungen und relativ stabile Beschwerden, bei anderen verändert sich der Zustand schneller.

Das Ziel der Behandlung besteht daher nicht nur darin, den „Verschleiß aufzuhalten“, sondern vor allem darin, Schmerzen zu verringern sowie Muskelkraft, Beweglichkeit und die Fähigkeit zur normalen Nutzung des Gelenks zu erhalten.

Kann sich abgenutzter Gelenkknorpel regenerieren?

Gelenkknorpel besitzt nur eine begrenzte Regenerationsfähigkeit. Bei bereits bestehender Arthrose gibt es derzeit keine routinemäßige Behandlung, kein Medikament und kein Nahrungsergänzungsmittel, für das nachgewiesen wäre, dass es verlorenen Knorpel wieder aufbauen und dadurch die Erkrankung beseitigen kann.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich der Zustand eines Menschen nicht verbessern kann. Schmerzen, Steifheit und Gelenkfunktion können sich auch dann verbessern, wenn das Gelenk im Röntgenbild nicht wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehrt.

Was ist mit Glucosamin, Kollagen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln für den Knorpel?

Für verschiedene Nahrungsergänzungsmittel wird häufig mit dem Begriff „Knorpelregeneration“ geworben. Solche Aussagen sollten jedoch mit Vorsicht betrachtet werden. Die Evidenz zum Einfluss einzelner Präparate auf die Beschwerden ist unterschiedlich, und es gibt keine verlässlichen Belege dafür, dass bereits verlorener Gelenkknorpel dadurch wiederhergestellt werden kann.

Nahrungsergänzungsmittel sollten daher nicht als Ersatz für Maßnahmen mit besser belegtem Nutzen betrachtet werden, wie angepasste Bewegung, Muskelkräftigung, Gewichtsmanagement und eine geeignete Schmerzbehandlung.

Was können wir bei Arthrose tatsächlich beeinflussen?

Alter, genetische Veranlagung oder bereits entstandene strukturelle Veränderungen lassen sich nicht direkt beeinflussen. Beeinflussbar sind jedoch Muskelkraft, Beweglichkeit, Körpergewicht, die Art der Gelenkbelastung, körperliche Fitness und der Umgang mit Schmerzen.

Deshalb ist bei Arthrose oft die Frage „Wie kann ich das Gelenk besser nutzen und meine Beschwerden verringern?“ hilfreicher als die Suche nach einer Möglichkeit, das Röntgenbild des Gelenks wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.

Smrekovit bei Arthrose – praktischer Ansatz

Bei Arthrose verwenden wir Smrekovit nicht mit dem Ziel, den Knorpel „wieder aufzubauen“ oder das Röntgenbild des Gelenks zu verändern. In unserem praktischen Ansatz konzentrieren wir uns vor allem auf das Gelenk, das aktuell Beschwerden verursacht – zum Beispiel Schmerzen, Steifheit, Schwellung oder eingeschränkte Beweglichkeit.

Prüfen Sie zunächst, ob der Schmerz tatsächlich aus dem Gelenk kommt

Dies ist eine der wichtigsten Fragen in unserer Beratung. Wenn jemand angibt, dass das Knie schmerzt, versuchen wir zunächst zu klären, ob der Schmerz aus dem Gelenk selbst oder eher aus Muskeln, Sehnen, Bändern beziehungsweise anderen Strukturen ober- oder unterhalb des Gelenks stammt.

Bei bestätigter Arthrose beziehungsweise einem typischen gelenkbezogenen Beschwerdemuster unterscheidet sich die Anwendung von derjenigen bei einer akuten Verletzung von Muskeln, Sehnen oder Bändern.

Smrekovit 365 Prima und die Kontakt-Kompresse

Bei unserem praktischen Vorgehen bei Arthrose verwenden wir am häufigsten Smrekovit 365 Prima zusammen mit der Smrekovit Kontakt-Kompresse. Die Creme wird lokal auf den Bereich des betroffenen Gelenks beziehungsweise auf die Kontakt-Kompresse aufgetragen, die einen längeren Kontakt des Produkts mit der Haut ermöglicht.

Bei Bedarf kann der grundlegende Ansatz auch durch Smrekovit 365 Alter ergänzt werden. Nach unserer Erfahrung bilden bei Gelenkbeschwerden jedoch in der Regel 365 Prima und die Kontakt-Kompresse die Grundlage.

Was ist, wenn die Kompresse nicht verwendet werden kann?

Wenn die Kontakt-Kompresse nicht verwendet werden kann, ist eine regelmäßige mehrmalige Anwendung der Creme eine praktische Alternative. Verwendet werden können Smrekovit 365 Prima oder Smrekovit 365 Ekstra; Letzteres enthält Menthol und Kampfer und vermittelt ein kühlendes Gefühl.

Smrekovit 365 Ekstra wird ohne Kontakt-Kompresse angewendet. Auch Smrekovit Klasik kann verwendet werden, ist aufgrund seiner fettreicheren Grundlage für häufiges Auftragen auf Gelenke jedoch für viele weniger praktisch.

Lokale Anwendung der Creme auf Fingergelenke bei Arthrose

Wann bemerken Anwender gewöhnlich einen ersten Unterschied?

Nach unseren praktischen Erfahrungen bemerken Anwender bei konsequenter Anwendung häufig nach etwa einer Woche einen ersten Unterschied. Am häufigsten berichten sie über weniger Schmerzen, eine geringere Schwellung oder eine bessere Beweglichkeit des Gelenks.

Dies ist weder ein garantierter Zeitraum noch ein zu erwartendes Ergebnis bei jedem Anwender. Die Reaktion hängt vom betroffenen Gelenk, dem Ausmaß der Beschwerden, einer begleitenden Entzündung, dem Alter und der Art der Anwendung ab.

Was ist, wenn mehrere Gelenke gleichzeitig schmerzen?

Wenn mehrere Gelenke betroffen sind, besteht eine praktische Möglichkeit darin, die Kontakt-Kompresse am Gelenk mit den stärksten Beschwerden zu verwenden und die anderen Gelenke regelmäßig einzucremen. Wenn sich das am stärksten betroffene Gelenk beruhigt, kann die Kompresse an ein anderes Gelenk versetzt werden.

Am Knie ist diese Anwendung aufgrund der Größe und guten Zugänglichkeit des Gelenks meist besonders einfach. Auch in unserer langjährigen Beratung ist das Knie das Gelenk, wegen dessen Anwender am häufigsten Hilfe suchen.

Wie sieht es mit der langfristigen Anwendung aus?

Da Arthrose eine chronische Erkrankung ist, sollte die lokale Anwendung nicht als einmalige „Kur“ dargestellt werden, die die Erkrankung selbst beseitigt. Manche Anwender verwenden Smrekovit regelmäßig, andere vor allem in Phasen, in denen die Beschwerden stärker auftreten.

Ausführlichere Hinweise zur Anwendung, zum Einsatz der Kontakt-Kompresse an einzelnen Gelenken und praktische Empfehlungen haben wir in einer separaten Anleitung zusammengestellt.

Praktische Anwendungshinweise bei Arthrose ansehen →

Schwellung bei Arthrose und Baker-Zyste

Bei Arthrose kann das Gelenk zeitweise stärker gereizt sein und anschwellen. Die Schwellung kann durch eine vermehrte Flüssigkeitsmenge im Gelenk beziehungsweise durch entzündliche Vorgänge in der Gelenkinnenhaut entstehen. Allerdings ist nicht jede Schwellung rund um das Knie allein durch Arthrose bedingt.

Was bedeutet eine Schwellung bei Arthrose?

Bei symptomatischer Arthrose können sich Phasen mit stärkeren Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Schwellung mit ruhigeren Phasen abwechseln. Eine Schwellung bedeutet daher nicht zwangsläufig, dass das Gelenk plötzlich deutlich stärker „verschlissen“ ist, sondern kann das aktuelle Geschehen im Gelenk widerspiegeln.

Wenn die Schwellung das Hauptsymptom ist, sehr ausgeprägt ist oder auch außerhalb des Gelenkbereichs auftritt, lesen Sie auch unseren ausführlicheren Ratgeber zu Schwellungen und möglichen Ursachen von Schwellungen.

Was ist eine Baker-Zyste?

Eine Baker-Zyste beziehungsweise Poplitealzyste ist eine mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Vorwölbung an der Rückseite des Knies. Bei Erwachsenen tritt sie häufig im Zusammenhang mit anderen Veränderungen im Kniegelenk auf, unter anderem bei Arthrose, Knieverletzungen, rheumatoider Arthritis oder Gicht.

Die Zyste kann klein und kaum bemerkbar sein, sie kann aber auch ein Druck- oder Spannungsgefühl in der Kniekehle, Schmerzen und eine erschwerte Beugung des Knies verursachen.

Wie hängen Baker-Zyste und Arthrose zusammen?

Wenn das Kniegelenk vermehrt Gelenkflüssigkeit produziert, kann sich ein Teil dieser Flüssigkeit nach hinten zur Kniekehle vorwölben und eine Baker-Zyste bilden. Deshalb ist es bei Erwachsenen häufig wichtiger, das Geschehen im Kniegelenk selbst zu verstehen und zu behandeln, als die Zyste als völlig eigenständiges Problem zu betrachten.

Auch in unserer praktischen Beratung betrachten wir die Baker-Zyste vor allem im Zusammenhang mit dem Zustand des Kniegelenks. Nach Beobachtungen von Anwendern kann sich bei einer Beruhigung der Gelenkbeschwerden auch das Spannungsgefühl beziehungsweise die Größe der Zyste verringern, der Verlauf ist jedoch nicht bei allen gleich.

Wann ist eine Untersuchung erforderlich?

Eine neu aufgetretene Verhärtung beziehungsweise Schwellung in der Kniekehle sollte medizinisch abgeklärt werden, insbesondere wenn die Diagnose einer Baker-Zyste noch nicht bestätigt wurde.

Wenn Schmerzen oder Schwellungen in der Wade plötzlich deutlich zunehmen oder Wärme, Rötung oder eine Veränderung der Hautfarbe auftreten, ist eine rasche medizinische Abklärung erforderlich. Eine geplatzte Baker-Zyste kann ähnliche Symptome wie eine tiefe Venenthrombose verursachen, weshalb diese Zeichen nicht einfach als gewöhnliche Folge einer Arthrose beurteilt werden sollten.

Wann ist bei einem schmerzenden Gelenk eine ärztliche Untersuchung erforderlich?

Bei bereits bekannter Arthrose können Schmerzen, Steifheit und Schwellung zeitweise zunehmen. Dennoch sollte nicht jede neue Beschwerde automatisch dem Gelenkverschleiß zugeschrieben werden. Eine Veränderung des gewohnten Beschwerdemusters kann ein Grund für eine ärztliche Abklärung sein.

Wann ist eine Untersuchung sinnvoll?

Eine ärztliche Beurteilung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Schmerzen oder Schwellungen anhalten, wiederholt auftreten oder das Gehen, den Schlaf, die Arbeit oder andere alltägliche Aktivitäten deutlich beeinträchtigen.

Weitere Gründe für eine Untersuchung sind:

  • eine rasche Verschlechterung der Beschwerden oder eine sichtbare Veränderung der Gelenkform,
  • lang anhaltende Morgensteifigkeit, insbesondere wenn sie deutlich länger als etwa 30 Minuten dauert,
  • ein neues Symptom nach einer Verletzung,
  • Schmerzen, die sich in ihrer Art von den bisherigen Arthrosebeschwerden unterscheiden.

Heißes und deutlich geschwollenes Gelenk

Ein plötzlich sehr schmerzhaftes, heißes und geschwollenes Gelenk ist nicht nur für eine gewöhnliche Verschlechterung der Arthrose typisch. Auch Gicht, eine andere Gelenkentzündung oder eine Infektion können sich ähnlich äußern.

Wenn das Gelenk heiß und geschwollen ist, insbesondere wenn zusätzlich Fieber, Schüttelfrost oder allgemeines Unwohlsein auftreten, ist eine rasche medizinische Abklärung erforderlich.

Wann ist dringende medizinische Hilfe erforderlich?

Nach einer Verletzung ist eine dringende Beurteilung insbesondere bei sehr starken Schmerzen, Unfähigkeit zur Belastung des Gelenks, offensichtlicher Fehlstellung beziehungsweise Luxation oder Gefühlsverlust im Bereich der Verletzung erforderlich.

Bei solchen Zeichen ist es nicht angemessen, ausschließlich mit Selbsthilfe oder lokalen Maßnahmen fortzufahren, solange die Ursache der Beschwerden nicht geklärt ist.

Arthrosegrade – was bedeuten leichte, mäßige und schwere Arthrose?

Arthrose kann auch nach dem Ausmaß der im Röntgenbild sichtbaren strukturellen Veränderungen beschrieben werden. Dabei werden vor allem die Verschmälerung des Gelenkspalts, knöcherne Ausziehungen beziehungsweise Osteophyten sowie Veränderungen des Knochens rund um das Gelenk beurteilt.

Wie wird der Arthrosegrad beurteilt?

Eine der am häufigsten verwendeten Einteilungen ist die Kellgren-Lawrence-Skala von 0 bis 4. Grad 0 bedeutet, dass keine charakteristischen radiologischen Zeichen einer Arthrose vorliegen, während höhere Grade zunehmend ausgeprägte strukturelle Veränderungen anzeigen.

Die folgenden Abbildungen zeigen vereinfacht, wie sich Veränderungen im Kniegelenk entwickeln können. Sie stellen keine genaue diagnostische Kellgren-Lawrence-Klassifikation einer einzelnen Röntgenaufnahme dar.

Vereinfachte Darstellung früher Veränderungen bei Kniearthrose

Frühe Veränderungen

Die Veränderungen sind noch gering. Der Gelenkspalt ist weitgehend erhalten, erste Veränderungen an den Gelenkrändern können jedoch bereits auftreten.

Vereinfachte Darstellung einer leichten Kniearthrose

Leichte Arthrose

Die strukturellen Veränderungen werden deutlicher. Es können knöcherne Ausziehungen auftreten, ebenso eine beginnende Verschmälerung des Gelenkspalts.

Vereinfachte Darstellung einer mäßigen Kniearthrose

Mäßige Arthrose

Die Verschmälerung des Gelenkspalts ist ausgeprägter, Osteophyten sind deutlicher sichtbar und es können weitere Veränderungen des Knochens rund um das Gelenk auftreten.

Vereinfachte Darstellung einer fortgeschrittenen Kniearthrose

Fortgeschrittene Arthrose

Der Gelenkspalt kann stark verschmälert sein und die knöchernen Veränderungen können deutlich ausgeprägt sein. Bei fortgeschrittener Arthrose kann sich auch die Form des Gelenks verändern.

Bedeutet ein höherer Arthrosegrad auch mehr Schmerzen?

Nicht unbedingt. Die Grade beschreiben in erster Linie die strukturellen Veränderungen des Gelenks. Die Stärke der Schmerzen, die Steifheit und die Bewegungseinschränkung entsprechen ihnen nicht immer unmittelbar.

Manche Menschen können ausgeprägte Veränderungen im Röntgenbild und dennoch relativ wenige Beschwerden haben, während andere trotz weniger ausgeprägter radiologischer Veränderungen unter erheblichen Schmerzen leiden. Die Behandlung richtet sich daher nicht allein nach dem Arthrosegrad, sondern vor allem nach den Beschwerden, der Gelenkfunktion und den Auswirkungen auf den Alltag.

Animierte Darstellung der Veränderungen bei Kniearthrose

Die folgende Animation veranschaulicht zusätzlich, wie sich Knorpel, Gelenkspalt und Knochen bei Kniearthrose im Laufe der Zeit verändern können. Das Video ist auf Englisch.

Erfahrungen von Anwendern bei Arthrose

Nachfolgend finden Sie einzelne Rückmeldungen von Smrekovit-Anwendern, die ihre Anwendung bei Arthrose beziehungsweise verschlissenen Gelenken beschrieben haben. Es handelt sich um persönliche Erfahrungen einzelner Anwender; Verlauf und Ergebnis müssen bei anderen Anwendern nicht gleich sein.

Ich verwende Smrekovit bei verschlissenen Gelenken. Ich massiere die betroffenen Stellen abends und morgens damit ein, und nach etwa einer Woche bessern sich die Beschwerden meist recht deutlich. Da ich jedoch schon älter bin, treten sie manchmal wieder auf.

Jože Kotnik, Mislinja

[22] handschriftliche Rückmeldung vom 9.12.2014, gespeichert im Smrekovit-Archiv

Ich verwende Smrekovit bei verschlissenen Kniegelenken in hrbtenici, kot posledica vrhunskega športa pred pol stoletja. Omenjene dele mažem po treningih 3x na teden po 2x na dan. Po treh mesecih mazanja s Smrekovitom so bolečine v sklepih toliko popustile, da lahko grem zopet v fitnes in prakticiram jogo, zato sem zelo zadovoljen.

Vojmir, Nova Gorica

[40] handschriftliche Rückmeldung vom 5.1.2015, gespeichert im Smrekovit-Archiv

Verschleiß der Kniegelenke: Ich habe einmal täglich ohne Kompresse aufgetragen. Es wurde sofort besser, auch wenn die Beschwerden nicht vollständig verschwanden. Wenn ich die Salbe auftrage, verschwindet der Schmerz im Knie.

Milka, Mokronog

[134] handschriftliches Feedback, eingegangen am 23.12.2014, aufbewahrt im Smrekovit-Archiv

Ich habe Arthritis in den kleinen Gelenken der Hände und Gelenkschmerzen aufgrund von Arthrose. Ich weiß, dass dies durch kein Medikament geheilt werden kann, aber ich lindere die Schmerzen mit Ihren Smrekovit-Produkten, die mir sehr helfen.

Nada, Ajdovscina

[5] handschriftliche Rückmeldung vom 9.1.2016, gespeichert im Smrekovit-Archiv

Lesen Sie mehr Erfahrungen von Anwendern hier

Häufige Fragen zur Arthrose

Was ist Arthrose?

Arthrose beziehungsweise Osteoarthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich Knorpel, Knochen und andere Gelenkgewebe im Laufe der Zeit verändern. Sie kann Schmerzen, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit verursachen, wobei das Ausmaß der im Röntgenbild sichtbaren Veränderungen nicht immer der Stärke der Beschwerden entspricht. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Was ist Arthrose und was passiert im Gelenk?.

Was hilft bei Arthrose?

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören regelmäßige angepasste Bewegung und Muskelkräftigung, eine angemessene Steuerung der Gelenkbelastung sowie eine Gewichtsreduktion bei erhöhtem Körpergewicht. Bei Bedarf können auch Medikamente und andere Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Wie wird Arthrose behandelt?.

Kann Arthrose aufgehalten werden?

Arthrose ist eine langfristige Erkrankung, sie muss sich jedoch nicht bei jedem Menschen kontinuierlich verschlechtern. Strukturelle Veränderungen können langsam fortschreiten, während sich die Beschwerden mit einem geeigneten Vorgehen auch deutlich verbessern können. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Kann Arthrose aufgehalten werden und kann sich Knorpel regenerieren?.

Kann sich abgenutzter Knorpel regenerieren?

Gelenkknorpel besitzt nur eine begrenzte Regenerationsfähigkeit. Derzeit gibt es keine routinemäßige Behandlung und kein Nahrungsergänzungsmittel, für das nachgewiesen wäre, dass bereits verlorener Gelenkknorpel wieder aufgebaut und dadurch die Arthrose beseitigt werden kann. Dennoch können sich Schmerzen, Beweglichkeit und Gelenkfunktion deutlich verbessern.

Was bedeutet eine Gelenkspaltverschmälerung?

Gelenkspaltverschmälerung ist ein Begriff aus dem Röntgenbefund und bedeutet, dass der Abstand zwischen den Knochenflächen auf dem Bild kleiner erscheint. Da Knorpel auf einer normalen Röntgenaufnahme nicht direkt sichtbar ist, gehört die Verschmälerung des Gelenkspalts zu den indirekten Zeichen struktureller Veränderungen bei Arthrose. Die Breite des Gelenkspalts allein sagt jedoch nicht zuverlässig voraus, wie stark das Gelenk schmerzen wird. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Was bedeutet eine Gelenkspaltverschmälerung im Knie oder in der Hüfte?.

Bedeutet ein höherer Arthrosegrad auch mehr Schmerzen?

Nicht unbedingt. Der radiologische Grad beschreibt vor allem die im Röntgenbild sichtbaren Veränderungen. Manche Menschen haben fortgeschrittene Veränderungen und dennoch relativ wenige Beschwerden, während andere trotz weniger ausgeprägter Veränderungen deutliche Symptome haben. Für die Behandlung sind daher vor allem Schmerzen, Beweglichkeit und Gelenkfunktion entscheidend.

Ist Bewegung bei Arthrose empfehlenswert?

Ja. Angepasste therapeutische Übungen und Muskelkräftigung sind ein wichtiger Bestandteil der Arthrosebehandlung. Das Ziel besteht nicht darin, das Gelenk möglichst wenig zu benutzen, sondern eine Belastung zu finden, die das Gelenk gut verträgt, und seine Funktion schrittweise zu erhalten beziehungsweise zu verbessern.

Welche Salbe oder Creme sollte bei Arthrose verwendet werden?

Lokal anzuwendende Produkte werden vor allem zur Unterstützung bei Beschwerden eingesetzt und nicht zum Wiederaufbau verlorenen Knorpels. Bei unserem praktischen Ansatz zur Anwendung von Smrekovit bei Arthrose verwenden wir am häufigsten Smrekovit 365 Prima zusammen mit der Smrekovit Kontakt-Kompresse. Bei Bedarf kann auch Smrekovit 365 Alter ergänzt werden, während Smrekovit 365 Ekstra ohne Kontakt-Kompresse angewendet wird. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Smrekovit bei Arthrose – praktischer Ansatz.

Wie schnell kann ich bei der Anwendung von Smrekovit einen Unterschied bemerken?

Nach unseren praktischen Erfahrungen bemerken Anwender bei konsequenter Anwendung häufig nach etwa einer Woche einen ersten Unterschied, zum Beispiel bei Schmerzen, Schwellung oder Beweglichkeit. Dies ist kein garantierter Zeitraum und die Reaktion ist nicht bei allen Anwendern gleich.

Wann ist bei Arthrose eine Untersuchung erforderlich?

Eine Untersuchung ist sinnvoll, wenn Schmerzen oder Schwellungen anhalten, sich rasch verschlechtern oder den Alltag deutlich beeinträchtigen. Besonders wichtig ist eine rasche medizinische Abklärung bei einem plötzlich sehr schmerzhaften, heißen und deutlich geschwollenen Gelenk, bei Fieber oder allgemeinem Unwohlsein beziehungsweise nach einer Verletzung, wenn das Gelenk nicht normal belastet werden kann. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Wann ist bei einem schmerzenden Gelenk eine ärztliche Untersuchung erforderlich?.