Was hilft bei Nagelpilz?
Bei Nagelpilz ist zunächst wichtig, sicherzustellen, dass tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt, denn ein verdickter, verfärbter oder geschädigter Nagel kann auch andere Ursachen haben. Die Art der Behandlung hängt dann vor allem davon ab, wie stark der Nagel betroffen ist und ob mehrere Nägel beziehungsweise die Nagelmatrix beteiligt sind.
Bei leichteren Formen werden lokale Antimykotika verwendet, die speziell für den Nagel bestimmt sind. Bei ausgedehnteren oder hartnäckigeren Infektionen kann ein Arzt eine Behandlung mit Antimykotika in Tablettenform verordnen. Gewöhnliche antimykotische Cremes, die hauptsächlich für die Haut vorgesehen sind, sind nicht dasselbe wie Arzneimittel, deren Wirkstoff die Nagelplatte durchdringen muss.
Das Wichtigste in Kürze
- Nicht jede Nagelveränderung ist eine Pilzinfektion. Verletzungen, Druck durch Schuhe und bestimmte Erkrankungen können ein ähnliches Erscheinungsbild verursachen.
- Die Behandlung des Nagels braucht Zeit. Auch bei erfolgreichem Vorgehen muss der gesunde Teil des Nagels den geschädigten Bereich nach und nach herauswachsen lassen.
- Die ersten Zeichen einer Besserung suchen wir am Nagelansatz. Ein neuer, gesund nachwachsender Nagelanteil ist aussagekräftiger als das Aussehen des alten, bereits geschädigten Bereichs.
- Regelmäßigkeit ist wichtig. Wegen des langsamen Nagelwachstums ist ein zu frühes Abbrechen ein häufiger Grund dafür, dass ein Ansatz aufgegeben wird, bevor sich das Ergebnis beurteilen lässt.
- Eine erneute Infektion sollte verhindert werden. Trockene Schuhe und Socken sowie die Desinfektion von Nagelscheren, Feilen und anderen Nagelutensilien sind sinnvoll.
Auch bei Smrekovit-Anwendern ist das Beobachten des neu nachwachsenden Nagels am Nagelansatz der wichtigste praktische Hinweis dafür, ob ein lokaler Ansatz sinnvoll erscheint. Die genaue Anwendungsweise beschreiben wir in einem separaten praktischen Abschnitt.
Inhaltsverzeichnis

Wie erkennt man Nagelpilz?
Nagelpilz beginnt häufig unauffällig, zunächst als Veränderung der Farbe oder Struktur eines Teils des Nagels. Am häufigsten sind die Zehennägel betroffen, insbesondere der große Zeh, und die Infektion schreitet meist langsam fort.
Veränderung der Nagelfarbe
Ein erstes Zeichen ist häufig eine weißliche, gelbliche oder bräunliche Verfärbung, die am Nagelrand beginnen und sich allmählich ausbreiten kann. Eine Farbveränderung allein ist jedoch noch kein Beweis für eine Pilzinfektion.
Verdickter und veränderter Nagel
Mit der Zeit kann der Nagel dicker, härter und unregelmäßig geformt werden. Unter dem Nagel kann sich verhorntes Material ansammeln, wodurch das Schneiden schwieriger wird.
Brüchiger oder bröckelnder Nagel
Der betroffene Nagelrand kann beginnen, sich zu spalten, abzubrechen oder zu bröckeln. Bei fortgeschrittenen Veränderungen kann sich der Nagel teilweise vom Nagelbett lösen.
Tut Nagelpilz weh?
In frühen Stadien verursacht er häufig keine Schmerzen. Bei stark verdickten oder deformierten Nägeln kann der Druck durch Schuhe jedoch Beschwerden oder Schmerzen verursachen.
Wichtig ist, dass das Aussehen des Nagels allein nicht immer für eine sichere Diagnose ausreicht. Nagelverletzungen, Schuppenflechte und andere Veränderungen können ähnlich aussehen. Bei unklaren oder hartnäckigen Fällen ist daher eine fachliche Bestätigung sinnvoll.
Nicht jede Nagelveränderung ist eine Pilzinfektion
Ein gelber, verdickter, brüchiger oder deformierter Nagel bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Pilzinfektion vorliegt. Ein ähnliches Erscheinungsbild kann auch durch mechanische Nagelverletzungen, lang anhaltenden Druck durch Schuhe, Schuppenflechte, altersbedingte Veränderungen und andere Ursachen entstehen.
Geschädigter oder belasteter Nagel
Ein Stoß, wiederholter Druck im Schuh oder sportliche Belastung können Verfärbungen, Verdickungen oder ein Ablösen des Nagels verursachen. Solche Veränderungen können einer Pilzinfektion optisch sehr ähnlich sein.
Schwarzer oder dunkler Fleck am Nagel
Eine dunkle Veränderung unter dem Nagel entsteht häufig durch eine Blutung nach einer Verletzung oder durch Druck, kann aber auch andere Ursachen haben. Wenn sie ohne erkennbare Verletzung auftritt, größer wird, ihre Form verändert oder nicht mit dem Nagel nach außen wächst, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll.
Ein verdickter Nagel ist nicht zwangsläufig pilzbedingt
Nägel können sich durch lang anhaltende mechanische Belastung, altersbedingte Veränderungen oder andere Nagelerkrankungen verdicken. Bei einer Pilzinfektion treten häufig gleichzeitig Verfärbungen, Brüchigkeit oder Materialansammlungen unter dem Nagel auf, doch auch diese Kombination erlaubt für sich allein keine vollkommen sichere Diagnose.
Wann ist eine Bestätigung der Diagnose sinnvoll?
Wenn die Veränderung ausgeprägt ist, lange anhält, mehrere Nägel betrifft oder eine Behandlung mit Tabletten geplant ist, sollte überprüft werden, ob tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt. Ein Arzt oder Dermatologe kann bei Bedarf eine Nagelprobe für eine mykologische Untersuchung entnehmen.
Das ist auch deshalb wichtig, weil es wenig sinnvoll ist, vermeintlichen Nagelpilz monatelang zu behandeln, wenn die Nagelveränderung eine andere Ursache hat.
Wie wird Nagelpilz behandelt?
Die Behandlung von Nagelpilz hängt vom Ausmaß der Infektion, der Anzahl der betroffenen Nägel, der Lokalisation der Infektion und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Bei leichteren Formen werden häufig lokale Antimykotika eingesetzt, bei ausgedehnteren oder hartnäckigen Fällen kann ein Arzt eine Behandlung mit Tabletten verordnen.
Lokale Behandlung
Bei leichteren Infektionen werden Präparate verwendet, die speziell zur Anwendung auf dem Nagel bestimmt sind und durch die Nagelplatte bis zum Infektionsort gelangen können. Dazu gehören vor allem antimykotische Lösungen beziehungsweise medizinische Nagellacke. Sie müssen regelmäßig und ausreichend lange angewendet werden, häufig über mehrere Monate.
Was ist mit einer Creme gegen Nagelpilz?
Beim Begriff „Creme gegen Nagelpilz“ ist es wichtig, zwischen einer Pilzinfektion der Haut und einer Infektion des Nagels selbst zu unterscheiden. Gewöhnliche antimykotische Hautcremes sind in der Regel nicht zur Behandlung einer Infektion innerhalb der Nagelplatte bestimmt, da der Wirkstoff den Nagel nur schwer durchdringt.
Wenn gleichzeitig auch Fußpilz an der Haut oder zwischen den Zehen besteht, kann die Haut separat mit einem geeigneten Antimykotikum behandelt werden. Dadurch verringert sich auch die Möglichkeit, dass die Infektion erneut auf den Nagel übertragen wird.
Behandlung mit Antimykotika in Tablettenform
Bei ausgeprägteren Infektionen, mehreren betroffenen Nägeln oder erfolgloser lokaler Behandlung kann ein Arzt eine systemische antimykotische Behandlung verordnen. Vor einer solchen Behandlung ist es besonders wichtig zu bestätigen, dass tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt, da ähnlich veränderte Nägel auch andere Ursachen haben können.
Warum dauert die Behandlung so lange?
Auch eine erfolgreiche Behandlung verändert den bereits geschädigten Teil des Nagels nicht sofort. Eine Besserung zeigt sich vor allem am Nagelansatz, wo ein neuer, gesünderer Nagelanteil zu wachsen beginnt. Der alte betroffene Teil muss anschließend nach und nach herauswachsen, weshalb das Ergebnis in Monaten und nicht in Tagen beurteilt wird.
Smrekovit bei Nagelpilz – praktische Anwendungshinweise
Bei Smrekovit-Anwendern, die uns wegen typischer pilzbedingter Nagelveränderungen kontaktieren, unterscheidet sich unser praktischer Ansatz von dem bei Hautpilz. Beim Nagel ist nicht nur das Auftragen auf die Oberfläche wichtig, sondern auch die Regelmäßigkeit, die Anwendungsstelle und ein ausreichend langer Kontakt des Produkts mit dem Nagel.
Für diese lokale Anwendung verwenden wir Smrekovit 365 Prima. Nach unseren langjährigen praktischen Erfahrungen gehören Nagelpilzveränderungen zu den besser vorhersehbaren Anwendungen von Smrekovit bei Hautproblemen, erfordern jedoch deutlich mehr Zeit und Ausdauer als pilzbedingte Veränderungen der Haut.
Wie führen wir die lokale Anwendung durch?
- Trocknen Sie den Nagel nach dem Duschen oder Waschen gründlich ab.
- Tragen Sie Smrekovit 365 Prima auf die gesamte Nageloberfläche, entlang der Nagelränder und am Nagelansatz auf.
- Kleben Sie den Nagel anschließend mit weißem medizinischem Pflaster beziehungsweise Micropore-Tape ab, damit das Produkt möglichst lange an Ort und Stelle bleibt.
- Wiederholen Sie die Anwendung einmal täglich, am besten nach dem Duschen. Eine solche Anwendung reicht in der Regel bis zum nächsten Duschen aus.
Beurteilen Sie nicht den alten Teil des Nagels
Bei dieser Anwendung erwarten wir nicht, dass der bereits veränderte, gelbliche oder verdickte Teil des Nagels innerhalb weniger Tage wieder normal aussieht. Das wichtigste praktische Zeichen, das wir beobachten, ist ein neuer, gesünder aussehender Nagelanteil am Nagelansatz.
Wenn am Nagelansatz ein gesünder aussehender neuer Nagelanteil erscheint, ist es wichtig, die Anwendung lange genug fortzusetzen, damit dieser neue Teil den betroffenen Nagelbereich nach und nach herauswachsen lässt.
Nagelschere und Feile nicht vergessen
Dies ist einer der am häufigsten übersehenen Punkte. Desinfizieren Sie Nagelscheren, Feilen, Zangen und andere Nagelutensilien regelmäßig und verwenden Sie sie nicht ohne Zwischenreinigung sowohl an gesunden als auch an veränderten Nägeln.
Dieser Abschnitt beschreibt unsere praktische Methode der lokalen Anwendung von Smrekovit Produkten. Wenn die Diagnose unklar ist, der Nagel stark betroffen ist oder eine medikamentöse Behandlung vorgesehen ist, ist auch eine fachliche Bestätigung der Ursache der Nagelveränderung sinnvoll.

Wie lange hält der Nagelpilz an?
Bei Nagelpilz ist zwischen der Zeit zu unterscheiden, die erforderlich ist, um die Infektion unter Kontrolle zu bringen, und der Zeit, die der Nagel benötigt, um wieder ein normales Aussehen zu erhalten. Auch bei erfolgreichem Vorgehen verschwindet der bereits geschädigte Teil des Nagels nicht – er muss nach und nach durch neu nachwachsenden Nagel ersetzt werden.
Bei Zehennägeln sprechen wir daher von Monaten. Besonders der große Zehennagel wächst langsam und kann etwa ein Jahr oder sogar länger benötigen, bis er sich vollständig erneuert hat. Bei manchen Menschen kann das vollständige Nachwachsen des Nagels auch 12–18 Monate dauern.
Wo zeigt sich die Besserung zuerst?
Beurteilen Sie den Fortschritt nicht an der Nagelspitze beziehungsweise am alten, bereits veränderten Teil des Nagels. Am wichtigsten ist der Nagelansatz. Wenn dort ein neuer, gesünder aussehender Nagelanteil zu wachsen beginnt, verschiebt sich die Grenze zwischen dem neuen und dem alten Teil mit der Zeit in Richtung Nagelspitze.
Genau dies ist auch das wichtigste praktische Kriterium, das wir bei der Begleitung von Smrekovit-Anwendern verwenden. Wenn am Nagelansatz gesünder aussehender neuer Nagel erscheint, ist es wichtig, die regelmäßige Anwendung so lange fortzusetzen, bis der neue Teil den betroffenen Nagelbereich nach und nach herauswachsen lässt.
Warum geben viele Menschen zu früh auf?
Da sich der alte Teil des Nagels in den ersten Wochen optisch kaum verändert, kann es so wirken, als würde nichts geschehen. Beim Nagel ist jedoch die Entwicklung des neu nachwachsenden Teils wichtiger als eine schnelle Veränderung des gesamten Erscheinungsbildes.
Wenn sich auch nach längerer korrekter Anwendung keinerlei Zeichen eines gesünderen Nachwachsens am Nagelansatz zeigen oder sich die Veränderung weiter ausbreitet, ist es sinnvoll, die Diagnose und den gewählten Ansatz erneut zu überprüfen.
Warum kehrt Nagelpilz häufig zurück und wie lässt sich das Risiko verringern?
Nagelpilz kann auch nach einer erfolgreichen Behandlung erneut auftreten. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der vorherige Ansatz nicht wirksam war; häufig bleiben Bedingungen bestehen, die eine erneute Infektion begünstigen – insbesondere Feuchtigkeit, Fußpilz, kontaminiertes Schuhwerk oder Nagelutensilien.
Achten Sie auch auf die Haut zwischen den Zehen
Eine Pilzinfektion der Fußhaut kann gleichzeitig mit Nagelpilz auftreten und eine Quelle für eine erneute Infektion darstellen. Wenn zwischen den Zehen Schuppung, Juckreiz, Risse oder andere typische Veränderungen vorhanden sind, ist es sinnvoll, auch die Haut und nicht nur den Nagel zu behandeln.
Feuchtigkeit im Schuhwerk reduzieren
Pilze gedeihen in einer warmen und feuchten Umgebung. Wechseln Sie die Socken regelmäßig, trocknen Sie die Füße nach dem Waschen gründlich ab, besonders zwischen den Zehen, und lassen Sie das Schuhwerk zwischen den Anwendungen vollständig trocknen. Wenn möglich, wechseln Sie die Schuhe ab und vermeiden Sie es, feuchtes Schuhwerk über längere Zeit zu tragen.
Nagelutensilien trennen und desinfizieren
Nagelscheren, Zangen und Feilen können mit einem veränderten Nagel in Kontakt kommen und Pilze anschließend auf andere Nägel übertragen. Reinigen und desinfizieren Sie sie nach der Verwendung und teilen Sie sie nicht mit anderen Personen.
Schwimmbäder, Gemeinschaftsduschen und Umkleideräume
In gemeinsam genutzten feuchten Bereichen ist es sinnvoll, eigene Badeschuhe zu tragen. Trocknen Sie die Füße nach dem Besuch eines Schwimmbads, einer Sauna oder einer Gemeinschaftsdusche gründlich ab, da kleine Hautverletzungen und lang anhaltende Feuchtigkeit eine Infektion begünstigen können.
Schützen Sie den Nagel vor wiederholten Verletzungen
Zu enges Schuhwerk und wiederholter Druck auf den Nagel können die Nagelplatte und das umliegende Gewebe schädigen. Eine passende Schuhgröße und das richtige Schneiden der Nägel sind daher nicht nur für den Komfort wichtig, sondern auch für die Erhaltung gesunder Nägel.
Bei wiederkehrenden Beschwerden ist es sinnvoll, über den Nagel selbst hinauszudenken: Zu einem erfolgreichen Vorgehen gehören auch die Fußhaut, das Schuhwerk, die Socken und die Utensilien, die mit den Nägeln in Kontakt kommen.
Wann ist bei Nagelpilz eine Untersuchung sinnvoll?
Bei einer leichten Veränderung eines einzelnen Nagels ist eine Untersuchung nicht immer sofort erforderlich. Eine fachliche Abklärung ist jedoch sinnvoll, wenn die Diagnose unklar ist, sich die Veränderung ausbreitet oder der gewählte Ansatz keine Besserung bringt.
Wenn sich der Zustand nicht bessert oder weiter ausbreitet
Eine Untersuchung ist sinnvoll, wenn mehrere Nägel betroffen sind, wenn sich die Veränderung trotz korrekter und ausreichend langer lokaler Anwendung weiter ausbreitet oder wenn am Nagelansatz kein neuer, gesünder aussehender Nagelanteil zu erkennen ist.
Schmerzen, Schwellung oder Entzündung um den Nagel
Wenn der Nagel oder die umliegende Haut deutlich schmerzhaft, gerötet oder geschwollen wird oder Sekret austritt, ist eine Untersuchung erforderlich. Solche Zeichen können auch auf eine zusätzliche bakterielle Infektion oder ein anderes Problem hinweisen, das nicht nur durch eine pilzbedingte Nagelveränderung verursacht wird.
Diabetes oder schlechte Durchblutung
Bei Diabetes, schlechter Durchblutung der Füße oder einem geschwächten Immunsystem ist bei Nagelveränderungen besondere Vorsicht geboten. Probleme an den Füßen können sich in diesen Fällen schneller verschlimmern, weshalb eine frühere fachliche Abklärung sinnvoll ist.
Vor einer Behandlung mit Antimykotika in Tablettenform
Wenn eine systemische Behandlung vorgesehen ist, sollte zunächst bestätigt werden, dass tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt. Ein Dermatologe oder Arzt kann bei Bedarf eine Nagelprobe entnehmen, da ein ähnliches Erscheinungsbild auch durch Verletzungen, Schuppenflechte und andere Erkrankungen verursacht werden kann.
Ungewöhnliche dunkle Nagelveränderung
Ein dunkler Fleck oder Streifen, der keinen klaren Zusammenhang mit einer Verletzung hat, sich verändert, ausbreitet oder nicht mit dem Nagel nach außen wächst, ist ebenfalls ein Grund für eine Untersuchung. Solche Veränderungen sind kein typisches Zeichen einer gewöhnlichen Nagelpilzinfektion.
Ein langwieriger Verlauf ist bei Nagelpilz üblich. Das bedeutet jedoch nicht, dass es sinnvoll ist, monatelang an einer falschen Diagnose festzuhalten. Wenn Aussehen oder Verlauf untypisch sind, sollte die Ursache überprüft werden.
Was verursacht Nagelpilz?
Nagelpilz beziehungsweise Onychomykose kann durch verschiedene Gruppen von Pilzen verursacht werden. Am häufigsten sind Dermatophyten, insbesondere Arten der Gattung Trichophyton. Ein kleinerer Teil der Infektionen wird durch Schimmelpilze verursacht, während Hefepilze bei Zehennägeln seltener vorkommen.
Dieser Unterschied ist nicht nur ein fachliches Detail. Verschiedene Erreger können unterschiedlich auf eine Behandlung reagieren, weshalb es bei hartnäckigen oder atypischen Veränderungen hilfreich sein kann zu wissen, welcher Pilz tatsächlich vorliegt.
Dermatophyten
Dermatophyten verursachen den Großteil der Nagelpilzinfektionen. Zu den häufigsten Erregern gehört Trichophyton rubrum, der auch die Haut der Füße befallen und sich von dort auf den Nagel ausbreiten kann.
Schimmel- und Hefepilze
Nagelpilz kann auch durch bestimmte Schimmel- und Hefepilze verursacht werden. Bei Schimmelpilzen kann die Diagnose schwieriger sein, da sie in einer Laborkultur auch als Verunreinigung der Probe auftreten können und nicht zwangsläufig die tatsächliche Ursache der Nagelveränderung sind.
Die Kenntnis des Erregers ist auch für das Verständnis von Untersuchungen zu Fichtenharz wichtig, da die Ergebnisse nicht bei allen Pilzgruppen gleich waren.
Ist Nagelpilz eine Folge von „Candida im Körper“?
Bei alternativen Diagnosemethoden, insbesondere der Bioresonanz, wird manchmal behauptet, verschiedene Beschwerden seien die Folge eines übermäßigen Vorkommens von Candida im Körper und Nagelpilz sei eines der Anzeichen dafür. Diese Erklärung ist zu stark vereinfacht und entspricht nicht der medizinischen Diagnostik von Nagelpilz.
Hefepilze der Gattung Candida können zwar tatsächlich eine Pilzinfektion des Nagels verursachen, weshalb Candida nicht vollständig ausgeschlossen werden sollte. Sie machen jedoch nur einen kleineren Anteil der Erreger einer Onychomykose aus. Mit Abstand am häufigsten sind Dermatophyten, insbesondere Arten der Gattung Trichophyton.
Aus dem Aussehen eines Nagels lässt sich daher nicht schließen, dass eine Person „Candida im Körper“ hat. Auch eine Bioresonanzmessung ist kein etabliertes diagnostisches Verfahren zur Bestimmung des Erregers einer Nagelpilzinfektion.
Wenn festgestellt werden soll, ob eine Nagelveränderung tatsächlich pilzbedingt ist und welcher Pilz sie verursacht, wird eine Probe des betroffenen Nagels beziehungsweise des Materials darunter im Labor untersucht, beispielsweise mittels Mikroskopie, Kultur oder einer anderen geeigneten mikrobiologischen Methode.
Bei hartnäckigen oder unklaren Veränderungen ist es daher wesentlich sinnvoller, den Erreger durch eine geeignete Untersuchung zu bestätigen, als aufgrund eines Bioresonanztests auf eine „systemische Candida-Infektion“ zu schließen.
Wenn Sie sich für das weiterführende Thema „systemische Candida“, Speicheltests, Bioresonanz und Beschwerden interessieren, die Candida häufig zugeschrieben werden, haben wir dazu einen eigenen Artikel veröffentlicht: Candida: Fakten erkennen, Mythen entkräften.
Fichtenharz und Nagelpilz – was zeigen die Studien?
Fichtenharz ist nicht nur wegen seiner traditionellen Anwendung interessant. Das Harz der Gemeinen Fichte (Picea abies) wurde auch direkt im Zusammenhang mit Dermatophyten und Nagelpilz untersucht.
Was zeigten Laboruntersuchungen?
In einer Laborstudie mit gereinigtem Harz der Gemeinen Fichte stellten die Forschenden eine ausgeprägte fungistatische Wirkung gegen die getesteten Dermatophyten fest, darunter Arten der Gattung Trichophyton. Mithilfe der Elektronenmikroskopie wurden außerdem Veränderungen an Pilzhyphen und Zellwänden beobachtet.
Eine wichtige Einschränkung besteht jedoch darin, dass dieses Ergebnis nicht für alle Pilze galt. In derselben Studie zeigte das Harz keine antimykotische Wirkung gegen die getesteten Candida-Hefen und opportunistischen Pilze. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, warum der Begriff „antimykotisch“ nicht ohne Angabe verwendet werden sollte, gegen welche Pilze die Wirkung tatsächlich untersucht wurde.
Fichtenharz wurde auch bei Nagelpilz untersucht
Anschließend entwickelten die Forschenden einen speziellen Lack mit 30 % gereinigtem Harz der Gemeinen Fichte. An der ersten prospektiven Beobachtungsstudie nahmen 37 Personen teil, die den Lack neun Monate lang täglich auf die betroffenen Nägel auftrugen. Die Ergebnisse zeigten bei einem Teil der Teilnehmenden sowohl mykologische als auch klinische Zeichen einer Besserung. Da die Studie jedoch keine Kontrollgruppe hatte, wurde sie von den Autoren selbst als vorläufig eingestuft.
Was zeigte die vergleichende klinische Studie?
Im Jahr 2015 folgte eine randomisierte und für den Untersucher verblindete Vergleichsstudie mit 73 Personen mit dermatophytischer Onychomykose. Verglichen wurden drei Ansätze: ein 30%iger Fichtenharzlack einmal täglich über neun Monate, ein 5%iger Amorolfin-Lack einmal wöchentlich über neun Monate sowie Terbinafin in Tablettenform über drei Monate.
Nach zehn Monaten wurde eine vollständige mykologische Heilung bei 13 % der Anwender des Fichtenharzlacks, 8 % der Anwender von Amorolfin und 56 % der Anwender von Terbinafin erreicht. Fichtenharzlack und Amorolfin erzielten in dieser Studie vergleichbare Ergebnisse, während systemisches Terbinafin deutlich wirksamer war als beide lokalen Ansätze.
Was sagen diese Studien aus – und was nicht?
Die Studien zeigen, dass Harz der Gemeinen Fichte interessante und messbare Wirkungen gegen Dermatophyten aufweist und dass ein speziell formulierter 30%iger Fichtenharzlack auch in klinischen Studien bei Onychomykose untersucht wurde.
Diese Ergebnisse lassen sich jedoch nicht direkt auf Smrekovit 365 Prima übertragen. In den Studien wurde ein speziell formulierter 30%iger Harzlack verwendet und nicht die Smrekovit Creme. Die Untersuchungen liefern daher eine wissenschaftliche Grundlage zum Verständnis der Eigenschaften von Fichtenharz als Stoff, jedoch keinen Nachweis der klinischen Wirksamkeit eines konkreten Smrekovit Produkts.
Bei der Interpretation sollte außerdem die Verbindung eines Teils der Forschenden mit dem Entwickler des untersuchten Harzlacks berücksichtigt werden. In der Vergleichsstudie finanzierte das Unternehmen Repolar die Arzneimittel, Laboruntersuchungen und Kontrollbesuche, und zwei der Autoren waren Anteilseigner des Unternehmens.
Erfahrungen von Anwendern bei Nagelpilz
Nachfolgend finden Sie einzelne Rückmeldungen von Smrekovit-Anwendern, die ihre Erfahrungen mit pilzbedingten Nagelveränderungen beschrieben haben. Es handelt sich um persönliche Erfahrungen einzelner Personen; Verlauf und Ergebnis können bei anderen Anwendern anders sein.
…Mein Mann hatte Probleme mit Nagelpilz an den Füßen. Durch regelmäßiges Auftragen von Smrekovit sind sie fast vollständig verschwunden. Er verwendet es bereits seit mehr als 6 Monaten. (94)
Renata, Rovte
[94] handschriftliche Rückmeldung unbekannten Datums, aufbewahrt im Archiv von Smrekovit
Endlich habe ich eine Creme gefunden, die mir wirklich hilft. Seit drei Jahren kämpfe ich mit Nagelpilz. Eine Freundin hat mir Ihr Produkt empfohlen. Sie hat mir eine halbe Packung geliehen, und da ich bereits nach 25 Tagen eine Verbesserung meiner Nägel sehe, freue ich mich sehr und hoffe, den Pilz bald loszuwerden.
Emilija, Bled
[101] handschriftliche Rückmeldung vom 6.8.2018, gespeichert im Smrekovit-Archiv
Mein Freund und ich haben Smrekovit bei Nagelpilz ausprobiert, und schon nach einer Woche waren deutliche Ergebnisse sichtbar.
Petra Mahnič, Facebook
[77] Facebook-Feedback, eingegangen am 24.2.2016, ausgedruckt und gespeichert im Smrekovit-Archiv
Ich verwende Smrekovit bei einem von Nagelpilz betroffenen Nagel, der sich langsam, aber schön verbessert…
Mariša, Polzela
[6] handschriftliche Rückmeldung unbekannten Datums, aufbewahrt im Archiv von Smrekovit
Weitere Erfahrungen von Nutzern finden Sie hier →
Häufige Fragen zu Nagelpilz
Wie sieht Nagelpilz aus?
Eine Pilzinfektion kann weiße, gelbliche oder bräunliche Verfärbungen des Nagels, Verdickungen, Brüchigkeit und Formveränderungen verursachen. Häufig beginnt sie am Nagelrand und schreitet langsam fort. Ähnliche Veränderungen können jedoch auch andere Ursachen haben, weshalb das Aussehen allein nicht immer für eine zuverlässige Diagnose ausreicht. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Wie erkennt man Nagelpilz?.
Was hilft bei Nagelpilz?
Bei einer bestätigten Pilzinfektion werden je nach Ausmaß der Beschwerden lokale Antimykotika verwendet, die speziell für den Nagel bestimmt sind. Bei ausgeprägteren Infektionen kann ein Arzt auch eine Behandlung mit Tabletten verordnen. Wichtig sind eine regelmäßige und ausreichend lange Behandlung sowie die Vorbeugung einer erneuten Infektion.
Reicht eine Creme gegen Nagelpilz aus?
Gewöhnliche antimykotische Hautcremes sind nicht dasselbe wie Arzneimittel, die zur Behandlung einer Infektion innerhalb der Nagelplatte bestimmt sind. Wenn gleichzeitig auch Fußpilz an der Haut oder zwischen den Zehen besteht, wird die Haut separat behandelt. Mehr zu den Möglichkeiten finden Sie im Abschnitt Wie wird Nagelpilz behandelt?.
Wie wird Smrekovit bei einem veränderten Nagel angewendet?
Bei unserer praktischen Anwendungsweise wird Smrekovit 365 Prima auf die gesamte Nageloberfläche, entlang der Ränder und am Nagelansatz aufgetragen. Anschließend wird der Nagel mit weißem medizinischem Pflaster beziehungsweise Micropore-Tape abgedeckt. Die Anwendung wird in der Regel einmal täglich wiederholt, am besten nach dem Duschen. Der genaue Ablauf ist in den praktischen Hinweisen beschrieben.
Wie lange dauert Nagelpilz?
Eine Veränderung des Nagelbildes benötigt Zeit, da der geschädigte Teil nach und nach durch neu nachwachsenden Nagel ersetzt werden muss. Bei Zehennägeln kann die vollständige Erneuerung etwa ein Jahr oder auch länger dauern. Der Fortschritt sollte daher vor allem am Nagelansatz beobachtet werden, wo sich zuerst ein neuer, gesünder aussehender Nagelanteil zeigt. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Wie lange dauert Nagelpilz?.
Kann Nagelpilz von selbst verschwinden?
Eine Pilzinfektion des Nagels verschwindet in der Regel nicht allein dadurch, dass Zeit vergeht. Ohne einen geeigneten Ansatz kann sie bestehen bleiben oder langsam fortschreiten. Daher ist es sinnvoll zu handeln, insbesondere wenn sich die Veränderung auf einen größeren Teil des Nagels oder auf weitere Nägel ausbreitet.
Kann Nagelpilz übertragen werden?
Ja. Pilze können sich zwischen den Nägeln sowie zwischen Haut und Nägeln ausbreiten. Eine Übertragung ist auch über gemeinsam verwendete Nagelutensilien, Schuhe und feuchte Gemeinschaftsflächen möglich. Daher sind gründliches Trocknen von Füßen und Schuhwerk, regelmäßiger Sockenwechsel sowie die Reinigung und Desinfektion der Nagelutensilien wichtig.
Kann ich den befallenen Teil des Nagels abschneiden oder abfeilen?
Ein verdickter oder geschädigter Nagelanteil kann vorsichtig gekürzt beziehungsweise abgefeilt werden. Dadurch wird jedoch nicht die Ursache der Infektion beseitigt. Reinigen und desinfizieren Sie die Utensilien nach der Verwendung und benutzen Sie sie nicht ohne Zwischenreinigung an gesunden Nägeln.
Wann ist bei einer Nagelveränderung eine Untersuchung sinnvoll?
Eine Untersuchung ist sinnvoll, wenn die Diagnose unklar ist, mehrere Nägel betroffen sind, sich der Zustand ausbreitet oder nicht bessert, Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Sekret auftreten oder wenn Diabetes, eine schlechte Durchblutung oder ein geschwächtes Immunsystem vorliegen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Wann ist bei Nagelpilz eine Untersuchung sinnvoll?.
