{"id":12172,"date":"2026-09-24T10:19:00","date_gmt":"2026-09-24T08:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smrekovit.si\/?page_id=12172"},"modified":"2026-09-25T08:25:46","modified_gmt":"2026-09-25T06:25:46","slug":"wissenschaftliche-forschung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/smrekova-smola\/znanstvene-raziskave\/","title":{"rendered":"Fichtenharz und Wissenschaft: Was zeigt die Forschung?"},"content":{"rendered":"<h2 id=\"znanstvene-raziskave-smrekove-smole-na-kratko\" class=\"wp-block-heading\">Wissenschaftliche Forschung zu Fichtenharz auf einen Blick <\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <ul>\n    <li>\n      <strong>Die st\u00e4rksten Laborbefunde betreffen die antimikrobielle Wirkung und Biofilme.<\/strong>\n      Materialien aus dem Harz der Gemeinen Fichte (<em>Picea abies<\/em>) hemmten in mehreren\n      Versuchssystemen verschiedene Mikroorganismen. Das Ergebnis h\u00e4ngt jedoch stark von\n      Konzentration, Kontaktzeit und Formulierung ab.\n    <\/li>\n\n    <li>\n      <strong>Die Forschung geht deutlich \u00fcber Bakterien hinaus.<\/strong>\n      Untersucht wurden Dermatophyten und andere Pilze, Keratinozyten, Fibroblasten,\n      Endothelzellen sowie einzelne Harzs\u00e4uren und weitere in Harzmaterialien vorkommende\n      Verbindungen.\n    <\/li>\n\n    <li>\n      <strong>Es gibt auch klinische Daten am Menschen.<\/strong>\n      Harzpr\u00e4parate wurden bei chronischen und chirurgischen Wunden untersucht. Klinische\n      Studien sind jedoch deutlich seltener als Laborstudien und weisen wichtige\n      methodische Einschr\u00e4nkungen auf.\n    <\/li>\n\n    <li>\n      <strong>Nicht alle Studien untersuchten dasselbe Material.<\/strong>\n      Nat\u00fcrliches Fichtenharz, gealtertes Harz, unterschiedliche Harzpr\u00e4parate und isolierte\n      Verbindungen sind nicht gleichzusetzen. Deshalb geben wir bei den einzelnen Ergebnissen\n      jeweils an, was tats\u00e4chlich untersucht wurde.\n    <\/li>\n\n    <li>\n      <strong>Das Forschungsbild ist daher vielschichtig.<\/strong>\n      Die bisherigen Daten weisen auf mehrere m\u00f6gliche biologische Wege hin \u2013 von direkten\n      Wirkungen auf Mikroorganismen bis zu Prozessen in Gewebezellen. Sie lassen sich jedoch\n      nicht seri\u00f6s auf einen einzigen \u201eWirkstoff\u201c oder einen einzigen Mechanismus reduzieren.\n    <\/li>\n  <\/ul>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-rank-math-toc-block toc\" id=\"rank-math-toc\"><h2>Inhaltsverzeichnis<\/h2><nav><ul><li class=\"\"><a href=\"#znanstvene-raziskave-smrekove-smole-na-kratko\">Wissenschaftliche Forschung zu Fichtenharz auf einen Blick<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#kaj-so-raziskovalci-pravzaprav-preucevali\">Was wurde in den Studien tats\u00e4chlich untersucht?<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#protimikrobno-delovanje-smrekove-smole\">Antimikrobielle Wirkung von Fichtenharz<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#biofilmi-preprecevanje-nastanka-ni-isto-kot-delovanje-na-ze-oblikovan-biofilm\">Biofilme: Die Verhinderung der Bildung ist nicht dasselbe wie die Wirkung auf einen bestehenden Biofilm<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#glive-in-dermatofiti-ucinek-je-odvisen-od-vrste-in-testnega-sistema\">Pilze und Dermatophyten: Die Wirkung h\u00e4ngt von Art und Testsystem ab<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#keratinociti-in-reepitelizacija-kaj-so-pokazale-raziskave-na-koznih-celicah\">Keratinozyten und Reepithelisierung: Was zeigen Studien an Hautzellen?<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#fibroblasti-in-zunajcelicni-matriks-kaj-se-dogaja-v-vnetnem-okolju\">Fibroblasten und extrazellul\u00e4re Matrix: Was geschieht in einem entz\u00fcndlichen Milieu?<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#angiogeneza-ali-lahko-smolne-kisline-vplivajo-na-nastajanje-novih-zil\">Angiogenese: K\u00f6nnen Harzs\u00e4uren die Neubildung von Blutgef\u00e4\u00dfen beeinflussen?<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#vnetni-odziv-in-citokini-smolne-kisline-ne-delujejo-vedno-v-isti-smeri\">Entz\u00fcndungsreaktion und Zytokine: Harzs\u00e4uren wirken nicht immer in dieselbe Richtung<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#klinicne-raziskave-kaj-je-bilo-ugotovljeno-pri-ljudeh\">Klinische Studien: Was wurde beim Menschen beobachtet?<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#kako-mocni-so-dokazi-od-laboratorija-do-klinicnih-raziskav\">Wie belastbar ist die Evidenz? Vom Labor bis zur klinischen Forschung<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#kako-bi-lahko-smrekova-smola-vplivala-na-celjenje-ran-vec-mehanizmov-ne-eden\">Wie k\u00f6nnte Fichtenharz die Wundheilung beeinflussen? Mehrere Mechanismen statt nur eines<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#sklepi-in-druga-vnetja-kaksen-model-podpirajo-raziskave-smolnih-kislin\">Gelenke und andere Entz\u00fcndungen: Welches Modell st\u00fctzt die Forschung zu Harzs\u00e4uren?<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#ustna-votlina-dlesni-in-zrelo-kaj-lahko-pojasnijo-raziskave-smolnih-spojin\">Mundh\u00f6hle, Zahnfleisch und Rachen: Was zeigt die Forschung zu Fichtenharz?<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#zelodec-in-prebavila-kaj-kazejo-raziskave-smolnih-kislin\">Magen und Verdauungstrakt: Was zeigt die Forschung zu Harzs\u00e4uren?<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#varnost\">Sicherheit, Vertr\u00e4glichkeit und Grenzen der Fichtenharzforschung<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#pogosta-vprasanja-o-raziskavah-smrekove-smole\">H\u00e4ufige Fragen zur Forschung \u00fcber Fichtenharz<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n\n\n\n<h2 id=\"kaj-so-raziskovalci-pravzaprav-preucevali\" class=\"wp-block-heading\">Was wurde in den Studien tats\u00e4chlich untersucht?<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Bei der Einordnung von Studien zu Fichtenharz ist eine der wichtigsten Fragen oft sehr einfach:\n    <strong>Was wurde tats\u00e4chlich untersucht?<\/strong> Harz ist von Natur aus ein heterogenes Gemisch,\n    dessen Zusammensetzung sich je nach Harztyp, Alter des Materials und Art der Probenaufbereitung\n    ver\u00e4ndern kann. Ein Ergebnis zu einer einzelnen Harzfraktion oder isolierten Verbindung ist daher\n    nicht automatisch ein Ergebnis zu \u201eFichtenharz\u201c als Ganzem.\n  <\/p>\n\n  <div class=\"smrekovit-table-scroll\" role=\"region\" aria-label=\"In der Fichtenharzforschung untersuchte Materialien\">\n    <table>\n      <thead>\n        <tr>\n          <th scope=\"col\">Was wurde untersucht?<\/th>\n          <th scope=\"col\">Was eine solche Studie aussagen kann<\/th>\n          <th scope=\"col\">Wichtige Grenze<\/th>\n        <\/tr>\n      <\/thead>\n      <tbody>\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">Nat\u00fcrliches Harz der Gemeinen Fichte (<em>Picea abies<\/em>)<\/th>\n          <td>\n            Liefert die unmittelbarsten Daten zur Chemie und zu biologischen Eigenschaften\n            von Fichtenharz als nat\u00fcrlichem Material.\n          <\/td>\n          <td>\n            Auch nat\u00fcrliches Harz ist nicht einheitlich: frischer Harzaustritt, gealtertes Harz\n            und Harz aus unterschiedlichen Verletzungssituationen k\u00f6nnen sich chemisch unterscheiden.\n          <\/td>\n        <\/tr>\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">Gealtertes Harz sowie daraus hergestellte Emulsionen oder Extrakte<\/th>\n          <td>\n            Damit lassen sich weniger fl\u00fcchtige Bestandteile, antimikrobielle Eigenschaften,\n            Biofilme und weitere Merkmale gealterten Harzmaterials untersuchen.\n          <\/td>\n          <td>\n            Die Probenaufbereitung und die Verf\u00fcgbarkeit einzelner Verbindungen in der jeweiligen\n            Formulierung k\u00f6nnen das Ergebnis wesentlich beeinflussen.\n          <\/td>\n        <\/tr>\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">Einzelne Harzs\u00e4uren und andere isolierte Verbindungen<\/th>\n          <td>\n            Sie helfen zu kl\u00e4ren, welche Molek\u00fcle zu bestimmten biologischen Effekten beitragen\n            und welche zellul\u00e4ren Signalwege beteiligt sein k\u00f6nnten.\n          <\/td>\n          <td>\n            Die Wirkung einer isolierten Verbindung bedeutet nicht, dass diese Verbindung allein\n            die Wirkung des komplexen Naturharzes erkl\u00e4rt.\n          <\/td>\n        <\/tr>\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">Harze und Harzverbindungen anderer Nadelb\u00e4ume<\/th>\n          <td>\n            Sie k\u00f6nnen das Verst\u00e4ndnis gemeinsamer terpenoider und harzs\u00e4urebezogener Mechanismen\n            verwandter Naturmaterialien erg\u00e4nzen.\n          <\/td>\n          <td>\n            Solche Ergebnisse lassen sich nicht unmittelbar auf Harz von <em>Picea abies<\/em> \u00fcbertragen.\n          <\/td>\n        <\/tr>\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">Harzpr\u00e4parate in klinischen Studien<\/th>\n          <td>\n            Sie zeigen, was bei realen Patienten innerhalb eines definierten Studienprotokolls\n            beobachtet wurde, beispielsweise beim Verlauf der Wundheilung.\n          <\/td>\n          <td>\n            Das Ergebnis gilt f\u00fcr das untersuchte Pr\u00e4parat und das jeweilige Studienprotokoll\n            und nicht automatisch f\u00fcr jedes Produkt mit Fichtenharz.\n          <\/td>\n        <\/tr>\n      <\/tbody>\n    <\/table>\n  <\/div>\n\n  <p>\n    Deshalb unterscheiden wir im weiteren Verlauf konsequent zwischen\n    <strong>Testmaterial, Studientyp und tats\u00e4chlich gemessenem Ergebnis<\/strong>.\n    So l\u00e4sst sich genauer beurteilen, was gut belegt ist und wo Schlussfolgerungen\n    noch indirekt bleiben.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"protimikrobno-delovanje-smrekove-smole\" class=\"wp-block-heading\">Antimikrobielle Wirkung von Fichtenharz<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Die antimikrobielle Wirkung geh\u00f6rt derzeit zu den am besten untersuchten\n    biologischen Eigenschaften von Harzmaterialien. F\u00fcr das Harz der Gemeinen Fichte\n    (<em>Picea abies<\/em>) wurde in verschiedenen Versuchssystemen eine Hemmung von\n    Bakterien und teilweise auch von Hefen gezeigt. Entscheidend ist jedoch, dass das\n    Ergebnis stark von <strong>Konzentration, Kontaktzeit, L\u00f6slichkeit und\n    Formulierung<\/strong> abh\u00e4ngt.\n  <\/p>\n\n  <h3>Erste direkte Daten zu Harz der Gemeinen Fichte<\/h3>\n\n  <p>\n    Rautio und Mitarbeiter untersuchten 2007 nat\u00fcrliches Harz von\n    <em>Picea abies<\/em> sowie eine traditionelle Harzsalbe. In Labortests hemmte\n    das Harz das Wachstum aller untersuchten grampositiven Bakterien, darunter\n    <em>Staphylococcus aureus<\/em>, MRSA, <em>Staphylococcus epidermidis<\/em>,\n    <em>Enterococcus faecalis<\/em>, VRE und Streptokokken.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Gegen die meisten untersuchten gramnegativen Bakterien war die Wirkung in diesem\n    Testsystem deutlich schw\u00e4cher. Nach der \u00dcbertragung auf harzfreie N\u00e4hrmedien\n    konnten die Bakterien wieder wachsen. Die Autoren beschrieben die Wirkung daher\n    vor allem als <strong>bakteriostatisch<\/strong>: Das Wachstum wurde gehemmt,\n    die Bakterienzellen unter den verwendeten Bedingungen jedoch nicht zwangsl\u00e4ufig\n    abget\u00f6tet.\n  <\/p>\n\n  <h3>Ein anderes Testverfahren zeigte ein breiteres antimikrobielles Spektrum<\/h3>\n\n  <p>\n    Sipponen und Laitinen untersuchten 2011 gereinigtes Harzmaterial aus St\u00e4mmen\n    von <em>Picea abies<\/em> im Challenge-Test des Europ\u00e4ischen Arzneibuchs.\n    Bei einer Konzentration von 10 % in einer inerten Salbengrundlage wurde die\n    Keimzahl von <em>S. aureus<\/em> und MRSA bereits innerhalb von 24 Stunden\n    deutlich reduziert. Bei l\u00e4ngerer Einwirkzeit zeigte sich dies auch bei\n    <em>Escherichia coli<\/em>, <em>Pseudomonas aeruginosa<\/em>,\n    <em>Bacillus subtilis<\/em> und der Hefe <em>Candida albicans<\/em>.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dies ist wichtig, weil das fr\u00fchere schwache Ergebnis bei gramnegativen Bakterien\n    nicht zwangsl\u00e4ufig bedeutet, dass diese gegen\u00fcber Harzmaterial grunds\u00e4tzlich\n    unempfindlich sind. Harzverbindungen sind schlecht wasserl\u00f6slich, weshalb\n    Agar-Diffusionstests ihre Aktivit\u00e4t deutlich untersch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Bei h\u00f6herer\n    Konzentration und direkterem Kontakt kann das beobachtete Spektrum wesentlich\n    breiter sein.\n  <\/p>\n\n  <h3>Gealtertes Fichtenharz und wasserverf\u00fcgbare Harzs\u00e4uren<\/h3>\n\n  <p>\n    Haapakorva und Mitarbeiter untersuchten sp\u00e4ter Emulsionen aus gealtertem\n    Harzmaterial von <em>Picea abies<\/em>. Auch in diesem System fanden sie eine\n    ausgepr\u00e4gte antimikrobielle Wirkung gegen grampositive und gramnegative\n    Bakterien, MRSA und Hefen.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Besonders interessant war die chemische Zusammensetzung des wasserverf\u00fcgbaren\n    Anteils. Dort fanden sich oxidierte Harzs\u00e4uren, w\u00e4hrend die wichtigsten\n    nicht oxidierten Harzs\u00e4uren in der Wasserphase nicht nachgewiesen wurden.\n    Dies st\u00fctzte die Annahme, dass oxidierte Derivate in einem solchen gealterten,\n    wasserverf\u00fcgbaren System eine wichtige Rolle spielen k\u00f6nnen.\n  <\/p>\n\n  <h3>Eine wichtige Erg\u00e4nzung: Auch nicht oxidierte Abietins\u00e4ure ist aktiv<\/h3>\n\n  <p>\n    Neuere Untersuchungen zeigen, dass sich die Erkl\u00e4rung nicht auf oxidierte\n    Harzs\u00e4uren beschr\u00e4nken l\u00e4sst. Ito und Mitarbeiter zeigten 2020, dass isolierte\n    <strong>Abietins\u00e4ure<\/strong> das Wachstum von <em>Streptococcus mutans<\/em>\n    und dessen Biofilmbildung hemmt.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Park und Lee untersuchten 2026 isolierte Abietins\u00e4ure zus\u00e4tzlich gegen\n    <em>S. aureus<\/em>, <em>P. aeruginosa<\/em>, <em>E. coli<\/em> und\n    <em>C. albicans<\/em>. Unter Laborbedingungen wurde das Wachstum aller vier\n    Mikroorganismen gehemmt. In beiden Studien stammte die Abietins\u00e4ure aus\n    Kiefernharzmaterial; es handelt sich daher nicht um direkte Untersuchungen\n    von Fichtenharz. Sie zeigen jedoch, dass eine der in Nadelbaumharzen\n    vorkommenden Harzs\u00e4uren selbst biologisch aktiv ist.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    <strong>Gesamtbild:<\/strong> Die direkte antimikrobielle Wirkung von\n    Harzmaterialien l\u00e4sst sich nach heutigem Stand nicht sinnvoll einer einzigen\n    Verbindung zuschreiben. Die Daten sprechen eher f\u00fcr ein breiteres Modell,\n    an dem sowohl grundlegende Harzs\u00e4uren als auch deren oxidierte Derivate\n    beteiligt sein k\u00f6nnen. Die tats\u00e4chlich beobachtete Wirkung h\u00e4ngt dabei von\n    chemischem Profil, Konzentration, L\u00f6slichkeit, Formulierung und Mikroorganismus ab.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"biofilmi-preprecevanje-nastanka-ni-isto-kot-delovanje-na-ze-oblikovan-biofilm\" class=\"wp-block-heading\">Biofilme: Die Verhinderung der Bildung ist nicht dasselbe wie die Wirkung auf einen bestehenden Biofilm<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Ein Biofilm ist nicht einfach eine Ansammlung frei schwimmender Mikroorganismen.\n    Bakterien oder Pilze haften an einer Oberfl\u00e4che, bilden eine organisierte\n    Gemeinschaft und umgeben sich mit einer Matrix, die ihren Stoffwechsel und die\n    Zug\u00e4nglichkeit antimikrobieller Substanzen ver\u00e4ndert. Deshalb muss in Studien\n    zwischen der <strong>Hemmung der Biofilmbildung<\/strong> und der Wirkung auf einen\n    <strong>bereits vor der Behandlung bestehenden Biofilm<\/strong> unterschieden werden.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/diagram-biofilm-DE.webp\" alt=\"Unterschied zwischen der Hemmung der Biofilmbildung und der Wirkung auf einen bestehenden Biofilm\" class=\"wp-image-12179\" srcset=\"https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/diagram-biofilm-DE.webp 1448w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/diagram-biofilm-DE-300x225.webp 300w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/diagram-biofilm-DE-1024x768.webp 1024w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/diagram-biofilm-DE-768x576.webp 768w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/diagram-biofilm-DE-16x12.webp 16w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/diagram-biofilm-DE-600x450.webp 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <h3>Gealtertes Fichtenharz wirkte auch auf einen bereits gebildeten Staphylokokken-Biofilm<\/h3>\n\n  <p>\n    Haapakorva und Mitarbeiter untersuchten 2017 eine Emulsion aus gealtertem\n    Harzmaterial der Gemeinen Fichte (<em>Picea abies<\/em>). Verwendet wurden\n    MRSA-<em>Staphylococcus aureus<\/em> und <em>Staphylococcus epidermidis<\/em>\n    auf medizinischen Silikonscheiben in einem Labormodell, das einige Merkmale des\n    Milieus chronischer Wunden nachbilden sollte.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    In einem Versuch war die Harzemulsion bereits w\u00e4hrend der Biofilmbildung vorhanden.\n    In einem zweiten Versuch durften die Bakterien zun\u00e4chst 24 Stunden lang einen\n    Biofilm bilden, bevor das Testpr\u00e4parat zugegeben wurde. In beiden F\u00e4llen reduzierte\n    die Fichtenharzemulsion die Zahl wiedergewinnbarer Staphylokokkenzellen statistisch\n    signifikant.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dies ist ein spezifischerer Befund als lediglich eine verringerte Biofilmbiomasse\n    w\u00e4hrend der Entstehung. Dennoch darf das Ergebnis nicht als vollst\u00e4ndige\n    \u201eEntfernung des Biofilms\u201c beschrieben werden: Gemessen wurde die Zahl lebensf\u00e4higer\n    beziehungsweise wieder kultivierbarer Bakterienzellen nach mechanischer Abl\u00f6sung\n    von der Scheibe, nicht das vollst\u00e4ndige Verschwinden der Biofilmmatrix oder eine\n    Sterilisation der Oberfl\u00e4che.\n  <\/p>\n\n  <h3>Auch Abietins\u00e4ure zeigte f\u00fcr sich allein eine antibiofilmische Aktivit\u00e4t<\/h3>\n\n  <p>\n    Ito und Mitarbeiter zeigten 2020, dass isolierte Abietins\u00e4ure die Biofilmbildung\n    von <em>Streptococcus mutans<\/em> verringerte, die metabolische Aktivit\u00e4t des\n    Biofilms reduzierte und nach kurzfristiger Behandlung eines bereits gebildeten\n    Biofilms zu weniger wiedergewinnbaren Zellen f\u00fchrte.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Park und Lee erweiterten die Daten 2026 auf mehrere weitere Mikroorganismen.\n    Isolierte Abietins\u00e4ure reduzierte konzentrationsabh\u00e4ngig die Biofilmbiomasse von\n    <em>S. aureus<\/em>, <em>Pseudomonas aeruginosa<\/em>,\n    <em>Escherichia coli<\/em> und <em>Candida albicans<\/em>.\n    In dieser Studie war die Abietins\u00e4ure jedoch w\u00e4hrend der Biofilmbildung vorhanden.\n    Sie belegt daher nicht die Entfernung bereits ausgereifter Biofilme dieser\n    Mikroorganismen.\n  <\/p>\n\n  <h3>Was l\u00e4sst sich aus diesen Studien ableiten?<\/h3>\n\n  <p>\n    Insgesamt zeigen die Daten, dass Harzmaterialien und einzelne Harzs\u00e4uren\n    verschiedene biofilmbezogene Prozesse beeinflussen k\u00f6nnen. Besonders relevant\n    ist der direkte Laborbefund, dass gealtertes Fichtenharzmaterial auch die Zahl\n    \u00fcberlebender Bakterienzellen in einem bereits gebildeten Staphylokokken-Biofilm\n    reduzieren kann.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Bislang ist jedoch nicht nachgewiesen, dass der Einfluss auf Biofilme der\n    Hauptgrund f\u00fcr klinische Wirkungen von Harzpr\u00e4paraten bei Wunden ist. Ebenso\n    l\u00e4sst sich diese Aktivit\u00e4t ohne direkte Untersuchung nicht auf ein konkretes\n    Smrekovit-Produkt \u00fcbertragen.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"glive-in-dermatofiti-ucinek-je-odvisen-od-vrste-in-testnega-sistema\" class=\"wp-block-heading\">Pilze und Dermatophyten: Die Wirkung h\u00e4ngt von Art und Testsystem ab<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Auch bei Pilzen ist es nicht sinnvoll, von einer einheitlichen\n    \u201eantimykotischen Wirkung\u201c zu sprechen. Dermatophyten, Hefen der Gattung\n    <em>Candida<\/em> und andere opportunistische Pilze unterscheiden sich biologisch\n    deutlich. Ergebnisse f\u00fcr eine Gruppe lassen sich daher nicht automatisch auf\n    eine andere \u00fcbertragen.\n  <\/p>\n\n  <h3>Harz der Gemeinen Fichte hemmte Dermatophyten deutlich<\/h3>\n\n  <p>\n    Rautio und Mitarbeiter untersuchten 2011 gereinigtes Harz der Gemeinen Fichte\n    (<em>Picea abies<\/em>) gegen Dermatophyten, also Pilze, die an das Wachstum auf\n    keratinisierten Geweben angepasst sind. Untersucht wurden Arten der Gattungen\n    <em>Trichophyton<\/em>, <em>Microsporum<\/em> und <em>Epidermophyton<\/em>.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Bei allen getesteten Dermatophyten wurden Hemmzonen beobachtet. Bei\n    <em>Trichophyton<\/em>-Arten war die Wirkung konzentrationsabh\u00e4ngig:\n    bei niedrigeren Konzentrationen schw\u00e4cher, bei h\u00f6heren deutlich ausgepr\u00e4gter.\n  <\/p>\n\n  <h3>Unter dem Mikroskop waren direkte Sch\u00e4den an den Hyphen sichtbar<\/h3>\n\n  <p>\n    Bei <em>Trichophyton mentagrophytes<\/em> zeigte die Elektronenmikroskopie\n    deformierte, verdrehte und unregelm\u00e4\u00dfige Hyphen sowie Sch\u00e4den an den\n    Zellh\u00fcllen. Innerhalb der Hemmzone fanden sich abgestorbene beziehungsweise\n    zerfallene Pilzstrukturen, au\u00dferhalb dagegen normal entwickelte Hyphen.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dies ist ein relativ direkter morphologischer Hinweis darauf, dass das\n    Harzmaterial nicht nur das Wachstum verlangsamte. Die Untersuchung zeigt jedoch\n    nicht, welche einzelne Verbindung im komplexen Harz verantwortlich war, und\n    definiert keine einzelne molekulare Zielstruktur.\n  <\/p>\n\n  <h3>Bei Candida ver\u00e4nderte die Testmethode das Ergebnis wesentlich<\/h3>\n\n  <p>\n    In derselben Untersuchung war die Wirkung gegen mehrere\n    <em>Candida<\/em>-Arten im Agar-Diffusionstest sehr gering oder nicht nachweisbar.\n    Sp\u00e4tere Untersuchungen ergaben jedoch ein deutlich anderes Bild, wenn das\n    Harzmaterial in direkterem Kontakt mit den Mikroorganismen stand.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Sipponen und Laitinen zeigten im Kontakt-Challenge-Test eine konzentrations-\n    und zeitabh\u00e4ngige Abnahme wiedergewinnbarer <em>Candida albicans<\/em>-Zellen.\n    Haapakorva und Mitarbeiter beobachteten mit einer w\u00e4ssrigen Emulsion aus\n    gealtertem Fichtenharz ebenfalls eine ausgepr\u00e4gte Wirkung gegen\n    <em>C. albicans<\/em> und <em>C. tropicalis<\/em>.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Die Unterschiede zwischen diesen Ergebnissen h\u00e4ngen sehr wahrscheinlich mit\n    einer wichtigen Eigenschaft der Harzs\u00e4uren zusammen:\n    <strong>ihrer geringen Wasserl\u00f6slichkeit<\/strong>. Im Agar-Diffusionstest muss\n    eine aktive Verbindung zun\u00e4chst durch ein w\u00e4ssriges Medium diffundieren,\n    wodurch die Aktivit\u00e4t lipophiler Harzbestandteile deutlich untersch\u00e4tzt werden kann.\n  <\/p>\n\n  <h3>Abietins\u00e4ure selbst hemmt Candida albicans<\/h3>\n\n  <p>\n    Park und Lee untersuchten 2026 isolierte Abietins\u00e4ure aus Kiefernharzmaterial\n    gegen <em>C. albicans<\/em>. In einem fl\u00fcssigen Laborsystem lag die minimale\n    Hemmkonzentration bei 62 \u00b5g\/ml und die minimale fungizide Konzentration bei\n    500 \u00b5g\/ml.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    F\u00fcr den vollst\u00e4ndigen Verlust der Wiederanwuchsf\u00e4higkeit war somit eine deutlich\n    h\u00f6here Konzentration erforderlich als f\u00fcr die blo\u00dfe Hemmung des sichtbaren\n    Wachstums. Wichtig ist, dass hier nicht Fichtenharz, sondern eine isolierte\n    Verbindung untersucht wurde.\n  <\/p>\n\n  <h3>Das antimykotische Spektrum ist nicht universell<\/h3>\n\n  <p>\n    Die Daten st\u00fctzen nicht die Aussage, dass Harzmaterialien gegen alle Pilze wirken.\n    In wichtigen Untersuchungen waren opportunistische Pilze wie\n    <em>Fusarium solani<\/em>, <em>Chrysosporium keratinophilum<\/em> und\n    <em>Aspergillus brasiliensis<\/em> gegen\u00fcber den verwendeten Harzsystemen\n    wenig empfindlich oder unempfindlich.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Die derzeit am besten begr\u00fcndete Schlussfolgerung ist daher relativ pr\u00e4zise:\n    <strong>Das st\u00e4rkste direkte antimykotische Signal f\u00fcr Fichtenharz besteht bei\n    Dermatophyten; bei Candida h\u00e4ngt die Wirkung dagegen stark von Formulierung,\n    L\u00f6slichkeit, Konzentration und Kontaktzeit ab.<\/strong>\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"keratinociti-in-reepitelizacija-kaj-so-pokazale-raziskave-na-koznih-celicah\" class=\"wp-block-heading\">Keratinozyten und Reepithelisierung: Was zeigen Studien an Hautzellen?<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Neben Mikroorganismen wurde auch der direkte Einfluss von Harzmaterialien auf\n    Hautzellen untersucht. F\u00fcr\n    <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a> ist die Arbeit von Goels und\n    Mitarbeitern aus dem Jahr 2020 besonders wichtig, da sie die chemische\n    Zusammensetzung von <em>Picea-abies<\/em>-Material innerhalb derselben Studie\n    mit einem Keratinozyten-Test verkn\u00fcpfte.\n  <\/p>\n\n  <h3>Was wurde tats\u00e4chlich gemessen?<\/h3>\n\n  <p>\n    Verwendet wurden HaCaT-Zellen, eine h\u00e4ufig eingesetzte humane\n    Keratinozyten-Zelllinie. In einer gleichm\u00e4\u00dfigen Zellschicht wurde eine\n    standardisierte zellfreie L\u00fccke erzeugt und anschlie\u00dfend gemessen, wie weit\n    diese Fl\u00e4che innerhalb von 24 Stunden wieder von Zellen bedeckt wurde.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dieser <strong>Gap-Closure-Test<\/strong> ist ein Labormodell f\u00fcr einen mit der\n    Reepithelisierung verbundenen Prozess. Er unterscheidet jedoch nicht genau,\n    welcher Anteil der Schlie\u00dfung auf Zellmigration und welcher auf Proliferation\n    zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Das Ergebnis ist daher kein direkter Beweis f\u00fcr eine\n    schnellere Wundheilung beim Menschen.\n  <\/p>\n\n  <h3>Vor allem nichtfl\u00fcchtige Fraktionen des Fichtenmaterials waren aktiv<\/h3>\n\n  <p>\n    Die Forscher trennten den Fichtenbalsam in mehrere chemische Fraktionen und\n    untersuchten diese einzeln. Zwei Fraktionen erh\u00f6hten die Schlie\u00dfung der\n    Zelll\u00fccke statistisch signifikant: die saure E1-Fraktion um etwa 47 % gegen\u00fcber\n    der Vehikelkontrolle und die apolare E3-Fraktion um etwa 36 %.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Auch ein negatives Ergebnis ist aufschlussreich:\n    <strong>Das \u00e4therische \u00d6l aus demselben Fichtenmaterial erh\u00f6hte die\n    Gap-Closure in diesem Test nicht.<\/strong> Daraus folgt nicht, dass fl\u00fcchtige\n    Verbindungen keine anderen biologischen Wirkungen besitzen. In diesem konkreten\n    Keratinozytenmodell waren sie jedoch nicht die Haupttr\u00e4ger des beobachteten\n    Effekts.\n  <\/p>\n\n  <h3>Welche einzelnen Verbindungen zeigten eine Wirkung?<\/h3>\n\n  <p>\n    Positive Signale zeigten unter anderem Dehydroabietins\u00e4ure (DHAA),\n    Pimar- und Isopimars\u00e4ure, mehrere hydroxylierte DHAA-Derivate sowie das Lignan\n    Pinoresinol. Einige Kombinationen isolierter Verbindungen wirkten st\u00e4rker als\n    die einzelnen Substanzen allein.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dies spricht gegen eine einfache Erkl\u00e4rung, nach der eine einzige\n    \u201eWirksubstanz\u201c die biologischen Eigenschaften des komplexen Harzes bestimmt.\n    Die Aktivit\u00e4t verteilte sich auf mehrere chemisch unterschiedliche\n    nichtfl\u00fcchtige Komponenten.\n  <\/p>\n\n  <h3>Der gesamte Fichtenbalsam zeigte in diesem Test kein statistisch signifikantes Ergebnis<\/h3>\n\n  <p>\n    Ein wichtiges Detail wird leicht \u00fcbersehen. Der gesamte gereinigte Fichtenbalsam\n    zeigte bei der getesteten Konzentration einen Trend von etwa 14 % zu st\u00e4rkerer\n    Gap-Closure, dieser war jedoch statistisch nicht signifikant. Deutlichere und\n    statistisch best\u00e4tigte Signale traten erst bei einzelnen Fraktionen und\n    Verbindungen auf.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dies zeigt, warum zwischen <strong>Gesamtmaterial, einzelner Fraktion und\n    isolierter Verbindung<\/strong> unterschieden werden muss. Ein Ergebnis auf\n    einer Ebene darf nicht automatisch einer anderen zugeschrieben werden.\n  <\/p>\n\n  <h3>Harz \u201estimuliert\u201c Keratinozyten nicht immer in dieselbe Richtung<\/h3>\n\n  <p>\n    Andere experimentelle Modelle zeigen zus\u00e4tzlich, dass der Keratinozyteneffekt\n    nicht einfach als Stimulation beschrieben werden sollte. In einem psoriasis\u00e4hnlichen\n    Mausmodell verringerte ein verarbeitetes Harzmaterial Marker einer pathologischen\n    epidermalen Hyperproliferation, w\u00e4hrend im Goels-Modell einer unterbrochenen\n    Zellschicht die Gap-Closure zunahm.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Diese Ergebnisse widersprechen sich nicht zwangsl\u00e4ufig. Bei einer verletzten\n    Oberfl\u00e4che ist das erneute Bedecken eines Defekts erw\u00fcnscht, bei pathologisch\n    hyperproliferativer Haut dagegen die Verringerung \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Proliferation.\n    Daher ist derzeit die Formulierung eines\n    <strong>kontextabh\u00e4ngigen Einflusses von Harzverbindungen auf die epidermale\n    Reaktion<\/strong> pr\u00e4ziser als eine allgemeine \u201eStimulation der Keratinozyten\u201c.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"fibroblasti-in-zunajcelicni-matriks-kaj-se-dogaja-v-vnetnem-okolju\" class=\"wp-block-heading\">Fibroblasten und extrazellul\u00e4re Matrix: Was geschieht in einem entz\u00fcndlichen Milieu?<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Fibroblasten \u00fcbernehmen bei der\n    <a href=\"\/de\/offene-wunde-am-bein\/\">Reparatur gesch\u00e4digten Gewebes<\/a>\n    eine andere Aufgabe als Keratinozyten. Sie beteiligen sich an der Migration\n    in das verletzte Gebiet, an der Bildung und Organisation der extrazellul\u00e4ren\n    Matrix sowie am Umbau neu entstandenen Gewebes. Dabei gilt nicht einfach\n    \u201eje mehr Fibroblastenaktivit\u00e4t, desto besser\u201c: Eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige oder zu lange\n    Aktivierung kann auch mit verst\u00e4rkter Narbenbildung verbunden sein.\n  <\/p>\n\n  <h3>Dehydroabietins\u00e4ure wurde an humanen dermalen Fibroblasten untersucht<\/h3>\n\n  <p>\n    Wang und Mitarbeiter verwendeten 2014 humane adulte dermale Fibroblasten und\n    gaben TNF-\u03b1 hinzu, um ein vereinfachtes Labormodell eines entz\u00fcndlichen Milieus\n    zu erzeugen, in dem normale reparative Zellfunktionen beeintr\u00e4chtigt sind.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Untersucht wurde isolierte <strong>Dehydroabietins\u00e4ure (DHAA)<\/strong>,\n    eine diterpenoide Harzs\u00e4ure, die auch direkt in Material der Gemeinen Fichte\n    (<em>Picea abies<\/em>) nachgewiesen wurde.\n  <\/p>\n\n  <h3>DHAA milderte mehrere ung\u00fcnstige Wirkungen von TNF-\u03b1<\/h3>\n\n  <p>\n    Zugegebenes TNF-\u03b1 verringerte die Proliferation der Fibroblasten, verst\u00e4rkte\n    apoptotische Reaktionen und st\u00f6rte mehrere mit reparativen Zellfunktionen\n    verbundene Prozesse. DHAA verschob mehrere dieser Ver\u00e4nderungen teilweise\n    wieder in Richtung der Kontrollwerte.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Unter anderem milderte DHAA die TNF-\u03b1-bedingte Hemmung der Proliferation,\n    reduzierte apoptotische Signalwege und verbesserte unter geeigneten\n    experimentellen Bedingungen die Migration der Fibroblasten.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Wichtig ist: Die Studie <strong>zeigte nicht, dass DHAA die\n    TNF-\u03b1-Konzentration senkt<\/strong>. TNF-\u03b1 wurde den Fibroblasten von au\u00dfen\n    zugesetzt. Gezeigt wurde vielmehr, dass DHAA die Reaktion der Fibroblasten\n    auf ein bereits vorhandenes Entz\u00fcndungssignal ver\u00e4ndert.\n  <\/p>\n\n  <h3>Auch TGF-\u03b21\/Smad-Signalwege und Matrixreaktionen wurden beeinflusst<\/h3>\n\n  <p>\n    TNF-\u03b1 st\u00f6rte in diesem Modell die TGF-\u03b21\/Smad3-Signal\u00fcbertragung, die an\n    reparativen Funktionen von Fibroblasten beteiligt ist. DHAA milderte diesen\n    hemmenden Einfluss teilweise und erhielt einen gr\u00f6\u00dferen Teil der\n    TGF-\u03b21-Antwort.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Unter geeigneten Bedingungen wurde auch die Expression von\n    <strong>\u03b1-SMA<\/strong> und <strong>Fibronectin<\/strong> erh\u00f6ht beziehungsweise\n    wiederhergestellt. \u03b1-SMA ist mit dem kontraktilen Myofibroblasten-Ph\u00e4notyp\n    verbunden, Fibronectin dagegen ist ein tats\u00e4chlicher Bestandteil der\n    extrazellul\u00e4ren Matrix.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Daraus folgt jedoch nicht, dass DHAA die gesamte Neubildung der Matrix\n    \u201everbessert\u201c. Nicht direkt untersucht wurden Kollagenorganisation, mechanische\n    Qualit\u00e4t des neu gebildeten Gewebes, langfristiges Remodeling oder das\n    Gleichgewicht zwischen Reparatur und Fibrose.\n  <\/p>\n\n  <h3>Komplexe Harzmaterialien k\u00f6nnen Fibroblasten auch auf andere Weise beeinflussen<\/h3>\n\n  <p>\n    Seo und Suk untersuchten 2007 verschiedene traditionelle\n    <em>Resina-Pini<\/em>-Pr\u00e4parate an humanen gingivalen Fibroblasten.\n    Einige Pr\u00e4parate senkten die Produktion von Prostaglandin E2 (PGE2), wobei\n    deutliche Unterschiede je nach Verarbeitung und verwendeter Fraktion auftraten.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Diese Untersuchung betraf nicht Fichtenharz und erfasste weder Migration noch\n    TGF-\u03b2\/Smad-Signalwege oder den Umbau der extrazellul\u00e4ren Matrix. Sie zeigt aber\n    einen wichtigen Punkt:\n    <strong>Die Fibroblastenreaktion kann stark von Zusammensetzung und Aufbereitung\n    des Harzmaterials abh\u00e4ngen.<\/strong>\n  <\/p>\n\n  <h3>Was bedeutet das f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Fichtenharz?<\/h3>\n\n  <p>\n    DHAA ist eine der interessanteren molekularen Br\u00fccken zwischen der Chemie von\n    <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a> und zellul\u00e4ren Prozessen:\n    Sie wurde als Bestandteil von Fichtenbalsam best\u00e4tigt und zeigte in getrennten\n    Labormodellen Wirkungen sowohl auf Keratinozyten als auch auf dermale Fibroblasten.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Daraus folgt jedoch nicht, dass nat\u00fcrliches Gesamtharz oder ein konkretes\n    Smrekovit-Produkt auf Fibroblasten genauso wirkt wie isolierte DHAA.\n    Daf\u00fcr m\u00fcsste ein chemisch charakterisierter tats\u00e4chlicher Harzextrakt direkt\n    an humanen dermalen Fibroblasten untersucht werden.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Der historische Kontext der Harzanwendung bei Wunden wird gesondert auf der Seite\n    <a href=\"\/de\/fichtenharz\/traditionelle-anwendung\/\">traditionelle Verwendung von Fichtenharz<\/a>\n    dargestellt; Zellstudien helfen dagegen zu erkennen, welche biologischen Wege\n    sich f\u00fcr weitere Untersuchungen anbieten.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"angiogeneza-ali-lahko-smolne-kisline-vplivajo-na-nastajanje-novih-zil\" class=\"wp-block-heading\">Angiogenese: K\u00f6nnen Harzs\u00e4uren die Neubildung von Blutgef\u00e4\u00dfen beeinflussen?<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Bei der <a href=\"\/de\/offene-wunde-am-bein\/\">Wundheilung<\/a> ben\u00f6tigt neu entstehendes\n    Gewebe Sauerstoff und N\u00e4hrstoffe. Daher ist die Angiogenese \u2013 die Bildung neuer\n    Blutgef\u00e4\u00dfe aus bereits vorhandenen Gef\u00e4\u00dfen \u2013 ein wichtiger Teil der proliferativen\n    Heilungsphase. Unter den Harzverbindungen wurde in diesem Zusammenhang vor allem\n    <strong>Abietins\u00e4ure<\/strong> direkt untersucht. Sie geh\u00f6rt zu den\n    Diterpen-Harzs\u00e4uren, die auch in\n    <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a> vorkommen.\n  <\/p>\n\n  <h3>Abietins\u00e4ure beeinflusste humane Endothelzellen<\/h3>\n\n  <p>\n    Park und Mitarbeiter verwendeten 2017 humane Endothelzellen aus Nabelschnurvenen\n    (HUVEC) und untersuchten isolierte Abietins\u00e4ure sowie Kiefernharzmaterial.\n    Gemessen wurden Zellmigration, die Organisation zu r\u00f6hren\u00e4hnlichen Strukturen\n    und die Schlie\u00dfung einer experimentell erzeugten Zelll\u00fccke.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Bei 0,8 \u00b5M Abietins\u00e4ure nahm die Bildung r\u00f6hren\u00e4hnlicher Strukturen gegen\u00fcber\n    der Kontrolle um etwa 24 % zu, die HUVEC-Migration um etwa 25 %. Diese Effekte\n    wurden bei niedrigen Konzentrationen beobachtet, bei denen die Zellviabilit\u00e4t\n    nicht wesentlich vermindert war.\n  <\/p>\n\n  <h3>R\u00f6hren\u00e4hnliche Strukturen sind noch keine neuen funktionellen Blutgef\u00e4\u00dfe<\/h3>\n\n  <p>\n    Solche Labortests eignen sich zur Absch\u00e4tzung eines angiogenen Potenzials,\n    haben aber eine klare Grenze. Wenn sich Endothelzellen auf einer Matrix zu\n    netz- oder r\u00f6hrenartigen Strukturen organisieren, bedeutet dies noch nicht,\n    dass im lebenden Gewebe funktionelle und durchblutete Gef\u00e4\u00dfe entstanden sind.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    HUVEC sind au\u00dferdem keine dermalen mikrovaskul\u00e4ren Endothelzellen der erwachsenen\n    Haut. Die Studie zeigt daher ein interessantes endotheliales Signal, aber keinen\n    direkten Nachweis einer Gef\u00e4\u00dfneubildung in einer menschlichen Wunde.\n  <\/p>\n\n  <h3>ERK und p38 wurden aktiviert, ihre urs\u00e4chliche Rolle wurde jedoch nicht best\u00e4tigt<\/h3>\n\n  <p>\n    Unter Abietins\u00e4ure nahm die Phosphorylierung der Signalwege ERK und p38 zu.\n    Hemmstoffe dieser Signalwege beseitigten die verst\u00e4rkte R\u00f6hrenbildung oder\n    Migration jedoch nicht eindeutig.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Daher ist die Aussage, Abietins\u00e4ure verursache Angiogenese \u00fcber ERK oder p38,\n    nicht belegt. Die Studie zeigt eine begleitende Aktivierung dieser Signale,\n    nicht deren nachgewiesene urs\u00e4chliche Vermittlung.\n  <\/p>\n\n  <h3>In einem Mausmodell schlossen sich Hautwunden schneller<\/h3>\n\n  <p>\n    Dieselbe Forschungsgruppe untersuchte Abietins\u00e4ure auch in einem\n    Hautwundenmodell bei M\u00e4usen. Die mit Abietins\u00e4ure behandelte Gruppe zeigte\n    zu mehreren Zeitpunkten eine schnellere Verringerung der Wundfl\u00e4che als die\n    Kontrollgruppe.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Allerdings wurden weder die Dichte neu entstandener Gef\u00e4\u00dfe noch endotheliale\n    Marker oder die funktionelle Durchblutung der Wunde direkt bestimmt.\n    Die schnellere Wundschlie\u00dfung <strong>ist daher kein Beweis daf\u00fcr, dass\n    Angiogenese die Ursache war<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <h3>Die Evidenzbasis ist bislang deutlich schmaler als bei der antimikrobiellen Wirkung<\/h3>\n\n  <p>\n    Die Park-Studie ist interessant, doch in der aktuellen Sammlung liegt keine\n    neue unabh\u00e4ngige Studie vor, die den angiogenen Effekt von Abietins\u00e4ure direkt\n    repliziert. Zudem stammte die untersuchte Abietins\u00e4ure aus Kiefernharzmaterial\n    und nicht aus Fichtenharz.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Die derzeit pr\u00e4ziseste Schlussfolgerung lautet daher:\n    <strong>Abietins\u00e4ure beeinflusst in einem pr\u00e4klinischen Forschungssystem mehrere\n    mit Angiogenese verbundene Endothelprozesse.<\/strong> Dies unterst\u00fctzt die\n    M\u00f6glichkeit, dass nichtfl\u00fcchtige Harzs\u00e4uren auch die vaskul\u00e4re Komponente der\n    Gewebereparatur beeinflussen k\u00f6nnen. F\u00fcr Fichtenharz als Ganzes \u2013 und erst recht\n    f\u00fcr ein konkretes Smrekovit-Produkt \u2013 ist dies jedoch nicht direkt nachgewiesen.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/thivne-osi-DE.webp\" alt=\"Vier Gewebeachsen, die in Studien mit Harzs\u00e4uren in Verbindung gebracht werden: Keratinozyten, Fibroblasten, Endothel- und Immunzellen.\" class=\"wp-image-12194\" srcset=\"https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/thivne-osi-DE.webp 1672w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/thivne-osi-DE-300x169.webp 300w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/thivne-osi-DE-1024x576.webp 1024w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/thivne-osi-DE-768x432.webp 768w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/thivne-osi-DE-1536x864.webp 1536w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/thivne-osi-DE-18x10.webp 18w, https:\/\/www.smrekovit.si\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/thivne-osi-DE-600x338.webp 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 id=\"vnetni-odziv-in-citokini-smolne-kisline-ne-delujejo-vedno-v-isti-smeri\" class=\"wp-block-heading\">Entz\u00fcndungsreaktion und Zytokine: Harzs\u00e4uren wirken nicht immer in dieselbe Richtung<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Entz\u00fcndung ist ein normaler Bestandteil der\n    <a href=\"\/de\/offene-wunde-am-bein\/\">Reaktion auf Gewebesch\u00e4digung<\/a>.\n    In der fr\u00fchen Phase sind Zytokine wie TNF-\u03b1, IL-1 und IL-6 wichtig f\u00fcr die\n    Aktivierung von Immunzellen und den Beginn der Gewebereparatur. Problematisch\n    wird die Reaktion vor allem dann, wenn sie \u00fcberm\u00e4\u00dfig, lang anhaltend oder\n    zeitlich unpassend ist.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Bei Untersuchungen zu <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a> und\n    Harzs\u00e4uren reicht daher die Frage nicht aus, ob eine Substanz \u201eEntz\u00fcndungen\n    reduziert\u201c. Entscheidend sind <strong>Zelltyp, Ausgangszustand der Aktivierung,\n    Konzentration und verwendetes Versuchsmodell<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <h3>Dehydroabietins\u00e4ure verringerte mehrere Entz\u00fcndungsmediatoren in aktivierten Makrophagen<\/h3>\n\n  <p>\n    Kang und Mitarbeiter zeigten 2008, dass Dehydroabietins\u00e4ure (DHAA) in\n    aktivierten Makrophagen die Produktion von MCP-1, TNF-\u03b1 und Stickstoffmonoxid\n    (NO) verringerte. In derselben Studie wirkte DHAA au\u00dferdem als Aktivator der\n    Kernrezeptoren PPAR\u03b1 und PPAR\u03b3, die an der Regulation metabolischer und\n    entz\u00fcndlicher Prozesse beteiligt sind.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Kim und Mitarbeiter erweiterten dieses Bild 2019. In Makrophagenmodellen\n    reduzierte DHAA die LPS-induzierte NO-Produktion und die Expression mehrerer\n    entz\u00fcndungsbezogener Gene und hemmte die Signalwege NF-\u03baB und AP-1 \u00fcber die\n    vorgeschalteten Signalproteine Src, Syk und TAK1.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Diese Ergebnisse gehen \u00fcber die Ver\u00e4nderung eines einzelnen Zytokins hinaus,\n    weil sie zeigen, dass eine definierte Harzs\u00e4ure mehrere Teile einer aktivierten\n    Entz\u00fcndungsreaktion beeinflussen kann. Es handelt sich jedoch weiterhin um\n    Zellmodelle und nicht um einen Nachweis derselben Wirkung des gesamten\n    Fichtenharzes in einer Wunde.\n  <\/p>\n\n  <h3>Auch Abietins\u00e4ure zeigte in einem Hautmodell ein \u00e4hnliches Signal<\/h3>\n\n  <p>\n    Park und Mitarbeiter untersuchten 2023 zun\u00e4chst isolierte Abietins\u00e4ure in\n    aktivierten Makrophagen. Sie verringerte NO, die iNOS\/COX-2-Signalgebung,\n    die Expression mehrerer Zytokine und Komponenten des NLRP3-Inflammasoms.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Anschlie\u00dfend wurde sie topisch in einem Mausmodell einer\n    atopische-Dermatitis-\u00e4hnlichen Hautentz\u00fcndung eingesetzt. Dabei verbesserten\n    sich die Hauthistologie und mehrere klinisch-histologische Merkmale, w\u00e4hrend\n    die Mastzellinfiltration und mehrere Entz\u00fcndungssignale abnahmen.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Unter den verminderten Zytokintranskripten befand sich jedoch auch IL-10,\n    das regulatorische und entz\u00fcndungshemmende Funktionen haben kann. Das Ergebnis\n    sollte daher nicht einfach als Hemmung \u201eschlechter\u201c Zytokine beschrieben werden.\n    Pr\u00e4ziser ist eine <strong>Ver\u00e4nderung beziehungsweise Normalisierung eines\n    pathologisch aktivierten Entz\u00fcndungsprofils im jeweiligen Modell<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <h3>Komplexe Harzmaterialien k\u00f6nnen noch st\u00e4rker kontextabh\u00e4ngig wirken<\/h3>\n\n  <p>\n    \u00c4ltere Untersuchungen mit Kiefernharz und Harzpr\u00e4paraten zeigten, dass sich\n    die Richtung der Zytokinreaktion je nach Dosis, Zeitpunkt und Ausgangsaktivierung\n    der Immunzellen ver\u00e4ndern kann. Manche Zytokine waren zu einem Zeitpunkt\n    erniedrigt, sp\u00e4ter jedoch unver\u00e4ndert oder sogar erh\u00f6ht.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Ein \u00e4hnlicher Vorbehalt ergibt sich aus einem psoriasis\u00e4hnlichen Mausmodell,\n    in dem wasserbehandeltes Kiefernharz die Th1\/Th17-Antwort und die Expression\n    von IL-17A, IL-17F, IL-22, IL-23 und TNF-\u03b1 verringerte. Dabei handelte es sich\n    jedoch um ein anderes Harzmaterial, eine orale Anwendung und ein anderes\n    Krankheitsmodell. Eine direkte \u00dcbertragung auf Fichtenharz oder Wunden ist\n    daher nicht m\u00f6glich.\n  <\/p>\n\n  <h3>Was l\u00e4sst sich heute \u00fcber eine \u201eentz\u00fcndungshemmende Wirkung\u201c sagen?<\/h3>\n\n  <p>\n    F\u00fcr einzelne nichtfl\u00fcchtige Harzs\u00e4uren, insbesondere DHAA und Abietins\u00e4ure,\n    liegen direkte Labor- und pr\u00e4klinische Daten zur Verminderung bestimmter\n    Entz\u00fcndungsmediatoren und zur Beeinflussung konkreter Signalwege vor.\n    Der Begriff <strong>entz\u00fcndungshemmendes Potenzial<\/strong> ist f\u00fcr diese\n    Verbindungen in den beschriebenen Modellen daher gerechtfertigt.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Nicht direkt nachgewiesen ist jedoch, dass Fichtenharz als Ganzes dieselbe\n    Wirkung besitzt oder dass Smrekovit-Produkte TNF-\u03b1, IL-1\u03b2, IL-6 oder andere\n    Zytokine senken. Daf\u00fcr m\u00fcsste eine chemisch charakterisierte Probe des\n    tats\u00e4chlichen Fichtenharzes direkt in einem geeigneten Immunmodell untersucht werden.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"klinicne-raziskave-kaj-je-bilo-ugotovljeno-pri-ljudeh\" class=\"wp-block-heading\">Klinische Studien: Was wurde beim Menschen beobachtet?<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Laboruntersuchungen k\u00f6nnen zeigen, dass Harzmaterial Bakterien, Biofilme oder\n    einzelne zellul\u00e4re Prozesse beeinflusst. Klinische Studien beantworten dagegen\n    die wichtigere Frage: <strong>Was geschieht bei tats\u00e4chlichen Patienten?<\/strong>\n    Auch f\u00fcr Pr\u00e4parate auf Basis des Harzes der Gemeinen Fichte\n    (<em>Picea abies<\/em>) gibt es einige Daten am Menschen, vor allem bei\n    chronischen und komplizierten <a href=\"\/de\/offene-wunde-am-bein\/\">Wunden<\/a>.\n  <\/p>\n\n  <h3>Randomisierte Studie bei Druckgeschw\u00fcren<\/h3>\n\n  <p>\n    Sipponen und Mitarbeiter f\u00fchrten 2008 eine prospektive randomisierte\n    multizentrische Studie mit 37 Patienten mit Druckgeschw\u00fcren der Stadien II\u2013IV\n    durch. Die sechsmonatige Nachbeobachtung beendeten 22 Patienten:\n    13 in der Harzsalbengruppe und 9 in der Kontrollgruppe.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Eine vollst\u00e4ndige Abheilung aller Geschw\u00fcre wurde bei\n    <strong>12 von 13 Patienten der Harzgruppe (92 %)<\/strong> und bei\n    <strong>4 von 9 Patienten der Kontrollgruppe (44 %)<\/strong> erreicht.\n    Der Unterschied war statistisch signifikant (<em>P<\/em> = 0,003).\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Auf Ebene der einzelnen Geschw\u00fcre waren innerhalb von sechs Monaten 94 % der\n    Geschw\u00fcre in der Harzgruppe und 36 % in der Kontrollgruppe vollst\u00e4ndig verheilt.\n    Auch bakterielle Kulturen aus dem Ulkusbereich wurden in der Harzgruppe\n    h\u00e4ufiger negativ.\n  <\/p>\n\n  <h3>Das Ergebnis ist interessant, die Studie war jedoch klein<\/h3>\n\n  <p>\n    Eine wichtige Einschr\u00e4nkung besteht darin, dass nur 22 der 37 randomisierten\n    Patienten die sechsmonatige Nachbeobachtung abschlossen. Dieser erhebliche\n    Ausfall verringert die Sicherheit, mit der die Gr\u00f6\u00dfe des Effekts eingesch\u00e4tzt\n    werden kann. Ein Patient der Harzgruppe schied wegen einer allergischen\n    Hautreaktion aus.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Wegen der Eigenschaften des Pr\u00e4parats war eine vollst\u00e4ndige Verblindung zudem\n    nicht m\u00f6glich. Die Autoren waren au\u00dferdem mit der sp\u00e4teren kommerziellen\n    Entwicklung von Harzpr\u00e4paraten verbunden. Das Ergebnis ist daher am besten als\n    <strong>wichtiges klinisches Signal und nicht als endg\u00fcltige Antwort f\u00fcr alle\n    Wundarten<\/strong> zu verstehen.\n  <\/p>\n\n  <h3>Pilotstudie bei komplizierten chirurgischen Wunden<\/h3>\n\n  <p>\n    2012 beobachtete dieselbe Forschungsgruppe 23 Patienten mit chronischen\n    komplizierten chirurgischen Wunden. Verwendet wurde eine standardisierte Salbe\n    mit 10 % gereinigtem Harz von <em>Picea abies<\/em>.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Die Autoren berichteten \u00fcber den Verschluss aller 23 Wunden bei einer mittleren\n    Heilungsdauer von <strong>43 \u00b1 24 Tagen<\/strong>. Eine l\u00e4ngere Heilungsdauer\n    war mit gr\u00f6\u00dferen Wunden, Immobilisierung sowie der Einnahme von Kortikosteroiden\n    oder anderen Immunsuppressiva verbunden.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Diese Studie hatte jedoch keine Kontrollgruppe. Daher l\u00e4sst sich nicht bestimmen,\n    welcher Anteil der beobachteten Heilung dem Harzpr\u00e4parat und welcher anderen\n    Faktoren sowie der \u00fcblichen Wundversorgung zuzuschreiben ist.\n  <\/p>\n\n  <div class=\"smrekovit-table-scroll\" role=\"region\" aria-label=\"Klinische Studien zu Fichtenharz bei Wunden\">\n    <table>\n      <thead>\n        <tr>\n          <th scope=\"col\">Studie<\/th>\n          <th scope=\"col\">Patienten<\/th>\n          <th scope=\"col\">Hauptergebnis<\/th>\n          <th scope=\"col\">Wichtigste Einschr\u00e4nkung<\/th>\n        <\/tr>\n      <\/thead>\n      <tbody>\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">Sipponen et al., 2008<\/th>\n          <td>Druckgeschw\u00fcre Stadium II\u2013IV<\/td>\n          <td>12\/13 vollst\u00e4ndig verheilt in der Harzgruppe gegen\u00fcber 4\/9 in der Kontrollgruppe<\/td>\n          <td>Kleine Stichprobe und erheblicher Ausfall<\/td>\n        <\/tr>\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">Sipponen et al., 2012<\/th>\n          <td>23 Patienten mit komplizierten chirurgischen Wunden<\/td>\n          <td>Alle 23 Wunden geschlossen; im Mittel 43 \u00b1 24 Tage<\/td>\n          <td>Keine Kontrollgruppe<\/td>\n        <\/tr>\n      <\/tbody>\n    <\/table>\n  <\/div>\n\n  <h3>Was zeigen die klinischen Studien \u2013 und was nicht?<\/h3>\n\n  <p>\n    Diese Daten sind wichtig, weil sie etwas zeigen, was Labormodelle allein nicht\n    k\u00f6nnen: Pr\u00e4parate mit <em>Picea-abies<\/em>-Harz wurden tats\u00e4chlich bei\n    menschlichen Wunden eingesetzt, und in einer kleinen randomisierten Studie\n    war das klinische Ergebnis besser als unter der Kontrollbehandlung.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Die klinischen Studien beantworten jedoch nicht die Frage,\n    <strong>warum<\/strong> dieser Unterschied entstand. Sie k\u00f6nnen nicht bestimmen,\n    ob die antimikrobielle Wirkung, Biofilme, Keratinozyten, Fibroblasten,\n    Entz\u00fcndungsprozesse oder eine Kombination mehrerer Mechanismen entscheidend war.\n    Die zuvor beschriebenen Laborstudien liefern daher m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen,\n    aber noch keine bewiesenen klinischen Mechanismen.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Bemerkenswert ist au\u00dferdem, dass die moderne klinische Forschung aus einer\n    wesentlich \u00e4lteren nordischen Tradition der Anwendung von Fichtenharzpr\u00e4paraten\n    bei Wunden hervorgegangen ist. Dieser historische Hintergrund wird gesondert\n    auf unserer Seite zur\n    <a href=\"\/de\/fichtenharz\/traditionelle-anwendung\/\">traditionellen Verwendung von Fichtenharz<\/a>\n    behandelt.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"kako-mocni-so-dokazi-od-laboratorija-do-klinicnih-raziskav\" class=\"wp-block-heading\">Wie belastbar ist die Evidenz? Vom Labor bis zur klinischen Forschung<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Bei Naturstoffen entsteht leicht der Eindruck, zehn Laborstudien m\u00fcssten\n    automatisch eine st\u00e4rkere Evidenz liefern als eine gute klinische Studie.\n    Tats\u00e4chlich beantwortet jede Studienart eine andere Frage. Bei der Bewertung\n    von <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a> sollte daher nicht nur gefragt\n    werden, <strong>was eine Studie gezeigt hat, sondern auf welcher Ebene das\n    Ergebnis gewonnen wurde<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <div class=\"smrekovit-table-scroll\" role=\"region\" aria-label=\"Evidenzhierarchie in der Fichtenharzforschung\">\n    <table>\n      <thead>\n        <tr>\n          <th scope=\"col\">Evidenzebene<\/th>\n          <th scope=\"col\">Was sie zeigen kann<\/th>\n          <th scope=\"col\">Beispiel aus der Harzforschung<\/th>\n          <th scope=\"col\">Was sie allein nicht beweisen kann<\/th>\n        <\/tr>\n      <\/thead>\n      <tbody>\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">Chemische Analyse<\/th>\n          <td>\n            Welche Verbindungen oder Stoffgruppen in einem bestimmten Harzmaterial vorkommen.\n          <\/td>\n          <td>\n            Harzs\u00e4uren, Lignane und andere nichtfl\u00fcchtige Verbindungen in\n            <em>Picea-abies<\/em>-Materialien.\n          <\/td>\n          <td>\n            Sie belegt allein keine biologische oder klinische Wirkung.\n          <\/td>\n        <\/tr>\n\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">In-vitro-Studien<\/th>\n          <td>\n            Wie ein Material oder eine einzelne Verbindung unter kontrollierten\n            Laborbedingungen auf Mikroorganismen oder Zellen wirkt.\n          <\/td>\n          <td>\n            Hemmung von Bakterien und Biofilmen, Keratinozyten-Gap-Closure,\n            Fibroblastenreaktionen oder Effekte auf Endothelzellen.\n          <\/td>\n          <td>\n            Sie beweisen nicht, dass derselbe Effekt auch im lebenden menschlichen Gewebe auftritt.\n          <\/td>\n        <\/tr>\n\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">Pr\u00e4klinische Studien<\/th>\n          <td>\n            Ob sich ein biologisches Signal in einem komplexeren Organismus\n            oder Krankheitsmodell wiederfindet.\n          <\/td>\n          <td>\n            Abietins\u00e4ure in Mausmodellen von Hautwunden oder entz\u00fcndlichen Hauterkrankungen.\n          <\/td>\n          <td>\n            Das Ergebnis l\u00e4sst sich nicht automatisch auf Menschen oder anderes Harzmaterial \u00fcbertragen.\n          <\/td>\n        <\/tr>\n\n        <tr>\n          <th scope=\"row\">Klinische Studien am Menschen<\/th>\n          <td>\n            Welcher Ausgang bei tats\u00e4chlichen Patienten unter Anwendung eines\n            konkreten Pr\u00e4parats beobachtet wurde.\n          <\/td>\n          <td>\n            Randomisierte Studie mit Harzsalbe bei Druckgeschw\u00fcren und Pilotstudie\n            bei komplizierten chirurgischen Wunden.\n          <\/td>\n          <td>\n            Auch eine klinische Studie zeigt nicht zwangsl\u00e4ufig, welcher Mechanismus den Ausgang verursacht hat.\n          <\/td>\n        <\/tr>\n      <\/tbody>\n    <\/table>\n  <\/div>\n\n  <h3>Die gr\u00f6\u00dfte Zahl an Studien bedeutet nicht automatisch die st\u00e4rkste Evidenz<\/h3>\n\n  <p>\n    Bei Fichtenharz ist die Laborbasis derzeit am breitesten f\u00fcr\n    <strong>antimikrobielle Wirkungen, Dermatophyten und Biofilme<\/strong>.\n    Bei Keratinozyten gibt es eine direkte Verbindung zwischen der Chemie von\n    <em>Picea-abies<\/em>-Material und einem funktionellen Zelltest. Bei Fibroblasten,\n    Entz\u00fcndungssignalwegen und Angiogenese stammt dagegen ein gr\u00f6\u00dferer Teil der\n    mechanistischen Daten aus isolierten Harzs\u00e4uren oder anderen Harzmaterialien.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Gleichzeitig existieren bei <a href=\"\/de\/offene-wunde-am-bein\/\">Wunden<\/a> auch\n    klinische Daten f\u00fcr Pr\u00e4parate aus <em>Picea-abies<\/em>-Harz.\n    Die klinische Evidenzbasis ist deutlich kleiner als die Laborliteratur,\n    beantwortet jedoch eine andere Frage: Sie betrifft unmittelbar den Verlauf\n    bei Menschen.\n  <\/p>\n\n  <h3>Verschiedene Evidenzebenen k\u00f6nnen sich erg\u00e4nzen<\/h3>\n\n  <p>\n    Besonders informativ wird das Bild, wenn mehrere unabh\u00e4ngige Ebenen in eine\n    \u00e4hnliche Richtung weisen. Bei Wunden gibt es beispielsweise Labordaten zu\n    Mikroorganismen und Biofilmen, Zellbefunde zu Keratinozyten und Fibroblasten\n    sowie begrenzte klinische Daten beim Menschen.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Daraus ergibt sich jedoch noch keine bewiesene durchgehende Kausalkette.\n    Ein klinischer Wundverlauf kann nicht eindeutig Biofilmen, Keratinozyten oder\n    einem bestimmten Signalweg zugeschrieben werden, wenn dieser Mechanismus in der\n    klinischen Studie selbst nicht direkt gemessen wurde.\n  <\/p>\n\n  <h3>Wo liegt die gr\u00f6\u00dfte verbleibende Forschungsl\u00fccke?<\/h3>\n\n  <p>\n    Ein gro\u00dfer Teil der Literatur untersucht nat\u00fcrliches <em>Picea-abies<\/em>-Harz,\n    andere Harzmaterialien oder isolierte Verbindungen wie Abietin- und\n    Dehydroabietins\u00e4ure. Es fehlt jedoch eine Untersuchung, die bei\n    <strong>derselben chemisch charakterisierten Harzprobe<\/strong> ihre\n    Zusammensetzung mit mikrobiologischen, zellul\u00e4ren und komplexeren funktionellen\n    Tests verbindet.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Ein solcher Ansatz w\u00fcrde die L\u00fccke zwischen den Fragen\n    \u201eWas enth\u00e4lt Fichtenharz?\u201c und \u201eWas bewirkt genau dieses Material biologisch?\u201c\n    am st\u00e4rksten verkleinern.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"kako-bi-lahko-smrekova-smola-vplivala-na-celjenje-ran-vec-mehanizmov-ne-eden\" class=\"wp-block-heading\">Wie k\u00f6nnte Fichtenharz die Wundheilung beeinflussen? Mehrere Mechanismen statt nur eines<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Betrachtet man die Ergebnisse verschiedener Studien gemeinsam, unterst\u00fctzt die\n    Literatur nicht die Vorstellung, dass sich die Wirkung von\n    <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a> durch einen einzigen Mechanismus\n    erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Plausibler ist ein mehrschichtiges Modell, in dem sich\n    <strong>mikrobielle Belastung, Biofilm, Entz\u00fcndungsreaktionen und das Verhalten\n    von Gewebezellen<\/strong> gegenseitig beeinflussen k\u00f6nnen.\n  <\/p>\n\n  <h3>1. Direkter Einfluss auf einen Teil der Mikroorganismen<\/h3>\n\n  <p>\n    Die st\u00e4rkste Labor-Evidenz betrifft weiterhin die antimikrobielle Wirkung.\n    <em>Picea-abies<\/em>-Harzmaterialien und einzelne Harzs\u00e4uren hemmten in\n    verschiedenen Versuchssystemen das Wachstum oder die \u00dcberlebensf\u00e4higkeit\n    bestimmter Bakterien, Dermatophyten und Hefen.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    In einigen Modellen wurden auch Effekte auf die Biofilmbildung oder auf die Zahl\n    wiedergewinnbarer Bakterienzellen in bereits bestehenden Biofilmen beobachtet.\n    Dies k\u00f6nnte ein m\u00f6glicher Grund sein, warum Harzpr\u00e4parate bei\n    <a href=\"\/de\/offene-wunde-am-bein\/\">hartn\u00e4ckigen Wunden<\/a> wissenschaftlich\n    interessant sind. Die klinische Bedeutung dieser Biofilmeffekte ist jedoch\n    noch nicht direkt nachgewiesen.\n  <\/p>\n\n  <h3>2. Ver\u00e4nderung des lokalen Entz\u00fcndungsmilieus<\/h3>\n\n  <p>\n    Einzelne nichtfl\u00fcchtige Harzs\u00e4uren, insbesondere Dehydroabietins\u00e4ure und\n    Abietins\u00e4ure, beeinflussten in aktivierten Makrophagenmodellen TNF-\u03b1, NO,\n    NF-\u03baB, AP-1, iNOS\/COX-2 und weitere entz\u00fcndungsbezogene Signalwege.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Damit besteht die M\u00f6glichkeit, dass Harzchemie nicht nur direkt auf\n    Mikroorganismen, sondern auch auf Immunzellen wirkt. Eine Verringerung eines\n    Entz\u00fcndungssignals ist jedoch nicht in jeder Heilungsphase automatisch g\u00fcnstig.\n    Daher ist <strong>Modulation der Entz\u00fcndungsreaktion<\/strong> die pr\u00e4zisere\n    Formulierung als eine einfache \u201eUnterdr\u00fcckung von Entz\u00fcndung\u201c.\n  <\/p>\n\n  <h3>3. Keratinozyten k\u00f6nnen zur erneuten Bedeckung der Oberfl\u00e4che beitragen<\/h3>\n\n  <p>\n    Bestimmte nichtfl\u00fcchtige Fraktionen und einzelne Verbindungen aus\n    <em>Picea-abies<\/em>-Material erh\u00f6hten in einem Keratinozytenmodell die\n    Gap-Closure. Dies ist ein Labormodell eines mit der Reepithelisierung\n    verbundenen Prozesses.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Das beweist keine schnellere Wundheilung beim Menschen, zeigt jedoch, dass\n    Harzverbindungen auch direkt auf Gewebezellen wirken k\u00f6nnen und nicht nur auf\n    Mikroorganismen.\n  <\/p>\n\n  <h3>4. Fibroblasten k\u00f6nnen Matrixbildung und tiefere Gewebereparatur beeinflussen<\/h3>\n\n  <p>\n    Dehydroabietins\u00e4ure milderte in humanen dermalen Fibroblasten mehrere ung\u00fcnstige\n    Folgen von extern zugesetztem TNF-\u03b1, darunter St\u00f6rungen von Proliferation,\n    Migration und TGF-\u03b21\/Smad3-Signalgebung.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Die Fibroblastendaten bilden damit eine weitere Gewebeachse, stammen jedoch\n    \u00fcberwiegend aus Untersuchungen einer isolierten Verbindung. F\u00fcr das gesamte\n    Fichtenharz ist derselbe Effekt noch nicht direkt nachgewiesen.\n  <\/p>\n\n  <h3>5. Auch Endothelzellen und Gef\u00e4\u00dfreaktionen k\u00f6nnten beteiligt sein<\/h3>\n\n  <p>\n    In einem Versuchssystem erh\u00f6hte Abietins\u00e4ure die Migration von Endothelzellen\n    und die Bildung r\u00f6hren\u00e4hnlicher Strukturen. In einem Mausmodell war sie zudem\n    mit einer schnelleren Schlie\u00dfung von Hautwunden verbunden.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Diese Achse ist schw\u00e4cher belegt als die antimikrobielle oder die\n    Keratinozyten-Achse, da in der Wunde selbst keine verst\u00e4rkte Bildung\n    funktioneller neuer Gef\u00e4\u00dfe direkt nachgewiesen wurde.\n  <\/p>\n\n  <h3>Das plausibelste Modell ist daher mehrschichtig<\/h3>\n\n  <p>\n    Zusammen ergeben die Studien ein m\u00f6gliches Modell, in dem Harzmaterial einen\n    Teil der mikrobiellen und biofilmbezogenen Belastung beeinflusst, w\u00e4hrend\n    nichtfl\u00fcchtige Bestandteile gleichzeitig auf Immun- und Gewebezellen wirken.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    In einem geeigneten Konzentrations- und Zeitfenster k\u00f6nnte die Kombination\n    dieser Prozesse den \u00dcbergang von einem anhaltenden mikrobiell-entz\u00fcndlichen\n    Zustand hin zu erneuter Oberfl\u00e4chenbedeckung, Neubildung von Gewebe und\n    Wundverschluss erleichtern.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    <strong>Wichtig ist jedoch: Diese vollst\u00e4ndige Kausalkette wurde nicht in einem\n    einzigen Experiment nachgewiesen.<\/strong> Sie setzt sich aus unabh\u00e4ngigen\n    Studien mit unterschiedlichen Materialien, Verbindungen und Modellen zusammen.\n    Klinische Untersuchungen mit <em>Picea-abies<\/em>-Pr\u00e4paraten sind mit einem\n    solchen Modell vereinbar, zeigen jedoch nicht, welcher Mechanismus tats\u00e4chlich\n    entscheidend ist.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"sklepi-in-druga-vnetja-kaksen-model-podpirajo-raziskave-smolnih-kislin\" class=\"wp-block-heading\">Gelenke und andere Entz\u00fcndungen: Welches Modell st\u00fctzt die Forschung zu Harzs\u00e4uren?<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Die Forschung zu Fichtenharz bei\n    <a href=\"\/de\/arthrose\/\">Arthrose und anderen Gelenkbeschwerden<\/a> ist bislang\n    nicht mit der Evidenz bei Wunden vergleichbar. Es gibt keine klinische Studie,\n    in der ein Pr\u00e4parat aus <em>Picea-abies<\/em>-Harz direkt bei Patienten mit\n    Arthrose oder Arthritis untersucht wurde.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Es gibt jedoch eine andere Evidenzlinie: Einzelne Verbindungen aus der Gruppe\n    der Harzs\u00e4uren wurden relativ ausf\u00fchrlich in Zell- und Tiermodellen der\n    Entz\u00fcndung untersucht. Diese Daten erlauben ein\n    <strong>biologisch plausibles Modell der Entz\u00fcndungsmodulation<\/strong>,\n    nicht aber die Aussage, dass Fichtenharz Gelenkerkrankungen behandelt.\n  <\/p>\n\n  <h3>Bei einem schmerzhaften Gelenk geht es nicht nur um den Knorpel<\/h3>\n\n  <p>\n    Arthrose umfasst strukturelle Ver\u00e4nderungen des Gelenks. Schmerzen,\n    Schwellung, W\u00e4rmegef\u00fchl und eingeschr\u00e4nkte Beweglichkeit k\u00f6nnen jedoch auch\n    mit aktiven Entz\u00fcndungsprozessen im Gelenk und im umgebenden Gewebe verbunden sein.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    F\u00fcr die Erforschung von Harzverbindungen ist daher die Frage relevanter,\n    ob sie <strong>entz\u00fcndliche Signalwege<\/strong> beeinflussen k\u00f6nnen, als die\n    Frage, ob sie \u201eKnorpel regenerieren\u201c. F\u00fcr eine Regeneration des Knorpels gibt\n    es in der aktuellen Fichtenharzforschung keine direkten Belege.\n  <\/p>\n\n  <h3>Makrophagen stellen eine m\u00f6gliche Verbindung dar<\/h3>\n\n  <p>\n    Makrophagen sind ein wichtiger Bestandteil der angeborenen Immunabwehr und\n    tragen zur Entstehung und Aufrechterhaltung eines lokalen Entz\u00fcndungsmilieus\n    bei. Bei Aktivierung k\u00f6nnen sie TNF-\u03b1, Stickstoffmonoxid und weitere Mediatoren\n    freisetzen sowie Signalwege wie NF-\u03baB und AP-1 aktivieren.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dehydroabietins\u00e4ure (DHAA) verringerte in aktivierten Makrophagenmodellen\n    MCP-1, TNF-\u03b1 und NO und beeinflusste PPAR\u03b1 und PPAR\u03b3. Sp\u00e4tere Untersuchungen\n    zeigten zudem Effekte auf Src\/Syk\/TAK1 und nachgeschaltete NF-\u03baB- und\n    AP-1-Signalwege.\n  <\/p>\n\n  <h3>Auch Abietins\u00e4ure beeinflusst weitere Entz\u00fcndungswege<\/h3>\n\n  <p>\n    F\u00fcr isolierte Abietins\u00e4ure wurde in aktivierten Makrophagen eine Verringerung\n    von NO, der iNOS\/COX-2-Signalgebung sowie von Komponenten des\n    NLRP3-Inflammasoms gezeigt.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    \u00c4hnliche Ver\u00e4nderungen wurden in einem Mausmodell einer entz\u00fcndlichen\n    Hauterkrankung auch im lebenden Gewebe beobachtet, darunter verringerte\n    Entz\u00fcndungssignale und eine geringere Mastzellinfiltration. Damit reicht die\n    Evidenz \u00fcber Zellkulturen hinaus, es handelt sich jedoch weiterhin\n    <strong>nicht um eine Gelenkstudie<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <h3>Ein m\u00f6gliches Modell ist die Modulation einer \u00fcberm\u00e4\u00dfig aktivierten Entz\u00fcndungsreaktion<\/h3>\n\n  <p>\n    Zusammen ergeben die Daten eine m\u00f6gliche Abfolge:\n    <strong>Entz\u00fcndungsreiz \u2192 Aktivierung von Immunzellen \u2192 Zytokine und weitere\n    Mediatoren \u2192 lokales Entz\u00fcndungsmilieu \u2192 Schmerzen, Schwellung und gest\u00f6rte\n    Gewebefunktion<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Harzs\u00e4uren k\u00f6nnten in einem solchen Modell vor allem den mittleren Teil dieser\n    Kette beeinflussen \u2013 die Reaktion aktivierter Immunzellen und deren Signalwege.\n    Das ist etwas grundlegend anderes als die Behauptung, die Ursache einer Arthrose\n    werde beseitigt oder Gelenkstrukturen w\u00fcrden regeneriert.\n  <\/p>\n\n  <h3>Warum ist dies kein Beweis f\u00fcr die Behandlung von Arthrose oder Arthritis?<\/h3>\n\n  <p>\n    Die meisten dieser Untersuchungen verwendeten\n    <strong>isolierte Abietin- oder Dehydroabietins\u00e4ure<\/strong> und nicht das\n    gesamte Fichtenharz. Au\u00dferdem wurden Makrophagen oder Entz\u00fcndungsmodelle\n    anderer Gewebe untersucht, nicht menschliche arthritische Gelenke.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Ebenso wurde nicht direkt gezeigt, dass topisch angewandtes Fichtenharz im\n    Gelenkgewebe Konzentrationen erreicht, die den in Zellversuchen verwendeten\n    entsprechen. Die korrekte Schlussfolgerung lautet daher, dass die Forschung\n    ein <strong>entz\u00fcndungshemmendes beziehungsweise immunmodulatorisches Potenzial\n    bestimmter Harzs\u00e4uren in konkreten experimentellen Systemen<\/strong> unterst\u00fctzt.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dies bildet eine interessante mechanistische Br\u00fccke zwischen der Chemie von\n    <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a> und Entz\u00fcndungsprozessen.\n    F\u00fcr Arthrose, Arthritis und andere Gelenkerkrankungen bleibt jedoch eine\n    direkte klinische Evidenzl\u00fccke bestehen.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"ustna-votlina-dlesni-in-zrelo-kaj-lahko-pojasnijo-raziskave-smolnih-spojin\" class=\"wp-block-heading\">Mundh\u00f6hle, Zahnfleisch und Rachen: Was zeigt die Forschung zu Fichtenharz?<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\" >\n\n  <p>\n    F\u00fcr die Mundh\u00f6hle liegen inzwischen deutlich direktere Forschungsdaten vor\n    als f\u00fcr viele andere m\u00f6gliche Anwendungsbereiche von Harz. Neben einzelnen\n    Harzverbindungen wurde auch <strong>Harz der Gemeinen Fichte\n    (<em>Picea abies<\/em>)<\/strong> in Form eines Extrakts direkt untersucht.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Besonders wichtig ist eine Untersuchung, in der innerhalb desselben\n    Forschungsprogramms drei unterschiedliche Bereiche gepr\u00fcft wurden:\n    <strong>zellul\u00e4re Entz\u00fcndungsreaktionen, die Bildung dentaler Biofilme sowie\n    die Vertr\u00e4glichkeit f\u00fcr orales und gingivales Epithel<\/strong>.\n    Damit entsteht ein deutlich umfassenderes Forschungsmodell als durch Daten\n    zu nur einer Bakterienart oder einer einzelnen Harzs\u00e4ure.\n  <\/p>\n\n  <h3>Picea-abies-Extrakt beeinflusste mehrere Entz\u00fcndungsmediatoren<\/h3>\n\n  <p>\n    Die Forscher untersuchten Fichtenharzextrakt an humanen U937-Zellen, die zu\n    makrophagen\u00e4hnlichen Zellen differenziert worden waren. Die Entz\u00fcndungsreaktion\n    wurde experimentell mit Lipopolysaccharid (LPS) ausgel\u00f6st. Anschlie\u00dfend wurden\n    drei entz\u00fcndungsbezogene Mediatoren gemessen: IL-1\u03b2, TNF-\u03b1 und MMP-3.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Bei einer Extraktkonzentration von 20 % lagen IL-1\u03b2 und TNF-\u03b1 signifikant\n    niedriger als in der entsprechenden Vehikelkontrolle. MMP-3 wurde durch\n    10- und 20-%igen Extrakt signifikant reduziert. In diesem Versuchssystem war\n    die Gr\u00f6\u00dfenordnung des Effekts des 20-%igen Extrakts mit Dexamethason\n    vergleichbar, das als entz\u00fcndungshemmende Positivkontrolle eingesetzt wurde.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dies ist ein direkter Hinweis darauf, dass ein charakterisierter Extrakt aus\n    <em>Picea abies<\/em> die <strong>Reaktion aktivierter Immunzellen<\/strong>\n    beeinflussen kann. Es handelt sich jedoch weiterhin um ein Zellmodell und\n    nicht um eine klinische Untersuchung bei Menschen mit\n    <a href=\"\/de\/zahnfleischentzuendung\/\">Zahnfleischentz\u00fcndung<\/a> oder Parodontitis.\n  <\/p>\n\n  <h3>Untersucht wurde auch die Bildung dentaler Biofilme<\/h3>\n\n  <p>\n    In einem weiteren Teil der Untersuchung wurde mithilfe gepoolten menschlichen\n    Speichels drei Tage lang ein zahnbelag\u00e4hnlicher Biofilm auf aufgerauten\n    Glasoberfl\u00e4chen gez\u00fcchtet. Anschlie\u00dfend wurden eine Zahnpasta mit 20 %\n    Fichtenharzextrakt, eine enzymatische Zahnpasta, chlorhexidinhaltiges Corsodyl\n    und Wasser als Negativkontrolle miteinander verglichen.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Die Zahnpasta mit Fichtenharzextrakt f\u00fchrte zu einer deutlich geringeren\n    Trockenmasse des Biofilms und zu niedrigeren Gesamtzahlen lebensf\u00e4higer\n    aerober Bakterien als Wasser und die verglichene enzymatische Zahnpasta.\n    In der verwendeten statistischen Gruppierung unterschied sie sich bei diesen\n    beiden Messgr\u00f6\u00dfen nicht von Corsodyl, obwohl Corsodyl numerisch noch niedrigere\n    Werte lebensf\u00e4higer Bakterien erreichte.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Eine wichtige Einschr\u00e4nkung besteht darin, dass die getestete Formulierung\n    nicht nur Fichtenharzextrakt enthielt, sondern auch Papain, Bromelain,\n    Amyloglucosidase, hydratisiertes Siliciumdioxid und weitere Bestandteile.\n    Der Biofilmeffekt kann daher <strong>nicht allein dem Fichtenharz\n    zugeschrieben werden<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <h3>Die Formulierung war in Modellen des menschlichen Mundepithels nicht korrosiv<\/h3>\n\n  <p>\n    Die Zahnpasta wurde au\u00dferdem an dreidimensionalen Modellen des humanen oralen\n    und gingivalen Epithels untersucht. Nach Kontaktzeiten von 3 Minuten und\n    1 Stunde wurde die Formulierung nach den Kriterien des verwendeten Tests\n    nicht als korrosiv eingestuft.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dieses Ergebnis darf nicht zu einer allgemeinen Sicherheitsaussage f\u00fcr alle\n    Fichtenharzpr\u00e4parate erweitert werden. Es gilt f\u00fcr die konkret gepr\u00fcfte\n    Formulierung und das verwendete Labormodell.\n  <\/p>\n\n  <h3>Ein Extrakt ist nicht dasselbe wie das gesamte Fichtenharz<\/h3>\n\n  <p>\n    Auch die chemische Beschaffenheit des untersuchten Materials ist wichtig.\n    Das Fichtenharz wurde mit Glycerin und physiologischer Kochsalzl\u00f6sung\n    extrahiert. Dadurch entstand ein anderes chemisches Profil als bei\n    unverd\u00fcnntem Harz oder einem lipophilen Pr\u00e4parat.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Zu den mengenm\u00e4\u00dfig wichtigeren nachgewiesenen Verbindungen geh\u00f6rten\n    p-Cumars\u00e4ure und Lignane, insbesondere Pinoresinol. Harzs\u00e4uren waren dagegen\n    in deutlich niedrigeren Konzentrationen vorhanden. Die Ergebnisse lassen sich\n    daher nicht automatisch auf jedes Pr\u00e4parat aus\n    <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a> \u00fcbertragen.\n  <\/p>\n\n  <h3>F\u00fcr das Zahnfleisch ergibt sich damit ein zweigleisiges Forschungsmodell<\/h3>\n\n  <p>\n    Verbindet man die Ergebnisse, ergibt sich ein relativ direktes m\u00f6gliches Modell:\n    <strong>dentaler Biofilm \u2192 mikrobielle Reize \u2192 Aktivierung der Immunreaktion \u2192\n    IL-1\u03b2, TNF-\u03b1, MMP-3 und weitere Mediatoren \u2192 entz\u00fcndliches Milieu im\n    Zahnfleischgewebe<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Die Studie zum Fichtenharzextrakt ber\u00fchrt beide wesentlichen Teile dieser\n    Kette: In getrennten Experimenten wurden Effekte auf Entz\u00fcndungsmediatoren\n    gezeigt, w\u00e4hrend eine Formulierung mit dem Extrakt die Biofilmbildung reduzierte.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dies stellt eine deutlich st\u00e4rkere mechanistische Verbindung f\u00fcr die orale\n    Anwendung von Fichtenharz dar als Daten, die lediglich auf isolierter\n    Abietins\u00e4ure oder einer einzelnen Bakterienart beruhen. Der entscheidende\n    fehlende Schritt bleibt eine\n    <strong>klinische Studie bei Menschen mit Gingivitis oder Parodontitis<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <h3>Was ist mit Aphthen?<\/h3>\n\n  <p>\n    F\u00fcr <a href=\"\/de\/aphthen-im-mund\/\">Aphthen<\/a> ist die neue Studie\n    vor allem deshalb relevant, weil die Formulierung direkt an einem Modell des\n    menschlichen oralen Epithels gepr\u00fcft wurde und der Extrakt\n    entz\u00fcndungsbezogene Signalstoffe beeinflusste.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Eine Aphte ist jedoch nicht dasselbe wie gesundes Mundepithel oder eine\n    parodontale Entz\u00fcndung. Eine direkte Untersuchung von Fichtenharz bei Aphthen\n    fehlt weiterhin. Der Zusammenhang bleibt daher eine\n    <strong>biologisch plausible Hypothese und keine klinisch best\u00e4tigte\n    Indikation<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <h3>Bei Halsschmerzen bleibt die Evidenzbr\u00fccke indirekter<\/h3>\n\n  <p>\n    \u00c4hnliches gilt f\u00fcr <a href=\"\/de\/halsschmerzen\/\">Halsschmerzen<\/a>.\n    Daten zu Entz\u00fcndungsmediatoren und antimikrobiellen Eigenschaften von\n    Fichtenmaterial k\u00f6nnen erkl\u00e4ren helfen, warum Harzstoffe auch auf Schleimh\u00e4uten\n    wissenschaftlich interessant sind. Die Studie untersuchte jedoch weder\n    Rachenschleimhaut noch virale Pharyngitis, Tonsillitis oder andere\n    Erkrankungen des Rachens.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Das st\u00e4rkste direkte Forschungssignal innerhalb dieser Gruppe betrifft daher\n    derzeit die <strong>Mundh\u00f6hle und das parodontale Milieu<\/strong>.\n    F\u00fcr Aphthen und Rachenbeschwerden bleibt die Verbindung deutlich indirekter.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"zelodec-in-prebavila-kaj-kazejo-raziskave-smolnih-kislin\" class=\"wp-block-heading\">Magen und Verdauungstrakt: Was zeigt die Forschung zu Harzs\u00e4uren?<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <p>\n    Bei <a href=\"\/de\/bauchschmerzen\/\">Magen- und Verdauungsbeschwerden<\/a>\n    unterscheidet sich die Evidenz deutlich von derjenigen bei Wunden.\n    Direkte klinische Studien mit Fichtenharz aus <em>Picea abies<\/em> bei\n    Gastritis, Reflux, Magengeschw\u00fcren oder Darmerkrankungen liegen derzeit\n    nicht vor.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Interessante pr\u00e4klinische Daten gibt es jedoch f\u00fcr zwei Verbindungen aus\n    der Gruppe der Diterpen-Harzs\u00e4uren, die auch in\n    <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a> vorkommen:\n    <strong>Dehydroabietins\u00e4ure (DHAA)<\/strong> und\n    <strong>Abietins\u00e4ure<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <h3>Dehydroabietins\u00e4ure verringerte experimentelle Sch\u00e4den der Magenschleimhaut<\/h3>\n\n  <p>\n    Sep\u00falveda und Mitarbeiter untersuchten 2005 Dehydroabietins\u00e4ure und mehrere\n    ihrer Derivate in einem Mausmodell, in dem L\u00e4sionen der Magenschleimhaut\n    durch eine Kombination aus Salzs\u00e4ure und Ethanol hervorgerufen wurden.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Bei einer einmaligen oralen Dosis von 100 mg\/kg geh\u00f6rte DHAA zu den\n    Verbindungen mit ausgepr\u00e4gter gastroprotektiver Aktivit\u00e4t. In derselben\n    Studie wurden mehrere chemisch ver\u00e4nderte Derivate untersucht, wobei bereits\n    relativ geringe Struktur\u00e4nderungen die biologische Wirkung deutlich\n    beeinflussten.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dies ist auch f\u00fcr nat\u00fcrliche Harze ein wichtiger Hinweis:\n    <strong>Das Vorhandensein einer verwandten Harzs\u00e4ure bedeutet nicht, dass\n    das gesamte Harz dieselbe pharmakologische Wirkung besitzt wie eine\n    isolierte Verbindung.<\/strong>\n  <\/p>\n\n  <h3>Auch Abietins\u00e4ure zeigte in einer neueren Studie ein gastroprotektives Signal<\/h3>\n\n  <p>\n    2025 untersuchten Forscher braunes Propolis mit Bezug zur Gattung\n    <em>Araucaria<\/em> sowie daraus isolierte Abietins\u00e4ure.\n    In einem Mausmodell mit s\u00e4urehaltigem Ethanol verursachter Magensch\u00e4digung\n    verringerte oral verabreichte Abietins\u00e4ure in einer Dosis von 17 mg\/kg\n    die L\u00e4sionsfl\u00e4che gegen\u00fcber der Kontrollgruppe um etwa 45 %.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Besonders interessant ist, dass der Effekt nicht nur beim komplexen\n    Naturstoffextrakt, sondern auch bei der isolierten Harzs\u00e4ure beobachtet wurde.\n    Das untersuchte Ausgangsmaterial war jedoch kein Fichtenharz.\n  <\/p>\n\n  <h3>Der komplexe Harzextrakt beeinflusste mehrere Schutzmechanismen der Magenschleimhaut<\/h3>\n\n  <p>\n    In derselben Studie verringerte der Gesamtextrakt bei geeigneter Dosierung\n    Schleimhautsch\u00e4den, erh\u00f6hte die Mucinf\u00e4rbung und beeinflusste oxidative sowie\n    entz\u00fcndliche Parameter. Hemmexperimente deuteten auf eine Beteiligung von\n    Prostaglandinen, Stickstoffmonoxid, nichtproteinischen Sulfhydrylgruppen und\n    \u03b1<sub>2<\/sub>-adrenerger Signalgebung hin.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Diese Mechanismen d\u00fcrfen jedoch nicht automatisch der Abietins\u00e4ure selbst\n    zugeschrieben werden. Die Untersuchungen der Mechanismen wurden mit dem\n    gesamten Extrakt durchgef\u00fchrt, der zahlreiche Verbindungen enth\u00e4lt.\n  <\/p>\n\n  <h3>Gastroprotektion ist nicht dasselbe wie eine Verringerung der Magens\u00e4ure<\/h3>\n\n  <p>\n    Der Schutz der Schleimhaut vor einer experimentellen Sch\u00e4digung bedeutet\n    nicht zwangsl\u00e4ufig eine Verringerung der S\u00e4uresekretion. In der neueren\n    Studie lie\u00df sich die gastroprotektive Wirkung des komplexen Extrakts nicht\n    durch eine antisekretorische Wirkung erkl\u00e4ren.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Daraus darf daher nicht abgeleitet werden, Harzs\u00e4uren w\u00fcrden \u201eMagens\u00e4ure\n    neutralisieren\u201c oder Reflux behandeln. Gastro\u00f6sophagealer Reflux,\n    Gastritis und peptische Ulzera haben unterschiedliche Ursachen und Mechanismen.\n  <\/p>\n\n  <h3>Was ist mit Helicobacter pylori?<\/h3>\n\n  <p>\n    In der Studie von 2025 zeigte der komplexe Extrakt bei den getesteten\n    Konzentrationen keine relevante antibakterielle Aktivit\u00e4t gegen\n    <em>Helicobacter pylori<\/em>. Der gastroprotektive Effekt dieses Modells\n    beruhte daher nicht auf einer direkten Abt\u00f6tung dieses Bakteriums.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Derzeit gibt es somit keine Grundlage f\u00fcr die Aussage, Fichtenharz oder\n    seine Harzs\u00e4uren k\u00f6nnten eine <em>H.-pylori<\/em>-Infektion beseitigen.\n  <\/p>\n\n  <h3>F\u00fcr den Darm sind die direkten Daten noch deutlich begrenzter<\/h3>\n\n  <p>\n    Abietins\u00e4ure wurde auch nach oraler Gabe untersucht, wobei Tierstudien\n    Ver\u00e4nderungen der Zusammensetzung der Darmmikrobiota zeigten.\n    Eine wichtige Untersuchung erfolgte jedoch in einem Mausmodell einer\n    psoriasis\u00e4hnlichen Entz\u00fcndung und nicht bei einer Darmerkrankung.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Eine Ver\u00e4nderung der Mikrobiota allein zeigt zudem nicht, ob die Ver\u00e4nderung\n    g\u00fcnstig, ung\u00fcnstig oder klinisch relevant ist. Diese Ergebnisse sind daher\n    kein Wirksamkeitsnachweis bei Reizdarmsyndrom, Gastroenteritis,\n    chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen oder anderen Verdauungsbeschwerden.\n  <\/p>\n\n  <h3>Wo liegt die Verbindung zu Fichtenharz?<\/h3>\n\n  <p>\n    Abietin- und Dehydroabietins\u00e4ure geh\u00f6ren zum breiteren Spektrum der\n    Harzs\u00e4uren von Nadelb\u00e4umen und wurden auch in Materialien von\n    <em>Picea abies<\/em> identifiziert. Die beschriebenen Studien sind daher\n    relevant f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der m\u00f6glichen Biologie einzelner Bestandteile\n    des Fichtenharzes.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Die wichtigste Evidenzl\u00fccke bleibt jedoch bestehen:\n    <strong>Die gastroprotektive Wirkung chemisch charakterisierten\n    <em>Picea-abies<\/em>-Harzes wurde bislang nicht direkt in einer geeigneten\n    klinischen Studie am Menschen untersucht.<\/strong>\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Derzeit l\u00e4sst sich daher von einem\n    <strong>gastroprotektiven Potenzial bestimmter Harzs\u00e4uren in pr\u00e4klinischen\n    Modellen<\/strong> sprechen, nicht von einer nachgewiesenen Behandlung von\n    Magen- oder Darmerkrankungen mit Fichtenharz.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"varnost\" class=\"wp-block-heading\">Sicherheit, Vertr\u00e4glichkeit und Grenzen der Fichtenharzforschung<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\" >\n\n  <p>\n    Die Forschung zu Fichtenharz und seinen Bestandteilen ist inzwischen umfangreich\n    genug, um mehrere biologisch interessante Wirkungen erkennen zu lassen.\n    St\u00e4rke und Direktheit der Evidenz unterscheiden sich jedoch erheblich.\n    <strong>Ein Zellversuch, ein Tiermodell und eine klinische Studie am Menschen\n    sind keine gleichwertigen Nachweise.<\/strong>\n  <\/p>\n\n  <h3>Die gr\u00f6\u00dfte Einschr\u00e4nkung ist der Unterschied zwischen Labor und Mensch<\/h3>\n\n  <p>\n    Ein gro\u00dfer Teil der Forschung zu Harzs\u00e4uren beruht auf Zellmodellen. Dort lassen\n    sich einzelne Signalwege, Mediatoren und Zellreaktionen pr\u00e4zise untersuchen,\n    die gesamte Komplexit\u00e4t eines lebenden Organismus wird jedoch nicht abgebildet.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    F\u00fcr Wunden liegen auch klinische Daten zu Pr\u00e4paraten aus <em>Picea abies<\/em>\n    vor, sodass die Evidenzbr\u00fccke zum Menschen dort wesentlich k\u00fcrzer ist.\n    Bei Gelenken, Aphthen, Rachenbeschwerden und dem Verdauungstrakt beruht ein\n    wichtiger Teil der Erkl\u00e4rung weiterhin auf\n    <strong>pr\u00e4klinischen beziehungsweise mechanistischen Daten<\/strong>.\n  <\/p>\n\n  <h3>Eine isolierte Verbindung ist nicht dasselbe wie Fichtenharz<\/h3>\n\n  <p>\n    Abietins\u00e4ure, Dehydroabietins\u00e4ure und andere Harzverbindungen helfen zu verstehen,\n    was einzelne Bestandteile der Harzchemie bewirken k\u00f6nnen. Ergebnisse mit einer\n    isolierten Verbindung d\u00fcrfen jedoch nicht automatisch dem gesamten\n    <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a> zugeschrieben werden.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Gesamtharz enth\u00e4lt zahlreiche Verbindungen, die sich gegenseitig erg\u00e4nzen,\n    hemmen oder ihre Verf\u00fcgbarkeit ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Ein Extrakt, eine Salbe,\n    eine w\u00e4ssrige Fraktion und eine isolierte Harzs\u00e4ure k\u00f6nnen daher biologisch\n    sehr unterschiedliche Forschungsmaterialien darstellen.\n  <\/p>\n\n  <h3>Auch die Aufbereitung des Materials ist entscheidend<\/h3>\n\n  <p>\n    Die Forschung zur oralen Anwendung zeigt die Bedeutung der Formulierung\n    besonders deutlich. In der neueren Studie zu <em>Picea abies<\/em> wurde das\n    Harz mit Glycerin und physiologischer Kochsalzl\u00f6sung extrahiert. Dadurch entstand\n    ein anderes chemisches Profil als bei unbehandeltem Harz oder einem lipophilen\n    Pr\u00e4parat.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Auch fr\u00fchere Untersuchungen an gingivalen Fibroblasten zeigten, dass sich\n    biologische Reaktionen je nach Aufbereitung des Harzmaterials deutlich\n    unterscheiden k\u00f6nnen. Bei der Interpretation einer Studie ist daher stets\n    entscheidend: <strong>Was wurde tats\u00e4chlich getestet?<\/strong>\n  <\/p>\n\n  <h3>Konzentration, Dosis und Einwirkdauer k\u00f6nnen das Ergebnis ver\u00e4ndern<\/h3>\n\n  <p>\n    Die Wirkung einer Verbindung verl\u00e4uft nicht zwangsl\u00e4ufig linear.\n    Konzentration, Kontaktdauer, Formulierung und biologisches Umfeld k\u00f6nnen sowohl\n    die Aktivit\u00e4t als auch die Zellvertr\u00e4glichkeit beeinflussen.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Laborkonzentrationen lassen sich deshalb nicht unmittelbar in\n    Anwendungsempfehlungen f\u00fcr Menschen \u00fcbersetzen. Gleiches gilt f\u00fcr Dosen aus\n    Tiermodellen, die nicht einfach in menschliche Dosierungen umgerechnet werden\n    sollten.\n  <\/p>\n\n  <h3>Was zeigt die Studie zum oralen Extrakt tats\u00e4chlich zur Vertr\u00e4glichkeit?<\/h3>\n\n  <p>\n    Eine Zahnpasta mit 20 % Fichtenharzextrakt wurde an dreidimensionalen Modellen\n    des menschlichen oralen und gingivalen Epithels untersucht. Nach 3 Minuten\n    beziehungsweise 1 Stunde Exposition wurde sie nach den Kriterien des\n    verwendeten Tests nicht als korrosiv eingestuft.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Dies ist ein n\u00fctzlicher Hinweis auf die lokale Vertr\u00e4glichkeit der konkreten\n    Formulierung, aber <strong>kein Nachweis langfristiger klinischer\n    Sicherheit<\/strong>. Die Studie war nicht darauf ausgelegt, eine l\u00e4ngerfristige\n    Anwendung beim Menschen, allergische Reaktionen oder systemische Wirkungen nach\n    dem Verschlucken zu untersuchen.\n  <\/p>\n\n  <h3>Das Ergebnis einer Formulierung ist nicht automatisch das Ergebnis einer einzigen Zutat<\/h3>\n\n  <p>\n    Dies ist bei der Zahnpastastudie besonders wichtig. Neben Fichtenharzextrakt\n    enthielt die Formulierung auch Papain, Bromelain, Amyloglucosidase,\n    hydratisiertes Siliciumdioxid und weitere Bestandteile.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Der g\u00fcnstige Biofilmeffekt l\u00e4sst sich daher nicht ausschlie\u00dflich dem\n    Fichtenharz zuschreiben. Die Wirkungen des Extrakts auf IL-1\u03b2, TNF-\u03b1 und MMP-3\n    wurden dagegen getrennt von der fertigen Zahnpasta untersucht, sodass hier die\n    Verbindung zum Extrakt deutlich direkter ist.\n  <\/p>\n\n  <h3>Auch die Unabh\u00e4ngigkeit der Forschung ist relevant<\/h3>\n\n  <p>\n    Die neuere orale Studie wurde von Repolar Pharmaceuticals finanziert, und die\n    Autoren waren bei diesem Unternehmen besch\u00e4ftigt. Die Forschung stand au\u00dferdem\n    in Zusammenhang mit einem Patent und einer m\u00f6glichen Produktentwicklung.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Das macht die Ergebnisse nicht automatisch ung\u00fcltig. Bei ihrer Bewertung\n    sollten jedoch <strong>Finanzierungsquelle, m\u00f6gliche kommerzielle Interessen\n    und die Notwendigkeit unabh\u00e4ngiger Replikationen<\/strong> ber\u00fccksichtigt werden.\n  <\/p>\n\n  <h3>Was l\u00e4sst sich aus der Forschung also sinnvoll ableiten?<\/h3>\n\n  <p>\n    Am besten belegt ist, dass Fichtenharz beziehungsweise einzelne seiner\n    Bestandteile in verschiedenen experimentellen Systemen\n    <strong>antimikrobielle, biofilmbezogene, entz\u00fcndungsmodulierende und\n    zellul\u00e4re Wirkungen<\/strong> zeigen, die f\u00fcr verschiedene Gewebeprozesse\n    biologisch relevant sind.\n  <\/p>\n\n  <p>\n    Wie stark einzelne Mechanismen zum tats\u00e4chlichen Effekt beim Menschen beitragen,\n    h\u00e4ngt von Problem, Formulierung, Konzentration und Anwendungsart ab.\n    F\u00fcr einige Bereiche liegen bereits klinische Daten vor; f\u00fcr andere bestehen\n    bislang vor allem <strong>biologisch plausible Erkl\u00e4rungen, die noch direkt\n    \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcssen<\/strong>.\n  <\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"pogosta-vprasanja-o-raziskavah-smrekove-smole\" class=\"wp-block-heading\">H\u00e4ufige Fragen zur Forschung \u00fcber Fichtenharz<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block\">\n\n  <div class=\"smrekovit-faq\">\n\n    <details>\n      <summary>Ist Fichtenharz wissenschaftlich untersucht?<\/summary>\n      <p>\n        Ja. Untersucht wurden nat\u00fcrliches Harz der Gemeinen Fichte\n        (<em>Picea abies<\/em>), verschiedene Zubereitungen und Extrakte sowie\n        einzelne in Harzen vorkommende Verbindungen. Die Forschung reicht von\n        mikrobiologischen und zellul\u00e4ren Modellen \u00fcber Tiermodelle bis zu einigen\n        klinischen Studien am Menschen.\n      <\/p>\n      <p>\n        Diese Untersuchungen besitzen jedoch nicht alle dieselbe Beweiskraft.\n        Entscheidend ist daher stets, <strong>was untersucht wurde, in welchem\n        Modell und was tats\u00e4chlich gemessen wurde<\/strong>.\n      <\/p>\n    <\/details>\n\n    <details>\n      <summary>Was zeigen Studien zur antimikrobiellen Wirkung von Fichtenharz?<\/summary>\n      <p>\n        In Laboruntersuchungen hemmten Materialien aus <em>Picea abies<\/em>\n        sowie einzelne Harzs\u00e4uren das Wachstum oder verringerten die\n        \u00dcberlebensf\u00e4higkeit bestimmter Bakterien, Dermatophyten und Hefen.\n        Auch Effekte auf die Biofilmbildung und bereits bestehende Biofilme\n        wurden untersucht.\n      <\/p>\n      <p>\n        Dies geh\u00f6rt zu den besser belegten Laboreigenschaften von\n        <a href=\"\/de\/fichtenharz\/\">Fichtenharz<\/a>. Eine antimikrobielle Wirkung\n        im Labor ist jedoch f\u00fcr sich genommen kein Nachweis f\u00fcr die Behandlung\n        einer Infektion beim Menschen.\n      <\/p>\n    <\/details>\n\n    <details>\n      <summary>Was zeigen Studien zum Einfluss von Harzverbindungen auf Entz\u00fcndungsreaktionen?<\/summary>\n      <p>\n        Isolierte Harzs\u00e4uren, insbesondere Abietin- und Dehydroabietins\u00e4ure,\n        beeinflussten in verschiedenen experimentellen Systemen mehrere\n        Signalwege und Mediatoren, die mit Entz\u00fcndungsreaktionen verbunden sind.\n      <\/p>\n      <p>\n        Auch ein Extrakt aus <em>Picea abies<\/em> beeinflusste in einer neueren\n        Zellstudie IL-1\u03b2, TNF-\u03b1 und MMP-3. Solche Ergebnisse zeigen ein\n        <strong>biologisches Potenzial zur Modulation von Entz\u00fcndungsreaktionen<\/strong>,\n        belegen jedoch nicht die Behandlung einer bestimmten entz\u00fcndlichen Erkrankung.\n      <\/p>\n    <\/details>\n\n    <details>\n      <summary>Gibt es klinische Studien zu Fichtenharz beim Menschen?<\/summary>\n      <p>\n        Ja, allerdings haupts\u00e4chlich im Bereich der Wunden. Klinische Studien mit\n        <em>Picea-abies<\/em>-Pr\u00e4paraten wurden unter anderem bei Patienten mit\n        Druckgeschw\u00fcren und komplizierten Operationswunden durchgef\u00fchrt.\n      <\/p>\n      <p>\n        Vergleichbare direkte klinische Untersuchungen zu Fichtenharz fehlen\n        derzeit f\u00fcr Gelenke, Mundh\u00f6hle, Aphthen, Rachen und Verdauungstrakt.\n        Die Evidenz in diesen Bereichen stammt \u00fcberwiegend aus Labor-, Zell-\n        oder Tiermodellen.\n      <\/p>\n    <\/details>\n\n    <details>\n      <summary>Lassen sich Ergebnisse zu Abietin- oder Dehydroabietins\u00e4ure auf das gesamte Fichtenharz \u00fcbertragen?<\/summary>\n      <p>\n        Nicht unmittelbar. Eine Untersuchung einer isolierten Verbindung kann\n        zeigen, dass ein bestimmter biologischer Mechanismus m\u00f6glich ist, belegt\n        jedoch nicht, dass derselbe Effekt auch beim komplexen Naturharz auftritt.\n      <\/p>\n      <p>\n        Fichtenharz enth\u00e4lt zahlreiche unterschiedliche Verbindungen, deren\n        Verh\u00e4ltnis und Verf\u00fcgbarkeit au\u00dferdem vom Material und seiner Aufbereitung\n        abh\u00e4ngen. Ergebnisse zu isolierten Harzs\u00e4uren sind daher vor allem als\n        <strong>mechanistische Evidenz<\/strong> zu verstehen.\n      <\/p>\n    <\/details>\n\n    <details>\n      <summary>Wo ist die Evidenz am direktesten und wo bestehen noch gro\u00dfe L\u00fccken?<\/summary>\n      <p>\n        Der k\u00fcrzeste Evidenzweg zum Menschen besteht derzeit bei\n        <a href=\"\/de\/offene-wunde-am-bein\/\">Wunden<\/a>, wo Laborbefunde durch\n        klinische Studien mit <em>Picea-abies<\/em>-Pr\u00e4paraten erg\u00e4nzt werden.\n        F\u00fcr einen Fichtenharzextrakt in der Mundh\u00f6hle liegen inzwischen ebenfalls\n        neuere direkte Labordaten vor.\n      <\/p>\n      <p>\n        Bei <a href=\"\/de\/arthrose\/\">Gelenken<\/a> und dem\n        <a href=\"\/de\/bauchschmerzen\/\">Verdauungstrakt<\/a> ist ein erheblicher\n        Teil der Evidenz weiterhin indirekt und beruht vor allem auf einzelnen\n        Harzs\u00e4uren und pr\u00e4klinischen Modellen. Die Unterscheidung dieser\n        Evidenzebenen ist f\u00fcr eine korrekte Interpretation entscheidend.\n      <\/p>\n    <\/details>\n\n  <\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"translation-block article-footer-meta\">\n\n  <div class=\"article-footer-meta__info\">\n    <div class=\"article-footer-meta__item\">\n      <span class=\"article-footer-meta__label\">Autor<\/span>\n      <span class=\"article-footer-meta__value\">Matic Konc, Ingenieur f\u00fcr Laborbiomedizin<\/span>\n    <\/div>\n    <div class=\"article-footer-meta__item\">\n      <span class=\"article-footer-meta__label\">Letzte inhaltliche Aktualisierung<\/span>\n      <time class=\"article-footer-meta__value\" datetime=\"2026-09-24\">24. September 2026<\/time>\n    <\/div>\n  <\/div>\n\n  <div class=\"article-footer-meta__sources\">\n\n    <h3>Wissenschaftliche Studien und Fachquellen<\/h3>\n\n    <h4>Klinische Studien zu Picea-abies-Harzpr\u00e4paraten bei Wunden<\/h4>\n    <ul>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1365-2133.2008.08461.x\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beneficial effect of resin salve in treatment of severe pressure ulcers: a prospective, randomized and controlled multicentre trial<\/a><\/strong>\n        <span>Sipponen A. et al., British Journal of Dermatology, 2008 \u2013 randomisierte kontrollierte multizentrische Studie bei Patienten mit Druckgeschw\u00fcren.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1365-4632.2011.05397.x\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Natural coniferous resin salve used to treat complicated surgical wounds: pilot clinical trial on healing and costs<\/a><\/strong>\n        <span>Sipponen A. et al., International Journal of Dermatology, 2012 \u2013 klinische Pilotstudie bei chronischen komplizierten Operationswunden.<\/span>\n      <\/li>\n    <\/ul>\n\n    <h4>Picea-abies-Harz: Mikroorganismen, Biofilme, Pilze und Keratinozyten<\/h4>\n    <ul>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1600-0463.2007.apm_548.x\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antibacterial effects of home-made resin salve from Norway spruce (Picea abies)<\/a><\/strong>\n        <span>Rautio M. et al., APMIS, 2007 \u2013 Laboruntersuchung der antibakteriellen Wirkung von Fichtenharz und einer Harzzubereitung.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1600-0463.2011.02791.x\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antimicrobial properties of natural coniferous rosin in the European Pharmacopoeia challenge test<\/a><\/strong>\n        <span>Sipponen A., Laitinen K., APMIS, 2011 \u2013 Challenge-Test mit gereinigtem Harzmaterial der Gemeinen Fichte gegen Bakterien und Candida albicans.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/jam.13640\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Novel aqueous oil-in-water emulsions containing extracts of natural coniferous resins are strongly antimicrobial against enterobacteria, staphylococci and yeasts, as well as on bacterial biofilms<\/a><\/strong>\n        <span>Haapakorva E. et al., Journal of Applied Microbiology, 2018 \u2013 Untersuchung w\u00e4ssriger Emulsionen mit Extrakten aus gealtertem Picea-abies-Harz sowie von Mikroorganismen und entstehenden beziehungsweise bestehenden Biofilmen.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10096-011-1502-9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">In vitro fungistatic effects of natural coniferous resin from Norway spruce (Picea abies)<\/a><\/strong>\n        <span>Rautio M. et al., European Journal of Clinical Microbiology &amp; Infectious Diseases, 2012 \u2013 Laboruntersuchung gereinigten Fichtenharzes gegen Dermatophyten, Hefen und andere Pilze.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1055\/a-1141-0921\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Norway Spruce Balm: Phytochemical Composition and Ability to Enhance Re-epithelialization In Vitro<\/a><\/strong>\n        <span>G\u00f6ls T. et al., Planta Medica, 2020 \u2013 chemische Charakterisierung von Picea-abies-Material sowie Untersuchung von Fraktionen und Einzelverbindungen in einem Keratinozytenmodell zum Verschluss einer Zelll\u00fccke.<\/span>\n      <\/li>\n    <\/ul>\n\n    <h4>Harzs\u00e4uren und weitere mechanistische Modelle<\/h4>\n    <ul>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC4314026\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dehydroabietic acid reverses TNF-\u03b1-induced the activation of FOXO1 and suppression of TGF-\u03b21\/Smad signaling in human adult dermal fibroblasts<\/a><\/strong>\n        <span>Wang X-W. et al., International Journal of Clinical and Experimental Pathology, 2014 \u2013 Dehydroabietins\u00e4ure an humanen dermalen Fibroblasten in einem experimentellen Entz\u00fcndungsmilieu.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/agris.fao.org\/search\/en\/providers\/122646\/records\/64724ac453aa8c8963056773\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Analgesic and Anti-inflammatory Activity of Resina Pini<\/a><\/strong>\n        <span>Seo Y.A., Suk K.D., Natural Product Sciences, 2007 \u2013 vergleichende Untersuchung verschiedener Kiefernharz-Zubereitungen, unter anderem an humanen gingivalen Fibroblasten.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jep.2017.03.055\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Abietic acid isolated from pine resin (Resina Pini) enhances angiogenesis in HUVECs and accelerates cutaneous wound healing in mice<\/a><\/strong>\n        <span>Park J.Y. et al., Journal of Ethnopharmacology, 2017 \u2013 isolierte Abietins\u00e4ure an Endothelzellen und in einem Mausmodell einer Hautwunde.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.bbrc.2008.02.002\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dehydroabietic acid, a phytochemical, acts as ligand for PPARs in macrophages and adipocytes to regulate inflammation<\/a><\/strong>\n        <span>Kang M-S. et al., Biochemical and Biophysical Research Communications, 2008 \u2013 Zellstudie zu DHAA, PPAR\u03b1\/\u03b3 sowie MCP-1, TNF-\u03b1 und NO.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/ijms20071593\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dehydroabietic Acid Suppresses Inflammatory Response Via Suppression of Src-, Syk-, and TAK1-Mediated Pathways<\/a><\/strong>\n        <span>Kim E. et al., International Journal of Molecular Sciences, 2019 \u2013 mechanistische Untersuchung von DHAA und den Signalwegen Src\/Syk\/TAK1, NF-\u03baB und AP-1.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/ph16030407\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Anti-Atopic Dermatitis Effects of Abietic Acid Isolated from Rosin under Condition Optimized by Response Surface Methodology in DNCB-Spread BALB\/c Mice<\/a><\/strong>\n        <span>Park J. et al., Pharmaceuticals, 2023 \u2013 isolierte Abietins\u00e4ure in Zell- und Mausmodellen einschlie\u00dflich iNOS\/COX-2, Entz\u00fcndungszytokinen und NLRP3.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.4014\/jmb.2510.10051\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antimicrobial and Antibiofilm Activities of Abietic Acid against Skin-Associated Opportunistic Microorganisms<\/a><\/strong>\n        <span>Park J., Lee H., Journal of Microbiology and Biotechnology, 2026 \u2013 Laboruntersuchung isolierter Abietins\u00e4ure gegen Bakterien, Candida albicans und Biofilmbiomasse.<\/span>\n      <\/li>\n    <\/ul>\n\n    <h4>Mundh\u00f6hle und dentaler Biofilm<\/h4>\n    <ul>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10266-019-00456-0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antimicrobial and antibiofilm effects of abietic acid on cariogenic Streptococcus mutans<\/a><\/strong>\n        <span>Ito Y. et al., Odontology, 2020 \u2013 isolierte Abietins\u00e4ure und Wachstum, Stoffwechselaktivit\u00e4t, Ans\u00e4uerung sowie Biofilm von Streptococcus mutans.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.fitote.2025.106410\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">In vitro evaluation of anti-inflammatory, anti-plaque efficacy, and biocompatibility of Norway spruce (Picea abies) resin extract for oral care applications<\/a><\/strong>\n        <span>Yamileva K., Parrotta S., Multia E., Fitoterapia, 2025 \u2013 direkte Untersuchung eines Picea-abies-Harzextrakts in einem zellul\u00e4ren Entz\u00fcndungsmodell, einem dentalen Biofilmmodell sowie 3D-Modellen des oralen und gingivalen Epithels. Die Studie wurde von Repolar Pharmaceuticals finanziert; die Autoren legten Unternehmens- und Patentbez\u00fcge offen.<\/span>\n      <\/li>\n    <\/ul>\n\n    <h4>Magen und Verdauungstrakt<\/h4>\n    <ul>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.phrs.2005.06.004\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gastroprotective and cytotoxic effect of dehydroabietic acid derivatives<\/a><\/strong>\n        <span>Sep\u00falveda B. et al., Pharmacological Research, 2005 \u2013 pr\u00e4klinische Untersuchung von Dehydroabietins\u00e4ure und ihren Derivaten in einem Mausmodell einer Magenschleimhautsch\u00e4digung.<\/span>\n      <\/li>\n      <li>\n        <strong><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00210-025-04597-8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Uncovering the gastroprotective properties of araucaria brown propolis and its active compound, abietic acid<\/a><\/strong>\n        <span>Cury B.J. et al., Naunyn-Schmiedeberg&#8217;s Archives of Pharmacology, 2026 \u2013 pr\u00e4klinische Untersuchung eines komplexen Naturmaterials und isolierter Abietins\u00e4ure; das untersuchte Material war kein Fichtenharz.<\/span>\n      <\/li>\n    <\/ul>\n\n    <p class=\"article-footer-meta__note\">\n      Die auf dieser Seite behandelten Untersuchungen bilden keine einheitliche\n      Beweiskette. Sie umfassen klinische Studien zu <em>Picea-abies<\/em>-Pr\u00e4paraten,\n      Laboruntersuchungen zu Fichtenharz sowie pr\u00e4klinische und mechanistische\n      Untersuchungen einzelner Harzs\u00e4uren oder anderer Harzmaterialien. Ergebnisse\n      mit einer isolierten Verbindung oder einem anderen Harzmaterial lassen sich\n      daher nicht unmittelbar auf das gesamte Fichtenharz \u00fcbertragen. Die derzeit\n      direktesten klinischen Daten beim Menschen betreffen Wunden.\n    <\/p>\n\n  <\/div>\n\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Smrekova smola je osrednja surovina ve\u010dine izdelkov Smrekovit, vendar nas njena vloga zanima \u0161ir\u0161e od same uporabe v izdelkih. V zadnjih desetletjih so raziskovalci preu\u010devali smolo navadne smreke (Picea abies), sorodne smolne materiale in posamezne smolne spojine \u2013 od protimikrobnega delovanja in biofilmov do celi\u010dnih procesov ter uporabe pri ranah. Na tej strani lo\u010dujemo, kaj so pokazale laboratorijske, predklini\u010dne in klini\u010dne raziskave ter kaj lahko iz njihovih rezultatov sklepamo.<\/p>","protected":false},"author":2,"featured_media":12173,"parent":1147,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-12172","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12172"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12172\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12281,"href":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12172\/revisions\/12281"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1147"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12173"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.smrekovit.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}